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12:00–18:00 Uhr,

Kollaborativer Zine-Workshop

Kunst-Workshop | Ein Drop-in-Programm unter der Leitung der deutschen Künstlerin Naomi Shintani Deibel

  • KIOSK, Chicago, IL

  • Teil der Reihe: Punk@50

I Am A Rock I Am A Roll (Square)

Naomi Zine Workshop Banner

Wir laden Sie am Samstag, den 10. Oktober, zu einem gemeinsamen Zine-Workshop mit Naomi Shintani Deibel im KIOSK ein, deren Arbeiten in der Gruppenausstellung „I Am A Rock I Am A Roll“ zu sehen sind. Alle Altersgruppen und Erfahrungsstufen sind herzlich willkommen – egal, ob Sie ein langjähriger Zine-Fan sind oder sich gar nicht mehr daran erinnern können, wann Sie das letzte Mal eine Schere in die Hand genommen haben!

Kommt einfach zwischen 12 und 18 Uhr vorbei und gestaltet eine Seite für unser gemeinsames Zine. Ab 12:15 Uhr gibt Naomi Shintani Deibel anhand von Zines und Künstlerbüchern aus ihrer persönlichen Sammlung – darunter auch eigene Werke und solche anderer Künstler*innen – einen kurzen Überblick über die Geschichte dieses Mediums.

In diesem Workshop sind die Teilnehmenden eingeladen, ihre eigenen Perspektiven einzubringen, mit verschiedenen Materialien und Techniken zu experimentieren und gemeinsam ein Zine zu gestalten. Es gibt keine festen Regeln oder Grenzen. Das Zine wird zu einem offenen Raum, in dem persönliche Erfahrungen, politische Gedanken, Bilder, Texte und spontane Ideen zusammenkommen können.

Im Anschluss an den Workshop wird die Künstlerin ein Zine aus den Arbeiten aller Teilnehmer*innen kopieren, binden und fertigstellen, das in der zweiten Oktoberhälfte im Goethe-Institut Chicago und bei KIOSK abgeholt werden kann. Die Teilnehmer*innen können auch gerne mit einer eigenen Idee kommen und ein Zine fertigstellen, das sie noch am selben Tag mit nach Hause nehmen können.

Für Erfrischungen und Materialien ist gesorgt, ihr könnt aber gerne eigene Zeitschriften, Bücher, Papier usw. mitbringen. 
Bitte melden Sie sich auf Eventbrite an, damit wir entsprechend planen können.

ÜBER ZINES
In diesem Workshop erkunden die Teilnehmer*innen das Zine als Medium für Selbstermächtigung, Wissensaustausch und kreative Zusammenarbeit. Zines sind selbstveröffentlichte, meist nichtkommerzielle Publikationen, die in kleinen Auflagen erstellt, vervielfältigt und gebunden werden. Sie basieren auf den Prinzipien von DIY (Do It Yourself) und DIWO (Do It With Others) und bieten Raum für unabhängigen Ausdruck, Austausch und kollektives Schaffen.

Der Begriff „Zine“ leitet sich von „Fanzine“ ab, einer Abkürzung für „Fanmagazin“. In den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelten sich Zines zu einem wichtigen Medium der Punk-Bewegung. Sie boten die Möglichkeit, Informationen und Ideen unabhängig von etablierten Medienstrukturen zu verbreiten, Netzwerke aufzubauen und individuelle Perspektiven sichtbar zu machen. In den 1990er Jahren nutzte insbesondere die Riot-Grrrl-Bewegung Zines als Plattform für feministische Stimmen und politische Perspektiven. Da sie einfach und kostengünstig herzustellen sind, bleiben Zines ein zugängliches Medium, das unabhängig von Verlagen, Galerien und Institutionen existieren kann. Zines werden zudem von Künstler*innen häufig als alternative Publikationsform und als eine Art mobiler Ausstellungsraum genutzt. Sie bieten Möglichkeiten, Werke zu verbreiten, neue Netzwerke aufzubauen und Kunst einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Frei von kommerziellen Zwängen und redaktionellen Erwartungen können Zines persönliche, experimentelle und politische Perspektiven zusammenbringen.

ÜBER DIE KÜNSTLERIN
Naomi Shintani Deibel (geb. 1994 in Karlsruhe, Deutschland) ist eine deutsche Künstlerin, die in Wien lebt und arbeitet.
Sie schloss ihr Diplomstudium an der Universität für Angewandte Kunst Wien ab und studierte zudem an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der Joshibi University of Art and Design und dem Chelsea College of Arts. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit feministischen Perspektiven auf Malerei und erweitert diese durch selbstgeschriebene Texte, Textilskulpturen und kollaborative Performances.
Ihre Arbeiten untersuchen die Beziehungen zwischen Bildern, Materialien, persönlichen Erinnerungen und gesellschaftlicher Prägung. Dabei versteht sie Malerei als einen offenen Prozess, in dem sich Bedeutungen, Materialien und Perspektiven kontinuierlich verschieben.

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