mit:
Przemysław Czapliński, Literaturhistoriker und -kritiker Agnieszka Polska, Bildende Künstlerin
Moderation: Edwin Bendyk, POLITYKA
„Wir waren nicht da – Der Wald schon. Wir werden nicht mehr da sein – Der Wald schon“ – dieser polnische Spruch vermittelt bildhaft das Bestehen und die Entwicklung des Waldökosystems und der menschlichen Spezies. Die Wechselbeziehung zwischen den beiden bekommt im globalisierten Kapitalismus eine besondere Bedeutung.
Foto: Danuta Węgiel
Prof. Przemysław Czapliński ist ein Historiker der polnischen und europäischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, Essayist, Übersetzer, Literaturkritiker; er war Mitbegründer des Lehrstuhls für Literaturanthropologie an der Adam-Mickiewicz-Universität. Seine neuesten Publikationen: Resztki nowoczesności (2011), Poruszona mapa (2016), Literatura i jej natury (2017; mit: Joanna B. Bednarek, Dawid Gostyński). Herausgeber von Sammelbänden, u.a. : Zagłada. Współczesne problemy rozumienia i przedstawiania (2009; mit: Ewa Domańska), Nowoczesność i sarmatyzm (Poznań 2011), Literatura ustna (2011), Kamp. Antologia przekładów (mit: Anna Mizerka; 2013), Nowa humanistyka: zajmowanie pozycji, negocjowanie autonomii (mit: Ryszard Nycz; 2018), Moc truchleje. Wielogłos o polskim katolicyzmie (Poznań 2018), Prognozowanie teraźniejszości (mit: Joanna B. Bednarek; Gdańsk 2018). Zahlreiche Preise, u.a.: Nagroda im. Ludwika Frydego (1997), Nagroda Fundacji im. Kościelskich (1998), Nagroda im. Kazimierza Wyki (2004), Nagroda im. Jana Długosza (2017). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Literatur und Probleme der späten Neuzeit.
Einbildungskraft und Labor der Einbildungskraft bilden ein Projekt des Goethe-Instituts und des Teatr Powszechny in Warschau. Künstler, Kuratoren und Wissenschaftler diskutieren gemeinsam über die Herausforderungen, die sich durch den Epochenwandel für die soziale Wirklichkeit und die zeitgenössische Kultur ergeben. Wir sind in das Anthropozän eingetreten, das Zeitalter des Menschen. Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr, wir müssen unsere Einbildungskraft anstrengen, um zu verstehen, wie unsere Welt zukünftig aussehen wird. Hierbei helfen uns die Teilnehmer der Diskussionen im Goethe-Institut und im Sitz der Dream Adoption Society (DAS) im Teatr Powszechny.