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18:00 Uhr

Audre Lorde: Die Berliner Jahre 1984-1992

Filmvorführung|Dieser gefeierte Dokumentarfilm untersucht Audre Lordes Verbindungen zu Deutschland und ihre langjährigen Freundschaften mit schwarzen deutschen Aktivisten und Dichtern.

  • Goethe-Institut Chicago, Chicago, IL

  • Sprache Deutsch mit englischen Untertiteln
  • Preis Kostenlos

Audre Lorde: The Berlin Years

Audre Lorde: The Berlin Years 1984-1992

Reg. Dagmar Schultz
Deutschland, 2012, 79 Min.
Digitalformat


Die Dichterin, Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde wurde am 18. Februar 1934 als Tochter karibischer Einwanderer in New York City geboren. Um den Geburtstag der selbsternannten „Schwarzen, Lesbe, Feministin, Sozialistin, Mutter, Kämpferin und Dichterin” zu feiern, laden wir Sie diesen Februar zur Vorführung von AUDRE LORDE: THE BERLIN YEARS 1984-1992 ein, um mehr über ihre Verbindungen zu Deutschland und den schwarzen deutschen Aktivismus zu erfahren. Der Film wird von Bryana Jones, Doktorandin am Institut für Black Studies der Northwestern University, vorgestellt, die über Lordes Bedeutung für die Entwicklung der schwarzen feministischen- und Queer-Theorie und ihre Verbindungen zu internationalen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit reflektieren wird.
 
Dieser Dokumentarfilm beleuchtet ein wenig bekanntes Kapitel im produktiven Leben der Schriftstellerin, eine Zeit, in der sie die afrodeutsche Bewegung mitbegründete und vor und nach dem Fall der Berliner Mauer einen bleibenden Beitrag zur politischen und kulturellen Szene Deutschlands leistete. Lorde ermutigte schwarze deutsche Frauen zum Schreiben und Veröffentlichen, um ihre Identität, ihre Rechte und ihre Kultur in einer Gesellschaft zu behaupten, die sie isolierte und zum Schweigen brachte, während sie weiße deutsche Frauen dazu aufforderte, ihre weißen Privilegien anzuerkennen und konstruktiv zu nutzen.
 
Dieser Dokumentarfilm enthält bisher unveröffentlichtes audiovisuelles Material aus dem persönlichen Archiv der Regisseurin Dagmar Schultz, darunter beeindruckende Bilder von Audre Lorde außerhalb der Bühne. Mit Aussagen von Lordes Kollegen, Studenten und Freunden dokumentiert dieser Film Lordes bleibendes Vermächtnis in Deutschland. In dem Film kommen unter anderem May Ayim, Katharina Oguntoye, Gloria I. Joseph, Ilona Bubeck, Traude Bührmann sowie Ika Hügel-Marshall und Ria Cheatom zu Wort, die beide an der Entstehung dieses Films mitgewirkt haben.
 
ÜBER DIE REFERENTIN
Bryana Jones ist Doktorandin am Institut für Black Studies der Northwestern University. Mit ihrem Hintergrund in Frauen-, Geschlechter- und Sexualitätsstudien hat Bryana Kurse an der Georgia State University, dem Spelman College und der Northwestern University unterrichtet, darunter kürzlich einen Kurs zu kritischer Theorie und Literatur mit dem Titel „The Poetics and Erotics of Audre Lorde” (Die Poetik und Erotik von Audre Lorde). Bryanas Forschungsinteressen umfassen Black Queer und Trans Feminismus, Queer Masculinities, Affekt, Storytelling und/als Theorie, Lordeanische Poetik und Erotik sowie die historische Entwicklung von rassifizierten Geschlechtern und Sexualitäten im US-amerikanischen und nicht-US-amerikanischen Kontext. Ihr aktuelles Projekt befasst sich mit der Frage, wie queere schwarze Menschen Affekte und Gefühle mobilisieren, um geschlechtsspezifische und sexuelle Lebensweisen außerhalb und jenseits der Beschränkungen der weißen Vorherrschaft zu artikulieren.

Im Anschluss laden wir Sie zu Erfrischungen ein.