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19:00 Uhr

Die Neuordnung der Welt. Die Ukraine – von der Peripherie ins Zentrum der Weltpolitik?

Paneldiskussion|Mit Karl Schlögel, Serhii Plokhy und Elena Kostyuchenko

  • Goethe-Institut Boston, Boston, MA

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei, bitte anmelden

Ukraine Panel ©Goethe-Institut

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Der Preisträger des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels Karl Schlögel diskutiert gemeinsam mit Serhii Plokhy, Direktor des Ukrainian Research Institute an der Harvard University, über die Zukunft der Ukraine. Moderiert wird die Diskussion von der im Exil lebenden russischen Journalistin und Autorin Elena Kostyuchenko.
Die Ukraine existierte über Generationen hinweg nicht auf den mentalen Landkarten der Europäer, einschließlich der Deutschen. Die Übernahme der Krim und die russische Invasion im Jahr 2022 haben die Wahrnehmung dieser lange ignorierten und vernachlässigten Nation radikal verändert. Vieles hängt nun nicht nur vom Widerstand und der Widerstandsfähigkeit der Ukrainer ab, sondern auch von der entschlossenen Unterstützung Europas – und hoffentlich auch der Vereinigten Staaten.

  • Karl Schlögel, Jahrgang 1948, studierte Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik an der Freien Universität Berlin. Er arbeitete zunächst als freiberuflicher Übersetzer, Publizist und Autor, bevor er 1990 auf den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Universität Konstanz berufen wurde. 1995 wechselte er an die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, wo er bis 2013 lehrte. Karl Schlögel ist Mitglied des Ordens Pour le mérite und wurde mit zahllreichen Preisen geehrt, u.a.: Sigmund-Freud-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (2004), Preis des Historischen Kollegs (2016), Preis der Leipziger Buchmesse (2018), Gerda Henkel Preis (2024) und Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2025). Bei Hanser erschienen zuletzt: "Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen" (2015, NA 2022), "Der Duft der Imperien. 'Chanel No. 5' und 'Rotes Moskau'" (2020), "American Matrix. Besichtigung einer Epoche" (2023) und "Auf der Sandbank der Zeit. Der Historiker als Chronist der Gegenwart" (2025). Karl Schlögel lebt in Berlin.

  • Serhii Plokhii, Director, Ukrainian Research Institute, Harvard University. Er interessiert sich für die intellektuelle, kulturelle und internationale Geschichte Osteuropas, mit Schwerpunkt auf der Ukraine. Er ist u. a. Autor von The Russo-Ukrainian War: The Return of History (W.W. Norton, 2023); Atoms and Ashes: A Global History of Nuclear Disasters (W.W. Norton, 2022); The Frontline: Essays on Ukraine's Past and Present (HURI, 2021); Nuclear Folly: A History of the Cuban Missile Crisis (W. W. Norton, 2021); Forgotten Bastards of the Eastern Front: American Airmen behind the Soviet Lines and the Collapse of the Grand Alliance (Oxford University Press, 2019); Chernobyl: The History of a Nuclear Catastrophe (Basic Books, 2018); und The Gates of Europe: A History of Ukraine (Basic Books, 2015). Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Ballie Gifford Prize und der Shevchenko National Prize (2018).

  • Elena Kostyuchenko ist eine im Exil lebende russische Journalistin und Autorin, die mit der unabhängigen lettischen Nachrichtenorganisation Meduza zusammenarbeitet. Zuvor war sie als Sonderkorrespondentin für die unabhängige russische Zeitung Novaya Gazeta tätig. Ihre Berichterstattung konzentriert sich auf Konflikte, Kriminalität und soziale Themen, wobei sie ihr Augenmerk insbesondere auf Gemeinschaften, Menschen und Orte richtet, die von den Mainstream-Medien oft ignoriert werden.
    Kostyuchenko ist Autorin von „I Love Russia: Reporting from a Lost Country“ und zwei weiteren Büchern. Ihre Arbeit wurde mit mehreren internationalen Journalistenpreisen ausgezeichnet, darunter dem European Press Prize. Derzeit unterrichtet sie Journalismus und kreatives Schreiben an der Duke University.

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