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16:00–18:00 Uhr

Path of Awareness – Sounding Chinatown

Performative Sound Walk|mit katrinem & semantic matter lab

  • Chandler/Tremont Plaza, Boston, MA

  • Preis Eintritt frei, bitte anmelden

Path of Awareness ©Katrinem

Path of Awareness ©Katrinem

Path of Awareness ist ein künstlerisches Wanderformat, das untersucht, wie Raum durch bewusste Bewegung und Zuhören erlebt wird. Diese für Chinatown in Boston entwickelte Ausgabe setzt sich mit der vielschichtigen Architektur des Viertels und der Präsenz der Interstate 90 auseinander, deren kontinuierliche Infrastrukturgeräusche die Atmosphäre des Gebiets prägen. Durch ein gleichmäßiges, gemächliches Tempo und bewusstes, offenes Zuhören erweitern die Teilnehmer ihr Hörfeld über die gewohnten Filter des Alltags hinaus. Der Spaziergang lenkt die Aufmerksamkeit auf subtile akustische Veränderungen: Nachhall zwischen Gebäuden, das Überdecken und Freilegen von Stimmen, den Rhythmus des Verkehrs und das Geräusch der eigenen Schritte auf Pflaster und Beton. Schuhe werden zu Instrumenten; das Gehen wird zu einem Dialog mit der Architektur. Die ortsspezifische Route macht den Weg selbst zum Ziel. Schwellen – zwischen Stille und Lärm, Einfassung und Freilegung – tauchen als gelebte räumliche Momente auf. Das Zuhören beim Gehen offenbart, dass Infrastruktur nicht nur gesehen, sondern auch gehört, gefühlt und verkörpert wird. Seit 2012 wurden weltweit mehr als 25 „Path of Awareness“-Arbeiten realisiert, unter anderem in Berlin, Linz, New York, Teheran, Mexiko-Stadt und Marseille. „Sounding Chinatown“ setzt diese sich weiterentwickelnde Praxis in einem entscheidenden Moment des städtischen Wandels fort.

Weitere Veranstaltungen des „Walking Festival of Sound“ finden Sie auf der Website des Walking Festival of Sound 2026

Wir empfehlen Ihnen, Tickets im Vorfeld der Veranstaltungen zu reservieren. So können wir Sie im Falle von Aktualisierungen oder Änderungen am Programm auf dem Laufenden halten. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.

Präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Walking Festival of Sound, dem semantic matter lab, dem Harvard ArtLab und dem Loeb Fellowship.
 

Künstler*Innen

  • katrinem

    katrinems künstlerische Praxis untersucht die Beziehungen zwischen Klang, Raum und Bewegung, wobei das Gehen und das Zuhören als grundlegende Handlungen dienen. Seit über zwanzig Jahren erforscht sie die Begehbarkeit, die Akustik und die Atmosphäre städtischer und architektonischer Umgebungen durch performative und installationsbasierte Arbeiten wie „go your gait!“ und „Path of Awareness“. Diese Projekte offenbaren das rhythmische Zusammenspiel von Schritten, räumlichen Strukturen und Umgebungsgeräuschen. Der Alltag dient in ihrer Arbeit als Ausgangspunkt für kreative Transformation. Alltägliche Gegenstände – wie Besen oder Schuhe – werden in Projekten wie „Andante“, „BesenBallett“ und „Raumspiel“ als Instrumente neu interpretiert, die Bewegung und Klang miteinander verflechten, wobei oft partizipative Elemente und kollektives Handeln im öffentlichen Raum eine Rolle spielen. Ihre Projekte entstehen aus intensiver ortsspezifischer Recherche und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Architekt*innen und Stadtplaner*innen und laden das Publikum dazu ein, seine gewohnte Raumerfahrung zu überdenken und die oft übersehene Musikalität alltäglicher Bewegung und des Zuhörens zu entdecken.
     

  • Dietmar Offenthuber

    Dietmar Offenhuber ist Professor für Design und Public Policy an der Northeastern University in Boston, wo er derzeit den Lehrstuhl für Kunst und Design innehat und das Semantic Matter Lab leitet. In seiner aktuellen Forschung befasst sich Dietmar mit Praktiken der Materialvisualisierung sowie der Erstellung von Belegen, synthetischen Daten und nicht-repräsentativen Aspekten von Daten. Er ist Autor der preisgekrönten Monografie „Waste is Information“ (MIT Press) und hat Bücher zu städtischen Daten und Technologien der Rechenschaftspflicht veröffentlicht. Sein neues Buch „Autographic Design – the Matter of Data in a Self-inscribing World“ (MIT Press) untersucht Praktiken der materiellen Visualisierung und die Erzeugung von Beweismitteln.

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