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18:30 Uhr

Irrtum im Jenseits

Filmvorführung und Gespräch | FILM AND DEATH

Still aus dem Film A Matter of Life and Death Still (Ausschnitt): © Park Circus/ITV Studios

Imagem do filme A Matter of Life and Death Still (Ausschnitt): © Park Circus/ITV Studios

Am 21. Oktober um 18:30 Uhr wird der Film Irrtum im Jenseits (1946, UK, 104 min) von Michael Powell und Emeric Pressburger in der Filmreihe des Forschungsprojekts FILM AND DEATH präsentiert. Die Reihe verbindet vier Filmvorführungen mit Gesprächen über Sterblichkeit, Trauer, Erinnerung und unseren Umgang mit Endlichkeit. Nach der Filmvorführung findet ein Gespräch mit Inês N. Lourenço und Vasco Baptista Marques statt.

Zum Film

Irrtum im Jenseits (A Matter of Life and Death) erzählt die Geschichte des britischen Piloten Peter Carter, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs auf wundersame Weise einen Flugzeugabsturz überlebt. Als ihm ein Bote des Himmels eröffnet, dass seine Rettung auf einem Irrtum beruht und er längst im Jenseits hätte eintreffen sollen, beginnt ein außergewöhnlicher Streitfall zwischen der Welt der Lebenden und der Toten. Getragen von einer neu entdeckten Liebe setzt Peter alles daran, sein Recht auf weiteres Leben zu verteidigen.

Mit seiner Verbindung aus Fantasie, Romantik und philosophischer Reflexion eröffnet der Film einen ungewöhnlichen Blick auf den Tod: Nicht als Schreckensbild, sondern als Gegenüber, mit dem sich verhandeln, diskutieren und sogar argumentieren lässt. Fragen nach Schicksal, Gerechtigkeit, Liebe und dem Wert des menschlichen Lebens stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Beziehung zwischen Leben und Tod.

FILM AND DEATH – Film-Philosophy as a Meditation on Death

FILM AND DEATH ist ein fünfjähriges Forschungsprojekt, das vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert wird und an der NOVA University Lisbon angesiedelt ist. Das Projekt verbindet Philosophie, Filmwissenschaft und Ästhetik und untersucht, wie das Kino seit seinen Anfängen bis heute unser Verständnis vom Tod geprägt hat. Neben der wissenschaftlichen Forschung organisiert das Projekt Ausstellungen, öffentliche Filmprogramme, künstlerische Kooperationen, Konferenzen und Publikationen, die philosophische Reflexionen über Sterblichkeit mit zeitgenössischer Kultur in Dialog bringen.

m Goethe-Institut werden die Filme Im Westen nichts Neues (17.09.), Ivo (24.09.), Last Breath (01.10.) und Irrtum im Jenseits (21.10.) gezeigt. Im Anschluss an jede Vorführung laden Gesprächsrunden mit Gästen aus Film, Kultur und Wissenschaft dazu ein, über Sterblichkeit, Verlust, Erinnerung und die menschliche Endlichkeit ins Gespräch zu kommen.
Das Goethe-Institut organisiert die Veranstaltungsreihe Über den Tod sprechen (hat noch niemanden umgebracht), weil Fragen von Sterben, Tod und Trauer zum menschlichen Leben gehören und dennoch oft tabuisiert werden. In einer Zeit globaler Krisen kann die Auseinandersetzung mit Sterblichkeit Resilienz, Solidarität und neue Perspektiven fördern. Mit Filmen, Literatur, Gesprächen, Workshops und künstlerischen Beiträgen stärkt die Reihe den kulturellen Austausch, eine informierte und resiliente Zivilgesellschaft sowie den Austausch über grundlegende Fragen des menschlichen Lebens.

Gespräch mit:

  • Inês N. Lourenço

    Inês N. Lourenço ist Journalistin und Filmkritikerin. Sie gestaltet die Radiosendungen A Grande Ilusão, Banda à Parte und Sala Escura bei RTP Antena 2 und schreibt für Ípsilon sowie das Online-Magazin Metropolis. Nach einem Masterstudium der Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt Film und Fernsehen war sie über zehn Jahre als Filmkritikerin für die Zeitung Diário de Notícias tätig.

  • Vasco Baptista Marques

    Vasco Baptista Marques ist Postdoktorand im ERC-Forschungsprojekt Film and Death: Film-Philosophy as a Meditation on Death. Er promovierte 2017 an der Universität Lissabon in Philosophie und forscht zu Filmphilosophie, Ästhetik und Metaphysik. Seine Arbeiten erschienen unter anderem bei Routledge sowie in den Fachzeitschriften Sophia und Aniki. Seit 2005 ist er außerdem Filmkritiker der portugiesischen Wochenzeitung Expresso.