|
18:00 Uhr
Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992
Filmvorführung und Gespräch|Film und Gespräch mit Precious Chika Musa und Porsha Olayiwola
-
Just Book-ish, Boston, MA
- Sprache Deutsch und Englisch mit englischen Untertiteln, Gespräch auf Englisch
- Preis Eintritt frei
1992 starb die berühmte afroamerikanische Dichterin und Autorin Audre Lorde, einer vielzitierten Selbstbeschreibung zufolge „Lesbe, Feministin, Schwarze, Dichterin, Mutter, Kämpferin“. In den 1980er-Jahren holte Dagmar Schultz, die damals am John-F.-Kennedy Institut der Freien Universität Berlin lehrte, Lorde als Gastprofessorin nach Berlin. Ein Schritt, der nachhaltige Auswirkungen hatte. Lorde wurde zur Mentorin und Mitbegründerin der afrodeutschen Bewegung.
In ihrem filmischen Porträt verarbeitet Dagmar Schultz zum Teil nie gezeigtes und sehr persönliches Material von Lorde und zeigt sie im Kreis ihrer Berliner Freundinnen, Weggefährtinnen und Studentinnen, von denen sie nicht wenige zum Schreiben anregte. Sie wurden zu Dichterinnen und Wissenschaftlerinnen, denen die ersten deutschsprachigen Arbeiten zu afrodeutscher Geschichte und Rassismus zu verdanken sind.
Regie: Dagmar Schultz
Deutschland 2012
Dokumentarfilm, 84. Min
-
Precious Chika Musa
Precious Chika Musa ist die Tochter nigerianischer Einwanderer, Dichterin, Pädagogin und Künstlerin, deren kreatives Schaffen sich mit Trauer, Heimat, Zeit und Erinnerung auseinandersetzt. Chikas Gedichte und Prosa erscheinen unter anderem in „Seventh Wave“, „Tupelo Quarterly“, „The Journal of the American Medical Association“, „West Trestle Review“ und „Black Perspectives“. In Zusammenarbeit mit dem in St. Louis ansässigen Griot Museum of Black History lancierte Chika ihre erste kuratorische Ausstellung mit dem Titel „Listen, Look: A Reconciliatory Journey Through Black Grief and Joy“, in der bildende Kunst, Tanz, Lyrik und Gesang von Künstlern aus St. Louis präsentiert wurden, die Trauer und Freude im Leben der Schwarzen thematisierten. Musa erwarb ihren MFA in Kreativem Schreiben an der Washington University in St. Louis. Sie liebt lange Radtouren und träumt gerne von der Zukunft.
-
Porsha Olayiwola
Porsha Olayiwola stammt ursprünglich aus Chicago und lebt, schreibt und liebt in Boston. Olayiwola ist Autorin, Performerin, Pädagogin und Kuratorin, die sich mithilfe von Afrofuturismus und Surrealismus mit historischen und aktuellen Themen der schwarzen, weiblichen und queeren Diaspora auseinandersetzt. Sie ist Weltmeisterin im Poetry Slam und Gründerin des Roxbury Poetry Festivals.