|
10:00–12:30 Uhr
“it is better to speak...” – Ein erlebnisorientierter Workshop und ein Gespräch, das in Audre Lordes Berliner Jahren verwurzelt ist
Workshop & Konversation| mit Precious Chika Musa und Dr. Marion Kraft
-
Just Book-ish, Boston, MA
- Preis Eintritt frei, bitte anmelden
11:30–12:30 Uhr: Gespräch und Fragerunde mit der afro-deutschen Aktivistin und Wissenschaftlerin Dr. Marion Kraft
Sie können sich für den Workshop, das Gespräch mit Dr. Marion Kraft, oder beide, anmelden. RSVP HIER.
„it is better to speak“ ist ein Workshop für schwarze feministische Poesie, der sich an Audre Lordes Gedicht „A Litany for Survival“ orientiert und auf ihren Reisen nach Berlin sowie ihrer dortigen Lehrtätigkeit basiert. Als schwarze, lesbische, feministische Dichterin, Kämpferin und Mutter schuf Audre Lorde einen globalen Austausch von Ideen, Liebe und Überlebensstrategien im Dienste der individuellen und kollektiven Befreiung. Im Mittelpunkt dieses Treffens stehen einige Fragen: Wie sieht es aus, gemeinsam zu überleben*? Was können wir von denen lernen, deren Hintergründe und Kontexte sich von unseren eigenen unterscheiden, deren Freiheit jedoch mit der unseren verbunden ist? Wie können unsere Unterschiede unser Leben bereichern? Für Lorde wird die Poesie zu einem Ort der Möglichkeiten, zu einem Weg für alle Menschen – insbesondere für schwarze Frauen - , sich selbst und einander kennenzulernen. Poesie – als geschriebenes Wort und gelebte Praxis – ist in der Lage, alternative Realitäten zu schaffen und aufrechtzuerhalten.
Der Workshop soll den Teilnehmenden helfen, aus Audre Lordes Reisen und ihrer Liebe Erkenntnisse zu gewinnen und gleichzeitig die Vorstellung zu hinterfragen, dass Schweigen – in uns selbst und untereinander – gleichbedeutend mit Sicherheit und Überleben ist.
Der Workshop beginnt mit Schreib- und Austauschübungen und mündet anschließend in ein moderiertes (virtuelles) Gespräch mit der Gastrednerin Dr. Marion Kraft: einer afro-deutschen Zeitgenossin und Freundin von Lorde, die deren Gedichte ins Deutsche übersetzt hat. Wenn Sie neugierig sind auf Lordes Konzept des schwarzen Feminismus, ihren globalen Einfluss sowie die innewohnende Kraft Ihrer eigenen Erfahrungen und Ihrer Stimme, kommen Sie vorbei. Dieses Programm wird von Precious Chika Musa geleitet und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Boston und Just-Bookish organisiert.
* Lorde thought differently about survival, saying: "By survival I do not mean mere existence, which is the province of the walking wounded and the walking dead, but an active quality of living" (qtd. in Survival is a Promise: The Eternal Life of Audre Lorde by Alexis Pauline Gumbs).
* Lorde hatte eine andere Auffassung vom Überleben und sagte: „Mit Überleben meine ich nicht bloßes Dasein, das den ‚wandelnden Verwundeten‘ und den ‚wandelnden Toten‘ vorbehalten ist, sondern eine aktive Lebensqualität“ (zitiert in „Survival is a Promise: The Eternal Life of Audre Lorde“ von Alexis Pauline Gumbs).
-
Precious Chika Musa
Precious Chika Musa ist die Tochter nigerianischer Einwanderer, Dichterin, Pädagogin und Künstlerin, deren kreatives Schaffen sich mit Trauer, Heimat, Zeit und Erinnerung auseinandersetzt. Chikas Gedichte und Prosa erscheinen unter anderem in „Seventh Wave“, „Tupelo Quarterly“, „The Journal of the American Medical Association“, „West Trestle Review“ und „Black Perspectives“. In Zusammenarbeit mit dem in St. Louis ansässigen Griot Museum of Black History lancierte Chika ihre erste kuratorische Ausstellung mit dem Titel „Listen, Look: A Reconciliatory Journey Through Black Grief and Joy“, in der bildende Kunst, Tanz, Lyrik und Gesang von Künstlern aus St. Louis präsentiert wurden, die Trauer und Freude im Leben der Schwarzen thematisierten. Musa erwarb ihren MFA in Kreativem Schreiben an der Washington University in St. Louis. Sie liebt lange Radtouren und träumt gerne von der Zukunft.
-
Porsha Olayiwola
Porsha Olayiwola stammt ursprünglich aus Chicago und lebt, schreibt und liebt in Boston. Olayiwola ist Autorin, Performerin, Pädagogin und Kuratorin, die sich mithilfe von Afrofuturismus und Surrealismus mit historischen und aktuellen Themen der schwarzen, weiblichen und queeren Diaspora auseinandersetzt. Sie ist Weltmeisterin im Poetry Slam und Gründerin des Roxbury Poetry Festivals.