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18:00–20:30 Uhr, CDT

Systemsprenger

Filmvorführung|Ein intenses, filmerisches Portrait der Realität des deutschen Jugendhilfesystems

  • Goethe-Institut Chicago Building (Michigan Room), Chicago, IL

  • Sprache Deutsch und Englisch mit englischen Untertiteln
  • Preis Kostenfrei

The photo shows the main character Benni from the film "Systemsprenger" by Nora Fingerscheidt. © Beta Cinema Press

Eine deutsche schauspielerische Meisterleistung! 

Bei seiner Erstveröffentlichung im Rahmen der Berlinale 2019 hat der Film "Systemsprenger" für Aufsehen und Aufruhr in der pädagogischen Fachwelt in Deutschland gesorgt: ein Must-see! 
Die berührende Darstellung eines verzweifelten Kindes, dass mit aller Gewalt versucht, die Außenwelt seine Verzweiflung spüren zu lassen.
Auch 5 Jahre später hat der preisgekrönte Film (leider) nichts von seiner brennenden Aktualität verloren. Authentisch und dennoch warmherzig gegenüber allen Beteiligten zeichnet er das realistische Portrait eines jungen Menschen, mit dem das deutsche Jugendhilfesystem an seine Grenzen stößt. Die Filmvorführung wird mit einer thematischen Einordnung von Julia Zimmermann, Sozialarbeiterin mit langjähriger Erfahrung in Jugendwohngruppen, eröffnet und lädt im Anschluss zur gemeinsamen Diskussion bei Häppchen und Getränken ein.
Wir laden Sie herzlich zu dieser filmerischen Auseinandersetzung ein!  Über "Systemsprenger": 
Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was im Jargon des Jugendamts ein „Systemsprenger“ genannt wird. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und am allerbesten einfach nur wieder bei Mama wohnen! Doch die hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter und mit eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.

Nora Fingscheidts Regiedebüt für Spielfilm ist gleichzeitig psychologische Studie und lebendiges, emotionales Kino-Ereignis, das unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.

Im Film werden selbstverletzendes Verhalten sowie Gewalt gegenüber Kindern und Erwachsenen sowie Tieren dargestellt. 
 

Um Voranmeldung wird gebeten. Bitte bringen Sie zum Einlass einen Lichtbildausweis mit. Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung im Konferenzraum (Michigan Room) im 3. Stock in der 150 N. Michigan Ave. stattfindet. Dieser befindet sich im selben Gebäude wie das Goethe-Institut Chicago.