Sounding Chinatown

Performativer Sound Walk | Workshop mit Soundkünstler Sam Auinger und Professor Dietmar Offenhuber

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei, bitte anmelden

Ein Bild von Bostons China Town neben den Künstlern. © f11 photos von Getty Images via Canva, Dietmar Offenhuber, Sam Auinger

Ein Bild von Bostons China Town neben den Künstlern. © f11 photo from Getty Images via Canva, Dietmar Offenhuber, Sam Auinger

Stadtmusik (Dietmar Offenhuber und Sam Auinger) bieten in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Boston einen Intensiv-Workshop an, in dem untersucht wird, wie das Hören zu einem Werkzeug für Stadtgestaltung und -planung werden kann. Auf der Grundlage der Stadtmusik-Methode und des Konzepts „Thinking with Your Ears“ werden die Teilnehmer die klanglichen Eigenschaften, Stimmungen, Rhythmen und akustischen Identitäten von Chinatown untersucht werden. Im Fokus steht dabei insbesondere das vom geplanten Projekt zur Wiederanbindung der I-90 betroffene Gebiet. 

Der Workshop bringt 12 bis 20 Teilnehmer zusammen, darunter Vertreter der Bostoner Planungsgemeinschaft, Beamte, Designer, Forscher, Studierende und alle, die daran interessiert sind, städtische Umgebungen durch Klang zu erkunden. Mit dem Goethe-Institut als Arbeitsbasis wird die Gruppe Vor-Ort-Besichtigungen, Hörübungen, Kartierungssitzungen und Gestaltungsversuche durchführen.

Ziel ist es, eine neue Perspektive auf den städtischen Wandel zu eröffnen – eine Perspektive, die das Hören als entscheidendes Instrument zum Verständnis von Orten und zur Gewinnung gestalterischer Erkenntnisse anerkennt. Durch die Einbeziehung auditiver Erfahrungen in die Diskussionen über die Zukunft von Chinatown soll der Workshop den Diskurs über städtische Qualität, öffentlichen Raum und bürgerschaftliches Leben bereichern und nuancieren. Der Workshop soll untersuchen, wie akustisches Wissen und gelebte Klangerfahrungen den laufenden Planungsprozess „Reconnecting Chinatown“ bereichern und Perspektiven einbringen können, die in herkömmlichen städtebaulichen Methoden oft übersehen werden.
 

Künstler*Innen

  • Dietmar Offenhuber

    Dietmar Offenhuber ist Professor für Design und Public Policy an der Northeastern University in Boston, wo er derzeit den Lehrstuhl für Kunst und Design innehat und das Semantic Matter Lab leitet. In seiner aktuellen Forschung befasst sich Dietmar mit Praktiken der Materialvisualisierung sowie der Erstellung von Belegen, synthetischen Daten und nicht-repräsentativen Aspekten von Daten. Er ist Autor der preisgekrönten Monografie „Waste is Information“ (MIT Press) und hat Bücher zu städtischen Daten und Technologien der Rechenschaftspflicht veröffentlicht. Sein neues Buch „Autographic Design – the Matter of Data in a Self-inscribing World“ (MIT Press) untersucht Praktiken der materiellen Visualisierung und die Erzeugung von Beweismitteln.

  • Sam Auinger

    Sam Auinger ist ein österreichischer Klangdenker, Komponist und Soundkünstler. 
    Seine künstlerische Forschung konzentriert sich darauf, das Verständnis für akustische und auditive Qualitäten in unseren städtischen Lebensräumen zu vertiefen. Er propagiert ein „Denken mit den Ohren“, welches für ihn eine 
    wichtige alltägliche Praxis darstellt, um unsere Rolle in einer bedrohten planetarischen Umwelt auf allen Ebenen, von der sozialen bis zur ökologischen, zu verstehen.

    Sam Auinger