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18:00 Uhr
In diesen schwierigen Zeiten: Ein Gespräch über Walter Benjamin und die Geschichte
Workshop|Podiumsdiskussion und Workshop mit dem Brooklyn Institut für Sozialforschung
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Goethe-Institut Chicago Building (Randolph Room, 3rd. Fl.), Chicago, IL
- Sprache Englisch
Wir möchten Sie herzlich einladen, sich mit Walter Benjamins bahnbrechenden Aufsatz „Über den Begriff der Geschichte“ und seinen Einfluss auf zeitgenössische Politik, Philosophie und Geschichtsschreibung gemeinsam auseinanderzusetzen! Die Veranstaltung wird mit einer Rede von Audrey Nicolaïdes sowie Annie Bourneuf und Peter Fenves, beschäftigt am Brooklyn Institut of Social Research (BISR), eröffnet. Im Anschluss finden sich die Referent*innen und das Publikum in Lesegruppen zusammen, um sich unter Anleitung der Vortragenden gemeinsam mit dem Text zu befassen. Die Veranstaltung schließt nach einer gemeinsamen Diskussion des Aufsatzes mit einem Weinempfang.
„Über den Begriff der Geschichte“, das letzte bekannte sowie vermutlich folgenreichste Werk Walter Benjamins, hätte beinahe nicht überlebt. Als Benjamin versuchte, aus dem von den Nazis besetzten Frankreich zu fliehen, vertraute er seiner Freundin Hannah Arendt kurz vor seinem Tod im Jahr 1940 eine Handvoll Seiten an. Die 18 kurzen, aber verdichteten Absätze, stellen die ausgefeiltesten Argumente für Benjamins Methodik in Bezug auf Geschichte, Zeit und Fortschritt dar - und bilden gleichzeitig seine vielleicht schärfsten politischen Kommentare und Überzeugungen ab. Das Geschichtskonzept, welches in seinen Thesen postuliert wird, stellt die fortschrittliche Vorstellung von Geschichte in Frage, die sich in einer „homogenen, leeren Zeit" entfaltet, die sowohl der kapitalistischen Moderne als auch dem „Vulgärmarxismus" zugrunde liegt - vulgär, weil er „nur das Fortschreiten der Ausbeutung der Natur, nicht aber den Rückschritt der Gesellschaft wahrnehmen will".
In Anlehnung an Paul Klees berühmtes Gemälde „Angelus Novus“ sieht Benjamin die Geschichte nicht als eine „Kette von Ereignissen", sondern als „eine einzige Katastrophe, die Wrack auf Wrack häufen wird". Seine Kritik des historischen Fortschritts, die von seinen Kolleg*innen der Frankfurter Schule geteilt und weiterentwickelt wurde, hat für jeden, der in einer von ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krisen geprägten Gegenwart Politik konzipiert und praktiziert, nach wie vor Gültigkeit. Was motivierte Benjamins radikale Neuinterpretation der Geschichte? Welche sozialen und politischen Entwicklungen zu seinen Lebzeiten haben seine Argumente geprägt? Und inwieweit können seine Argumente uns helfen, Antworten auf Entwicklungen in unserer eigenen Gegenwart zu finden?
Die Veranstaltung, die kostenlos und öffentlich zugänglich ist, findet in Verbindung mit dem im April stattfindenden Kurs des Brooklyn Institute of Social Research "The Weimar Republic: Politics, Culture, and Catastrophe" („Die Weimarer Republik: Politik, Kultur und Katastrophe“) statt, der sowohl online als auch persönlich am Goethe-Institut Chicago stattfinden wird.
Bitte bringen Sie zum Einchecken einen Lichtbildausweis mit und beachten Sie, dass diese Veranstaltung im Michigan Room im 3. Stock der 150 N. Michigan Ave stattfindet, im selben Gebäude wie das Goethe-Institut Chicago.
In Anlehnung an Paul Klees berühmtes Gemälde „Angelus Novus“ sieht Benjamin die Geschichte nicht als eine „Kette von Ereignissen", sondern als „eine einzige Katastrophe, die Wrack auf Wrack häufen wird". Seine Kritik des historischen Fortschritts, die von seinen Kolleg*innen der Frankfurter Schule geteilt und weiterentwickelt wurde, hat für jeden, der in einer von ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krisen geprägten Gegenwart Politik konzipiert und praktiziert, nach wie vor Gültigkeit. Was motivierte Benjamins radikale Neuinterpretation der Geschichte? Welche sozialen und politischen Entwicklungen zu seinen Lebzeiten haben seine Argumente geprägt? Und inwieweit können seine Argumente uns helfen, Antworten auf Entwicklungen in unserer eigenen Gegenwart zu finden?
Die Veranstaltung, die kostenlos und öffentlich zugänglich ist, findet in Verbindung mit dem im April stattfindenden Kurs des Brooklyn Institute of Social Research "The Weimar Republic: Politics, Culture, and Catastrophe" („Die Weimarer Republik: Politik, Kultur und Katastrophe“) statt, der sowohl online als auch persönlich am Goethe-Institut Chicago stattfinden wird.
Bitte bringen Sie zum Einchecken einen Lichtbildausweis mit und beachten Sie, dass diese Veranstaltung im Michigan Room im 3. Stock der 150 N. Michigan Ave stattfindet, im selben Gebäude wie das Goethe-Institut Chicago.
Ort
Goethe-Institut Chicago Building (Randolph Room, 3rd. Fl.)
150 N Michigan Ave.
Chicago, IL 60601
USA
150 N Michigan Ave.
Chicago, IL 60601
USA