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18:30 Uhr

Warum es die Welt nicht gibt

Buchpräsentation|Philosoph Markus Gabriel in Vilnius

  • Vilniaus literatų namai, Vilnius

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei

Portrait von Markus Gabriel Foto: Sabine Vielmo

Portrait von Markus Gabriel und Buchcover „Kodėl pasaulio nėra“ Foto: Sabine Vielmo; Cover: Phi knygos

Wir laden herzlich zur Präsentation der litauischen Ausgabe von Markus Gabriels Buch „Warum es die Welt nicht gibt“ ein, die am 26. August 2026 um 18:30 Uhr im Haus der Literatur Vilnius stattfindet.
Das Buch wurde von Kęstas Kirtiklis aus dem Deutschen übersetzt und vom Verlag Phi knygos mit Unterstützung des Goethe‑Instituts herausgegeben.

An der Veranstaltung nimmt der Autor, Prof. Markus Gabriel, persönlich teil und tritt dort in ein Gespräch mit der litauischen Philosophin Rita Šerpytytė. Die Moderation übernimmt Dr. Tomas Šinkūnas.

Über das Buch "Warum es die Welt nicht gibt" (2013): 
Was, wenn es die eine Welt gar nicht gibt, in der wir uns so sicher wähnen? Das Buch lädt dazu ein, Gewissheiten zu hinterfragen und neue Denkwege zu erkunden. Die vermeintlich selbstverständliche Idee einer einzigen Welt wird systematisch in Frage gestellt und durch eine vielschichtige Sicht auf Sinn und Sein ersetzt. Der Autor verbindet klassische Denker wie Hegel, Schelling und Wittgenstein mit Motiven aus Film, Serie und Alltagskultur und zeigt, wie eng philosophisches Denken und konkrete Erfahrung zusammenhängen. Die These, dass es die Welt nicht gibt, führt nicht in den Nihilismus, sondern öffnet Räume, in denen wir unsere Rolle im Ganzen neu bestimmen können. Ein anspruchsvolles, zugleich gut lesbares Buch, das die vertraute Idee von der Welt auf den Prüfstand stellt und eine kluge, überraschend unterhaltsame Einladung zum Weiterdenken bietet.

Markus Gabriel (geb. 1980) ist Professor für Philosophie an der Universität Bonn und Inhaber des Lehrstuhls für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart. Zudem leitet er als Direktor das Internationale Zentrum für Philosophie Nordrhein‑Westfalen sowie das interdisziplinäre Center for Science and Thought – zwei Einrichtungen, die er maßgeblich aufgebaut und zu international anerkannten Forschungszentren entwickelt hat. Mit seiner Berufung im Jahr 2009 im Alter von 29 Jahren wurde er zum jüngsten ordentlichen Philosophieprofessor Deutschlands. Als einer der führenden Vertreter des „Neuen Realismus“ untersucht er in seinen Arbeiten grundlegende Fragen zu Realität, Wissen und dem menschlichen Geist. Sein internationaler Bestseller „Warum es die Welt nicht gibt“ bietet einen originellen und zugänglichen Zugang zur zeitgenössischen Metaphysik und zeigt, wie präzises philosophisches Denken unseren Alltag bereichern kann.

Prof. Rita Šerpytytė lehrt an der Universität Vilnius und leitet dort die Abteilung für Kontinentale Philosophie und Religionsstudien. Zu ihren Forschungsgebieten gehören die Philosophie Heideggers und Hegels, die zeitgenössische italienische Philosophie, der spekulative und der Neue Realismus sowie die Frage nach Nihilismus und Negativität in der westlichen Philosophie.

Dr. Tomas Šinkūnas ist Philosoph und Leiter des Verlags Phi knygos. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die frühe Phänomenologie, den Existenzialismus, Emotionsforschung sowie die ökologische Phänomenologie. 
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Während seines Aufenthalts in Vilnius wird Markus Gabriel zudem an der interdisziplinären Konferenz „Ecosocial Ideas: Coexistence and Change“ teilnehmen und dort am 28. August 2026 um 17:45 Uhr den Vortrag „Does Ecosocial Liberalism Still Have a Future?“ halten. 
Mit dabei ist auch Philosophin Prof. Audronė Žukauskaitė (Lithuanian Culture Research Institute); moderiert wird die Sitzung von Prof. Kristupas Sabolius
Die Veranstaltung findet im V.‑Krėvė‑Auditorium der Philologischen Fakultät der Universität Vilnius (Universiteto g. 5) statt. Alle Interessierte sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Die Konferenz wird am 27. und 28. August 2026 vom Post‑Authoritarian Landscapes Research Centre an der Universität Vilnius organisiert. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Ökosozialität sowie die Diskussion darüber, wie ökologische Krisen, Kriege und die Polarisierung von Gesellschaften unser Verständnis von Zusammenleben und gemeinsamen Lebensräumen verändern.

Das Post-Authoritarian Landscapes Research Centre ist ein multidisziplinäres Team aus Historiker*innen, Geograf*innen, Philosoph*innen sowie Soziolog*innen, das sich der Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Umwelt widmet.

Markus Gabriels Besuch wird gemeinsam mit dem Goethe‑Institut Litauen organisiert und unterstützt.