Sylvia Cunningham
2026
Begründung der Jury
Die Jury, bestehend aus der Buchkritikerin und Übersetzerin Tess Lewis, der Übersetzerin Alta Price und dem Herausgeber bei Coffee House Press, Jeremy Davies, begründet die Entscheidung wie folgt:
"We can’t stay here either" spielt in einer dystopischen Gesellschaft namens Tech Republic. Die Erzählung folgt den Herausforderungen, denen sich eine kürzlich verwitwete Frau und ihre Tochter Marie stellen müssen, während sie versuchen, ein authentisches, unbeobachtetes Leben in einer totalitären Gesellschaft zu führen. Cunninghams geschmeidige Übersetzung fängt die Tonwechsel überzeugend ein, während die Erzählerin zwischen Hoffnung für die Zukunft ihres Kindes und Trauer und Sorge über die schwierigen Bedingungen, die sie bewältigen müssen, schwankt. Cunninghams Sprachgefühl ist in der gesamten Übersetzung spürbar, und ihre geschickten Lösungen für einige der kniffligsten Sätze sind in der Tat beeindruckend.“
Sie können Sylvia Cunninghams preisgekrönte Übersetzung eines Auszugs aus Maren Wursters Hier bleiben können wir auch nicht lesen:
Über Sylvia Cunningham
Sylvia Cunningham ist freiberufliche Journalistin und lebt in Berlin. Nachdem sie 2017 dank eines Fulbright-Stipendiums für Journalismus von New York City in die deutsche Hauptstadt gekommen war, begann sie als Reporterin beim englischsprachigen Radiosender KCRW Berlin zu arbeiten. Sie hat mehrere Podcasts moderiert und produziert, unter anderem für die Schirn Kunsthalle Frankfurt und das Goethe-Institut Washington. Sylvia arbeitet derzeit beim internationalen Sender Deutsche Welle, wo sie Dokumentarfilme produziert, übersetzt und vertont.