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12:30 Uhr

Aysun Bademsoy präsentiert: Nach dem Spiel

Film & Gespräch|In Zusammenarbeit mit dem 25. Boston Turkish Film and Music Festival

  • Goethe-Institut Boston, Boston, MA

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei, bitte anmelden

film still Nach dem Spiel/After the Game ©Deutsche Kinemathek

film still: Nach dem Spiel/After the Game ©Deutsche Kinemathek

Q&A mit Aysun Bademsoy nach dem Film.
In ihren Dokumentarfilmen „Mädchen am Ball“ (1995) begleitete Aysun Bademsoy fünf junge türkische Mädchen aus Berlin-Kreuzberg, die dem erfolgreichen türkischen Fußballverein „BSC Agrispor“ angehörten.
Im zweiten Film der Serie zeigt Aysun Bademsoy die fünf junge Türkinnen aus Berlin Kreuzberg zwei Jahre später. Bis vor kurzem noch knüpften die Freundinnen an den sportlichen Erfolg große Hoffnungen auf eine unabhängige Zukunft. Nun aber geht die Saison zu Ende und die fünf jungen Frauen, alle um die 20, werden aufhören mit dem Fußballspielen. Wie es in ihrem Leben weitergehen soll, wissen sie nicht so genau. Ausbildungsplätze sind rar, und ohne Geld lässt sich eine Unabhängigkeit vom strengen Elternhaus nicht verwirklichen. Jetzt aber genießen sie noch einmal gemeinsam den Berliner Sommer, ziehen durch die Straßen, schauen Jungs hinterher, gehen auf Partys, "hängen ab".
Regie: Aysun Bademsoy
Deutschland 1997
Dokumentarfilm, 60 min
Deutsch, Türkisch mit englischen Untertiteln

Aysun Bademsoy

Aysun Bademsoy wurde 1960 in Mersin geboren und zog im Alter von neun Jahren nach West-Berlin, wo sie bis heute lebt. Ihre erste Begegnung mit Film hatte sie als Schauspielerin, begann aber gleichzeitig ein Studium der Theaterwissenschaft und Publizistik an der Freien Universität. Als Regieassistentin und Produktionsmanagerin arbeitete sie mit Harun Farocki und Christian Petzold zusammen In ihrem ersten Dokumentarfilm beobachtete sie junge Menschen, deren Migrationsperspektive Aufschluss über die sozialen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland geben sollte. In ihren Dokumentarfilmen tauchen immer wieder unterschiedliche Lebensrealitäten in Berlin auf, aber auch die Gegenperspektive von Menschen in der Türkei, die Deutschland verlassen haben. Ihre Filme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Seit 2024 ist die Deutsche Kinemathek für die Erhaltung und digitale Restaurierung ihres Werks verantwortlich.

Partner

  • Boston Turkish Film and Music Festival