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22:00 Uhr

In die Sonne schauen

Film|Kinonächte im Rahmen des 30. Internationalen Thomas Mann Festivals

  • Kultur- und Tourismuszentrum „Agila“, Nida

  • Sprache Deutsch mit litauischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei

Szene aus dem Film „In die Sonne schauen“: Ein Mädchen läuft mit zwei Fahnen in der Hand durch ein Feld. © Fabian Gamper / Studio Zentral

Szene aus dem Film „In die Sonne schauen“: Ein Mädchen läuft mit zwei Fahnen in der Hand durch ein Feld. © Fabian Gamper / Studio Zentral

Spielfilm, 149 Min., Deutschland, 2025
Regie: Mascha Schilinski


In Mascha Schilinskis Film, der Publikum und Kritik in Cannes gleichermaßen begeistert hat, gerät die Zeit beinahe im wörtlichen Sinne aus den Fugen. Zum zentralen Schauplatz und zugleich zur Hauptfigur wird ein Haus in Norddeutschland. Dort lebt zu Beginndes 20. Jahrhunderts Alma, später, in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg, Erika, während der Zeit der DDR Angelika und schließlich, lange nach dem Fall der Berliner Mauer, Lenka. Die Räume gleichen einem Labyrinth, in dem die Frauen über die wechselnden Zeiten hinweg Schutz suchen, das Leben um sich herum beobachten und ihre ersten Erfahrungen und Traumata durchleben. „In die Sonne schauen“ ist zweifellos ein zutiefst weiblicher, ja feministischer Film. Daher darf man sich nicht wundern, dass die Hoffnung hier nicht in Gestalt eines oberflächlichen Optimismus erscheint. Hoffnung bedeutet hier vielmehr Geduld und Standhaftigkeit angesichts schmerzhafter Erfahrungen, die sich durch die Generationen ziehen.

Die Filmvorführung ist Teil der Filmreihe „Kinonächte“ im Rahmen des 30. Internationalen Thomas-Mann-Festivals. Das Festival findet vom 11. bis 18. Juli 2026 in Nida unter dem Motto „Die Zeit ist aus den Fugen. Die Hoffnung“ statt.
Das diesjährige Filmprogramm präsentiert an fünf Abenden aktuelle Spiel‑ und Dokumentarfilme aus Litauen, Deutschland und der Ukraine.
Die Reihe entsteht in Zusammenarbeit mit dem Goethe‑Institut und wird von Dmitrij Gluščevskij moderiert.
Gezeigt werden der Dokumentarfilm „Irena“ (über Irena Veisaitė; Regie: Giedrė Žičkytė, Litauen, 2025; Filmvorstellung: Ruth Leiserowitz), „Hunger Strike Breakfast / Badautojų namelis“ (Regie: Karolis Kaupinis, Litauen, 2026), „In die Sonne schauen“ (Regie: Mascha Schilinski, Deutschland, 2025), „Timestamp / Стрічка часу“ (Regie: Kateryna Gornostai, Ukraine, 2025) sowie „Good Bye, Lenin!“ (Regie: Wolfgang Becker, Deutschland, 2003).
Alle Vorführungen beginnen um 22.00 Uhr im Kulturzentrum Agila (Taikos g. 4, Nida). Das Festival wird vom Thomas-Mann-Kulturzentrum in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut organisiert.