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18:00–20:00 Uhr
Ästhetische Aufklärung und die Kunst der Dekolonisierung
Podiumsdiskussion|Mit Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela
-
Goethe-Institut Chicago, Chicago, IL
- Sprache Englisch
- Preis Kostenlos
Die hitzige Debatte um die documenta fünfzehn in Kassel 2022 hat Fragen nach der Funktion und dem Wert der Ästhetik in den Vordergrund gerückt. Angesichts der Tatsache, dass Kunst tief in den Strukturen des Kapitalismus und Neokolonialismus verwurzelt ist, bleibt die politische, soziale und ökonomische Rolle von Kunst, künstlerischen Praktiken und Kunstinstitutionen unter den gegenwärtigen Bedingungen globaler Ungleichheit ambivalent und umstritten. Wie können wir in einer globalisierten Welt die gegensätzlichen und gleichermaßen legitimen Ansprüche konfligierender Erinnerungen miteinander in Einklang bringen? Könnten kritische künstlerische Praktiken transnationale Gerechtigkeit und Demokratie fördern und die Menschenrechte schützen und unterstützen? Kann Kunst dabei förderlich sein, uns unserer politischen und ethischen Verantwortung bewusst zu werden, und uns dazu veranlassen, unseren Zustand der Gleichgültigkeit und Verantwortungslosigkeit aufzugeben? Oder sollte Kunst im Gegenteil autonom und zweckfrei sein und nicht in den Dienst politischer und ethischer Imperative gestellt werden?
In dieser Veranstaltung werden Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela die Rolle einer ästhetischen Erziehung (Schiller, Spivak) bei der Verfolgung einer postimperialen globalen Ethik und Politik erörtern. Kann die politische Arbeit einer Stärkung der Einbildungskraft imperialistische, antisemitische, neokolonialistische, rassistische, orientalistische und heteronormative Strukturen und Praktiken abschwächen?
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Nikita Dhawan ist Inhaberin des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Technischen Universität Dresden. Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind globale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Demokratie und Dekolonisierung. 2017 erhielt sie den Käthe-Leichter-Preis für herausragende Leistungen in der Frauen- und Geschlechterforschung sowie für die Unterstützung der Frauenbewegung und die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter. Ausgewählte Publikationen sind unter anderem: Impossible Speech: On the Politics of Silence and Violence (2007); Decolonizing Enlightenment: Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World (Hrsg., 2014); Reimagining the State: Theoretical Challenges and Transformative Possibilities (Hrsg., 2019); und Rescuing the Enlightenment from the Europeans: Critical Theories of Decolonization (in Vorbereitung). Im Jahr 2023 wurde sie mit der Gerda-Henkel-Gastprofessur an der Stanford University und dem Thomas Mann Fellowship ausgezeichnet.
María do Mar Castro Varela ist Professorin für Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Ihre Forschungsinteressen umfassen Postkoloniale Theorie, Gender und Queer-Studien, soziale Gerechtigkeit, digitaler Hass und Fragen der Emanzipation. Ausgewählte Veröffentlichungen: Untimely Utopias. Migrant Women between Learned Hope and Self-Invention; Postcolonial Theory. A Critical Introduction (Co-Autorin); Post/Pandemic Lives. A New Theory of Fragility (Co-Autorin). 2020 wurde ihr die Sir Peter Ustinov Gastprofessur am Institut für Zeitgeschichte, Wien, verliehen, 2023 erhielt sie das Thomas Mann Fellowship. María do Mar Castro Varela ist die Gründerin von bildungsLab* (www.bildungslab.net) und Vorsitzende des Institute for Contrapunctual Social Analysis.
In dieser Veranstaltung werden Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela die Rolle einer ästhetischen Erziehung (Schiller, Spivak) bei der Verfolgung einer postimperialen globalen Ethik und Politik erörtern. Kann die politische Arbeit einer Stärkung der Einbildungskraft imperialistische, antisemitische, neokolonialistische, rassistische, orientalistische und heteronormative Strukturen und Praktiken abschwächen?
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Nikita Dhawan ist Inhaberin des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Technischen Universität Dresden. Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind globale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Demokratie und Dekolonisierung. 2017 erhielt sie den Käthe-Leichter-Preis für herausragende Leistungen in der Frauen- und Geschlechterforschung sowie für die Unterstützung der Frauenbewegung und die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter. Ausgewählte Publikationen sind unter anderem: Impossible Speech: On the Politics of Silence and Violence (2007); Decolonizing Enlightenment: Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World (Hrsg., 2014); Reimagining the State: Theoretical Challenges and Transformative Possibilities (Hrsg., 2019); und Rescuing the Enlightenment from the Europeans: Critical Theories of Decolonization (in Vorbereitung). Im Jahr 2023 wurde sie mit der Gerda-Henkel-Gastprofessur an der Stanford University und dem Thomas Mann Fellowship ausgezeichnet.
María do Mar Castro Varela ist Professorin für Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Ihre Forschungsinteressen umfassen Postkoloniale Theorie, Gender und Queer-Studien, soziale Gerechtigkeit, digitaler Hass und Fragen der Emanzipation. Ausgewählte Veröffentlichungen: Untimely Utopias. Migrant Women between Learned Hope and Self-Invention; Postcolonial Theory. A Critical Introduction (Co-Autorin); Post/Pandemic Lives. A New Theory of Fragility (Co-Autorin). 2020 wurde ihr die Sir Peter Ustinov Gastprofessur am Institut für Zeitgeschichte, Wien, verliehen, 2023 erhielt sie das Thomas Mann Fellowship. María do Mar Castro Varela ist die Gründerin von bildungsLab* (www.bildungslab.net) und Vorsitzende des Institute for Contrapunctual Social Analysis.
Ort
Goethe-Institut Chicago
150 N Michigan Ave
Suite 420
Chicago, IL 60601
USA
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Anmeldung erforderlich
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