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12:00 Uhr

NO ICON IN ANOTHER WORLD:
ISABELLE GRAW UND KIM GORDON

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  • Online

  • Sprache Englisch
  • Preis Freier Eintritt mit RSVP

BOOK COVERS - NO ICON / IN ANOTHER WORLD © Rizzoli © Sternberg Press

Kim Gordon und Isabelle Graw im Gespräch über ihre jüngsten Buchveröffentlichungen, Kim Gordon: No Icon (Rizzoli, 2020) and In Another World: Notes, 2014–2017 (Sternberg Press, 2020).

Präsentiert vom Goethe-Institut Los Angeles und Skylight Books, in Zusammenarbeit mit Sternberg Press.

Beide Bücher sind bei Skylight Books Skylight Books erhältlich.

In einem Online-Gespräch werden die langjährigen Freundinnen Kim Gordon und Isabelle Graw den Bezug ihrer jeweiligen Neuerscheinungen zu aktuellen Interessen und vergangenen Projekten diskutieren. Obwohl beide Bücher unterschiedliche Herangehensweisen an die Form der Memoiren verfolgen, berühren sie ähnliche Themen, wie die Rolle der Kunst – das Schreiben, Malerei, Musik – bei der Verarbeitung von Verlust und plötzlicher Veränderung sowie der Überwindung tief verwurzelter Muster. Die Autorinnen reflektieren über den Prozess, die soziale Dimension der persönlichen Erfahrung im Schreiben festzuhalten, ohne dabei ihre emotionale Besonderheit zu verlieren.


Kim Gordon: No Icon (Rizzoli, 2020)
Dieses von Gordon kuratierte Sammelalbum bietet einen sehr persönliches und  eindrucksvolles Porträt von Gordons Leben, Kunst und Stil, das ihre Kindheit an kalifornischen Surfstränden in den 60er und 70er Jahren bis zur Kunst- und Musikszene in der Innenstadt von New York in den 80er und 90er Jahren, wo sie die einflussreiche Band Sonic Youth mitbegründet hatte, umfasst. Anhand von unveröffentlichten persönlichen Fotografien, Zeitungs- und Zeitungsausschnitten, Fashion-Editorials und Werbekampagnen, die mit Gordons Songtexten, Schriften, Kunstwerken, privaten Objekten und Ephemera durchwoben sind, zeigt dieses Buch wie Kim Gordon als Vorbild für Generationen von Frauen und Männern bleibt.

Photo Kim Gordon © David Black © David Black Kim Gordon ist US-amerikanische Musikerin, Sängerin, Songwriterin, Mitbegrüderin der einflssreichen Band Sonic Youth, sowie bildene Künstlerin und Schauspielerin. Ihr autobiografisches Memoir, Girl in a Band (2015) ist ein New York Times best seller. Als Künstlerin wurden Ihre Werke in Solo-austellungen im  Andy Warhol Museum in Pittsburgh und im Irish Museum of Modern Art in Dublin ausgestellt. Sie wird sie von der 303 Galerie in New York vertreten. 

In Another World: Notes, 2014–2017 (Sternberg Press, 2020)
In diesem Buch hält Isabelle Graw all die Erfahrungen und Gedanken fest, die nicht in ihre kunsthistorischen Texte einfließen, und verschmilzt auf originelle Weise Memoiren und Gesellschaftskritik. In elegant geschriebenen Miniaturen fängt Graw radikale politische, soziale und kulturelle Veränderungen ein, die zwischen 2014 und 2017 stattgefunden haben, und analysiert, wie diese Makroverschiebungen in ihr eigenes Leben hineinreichen. Sie spricht Themen an, die vom allgemeinen politischen Rechtsruck, wie er sich in Brexit und Trump zeigt, über #MeToo bis hin zu Männern mit Bärten und Balenciaga reichen. Während sie die Symptome einer Welt registriert, die sich eindeutig anders anfühlt, meditiert Graw auch über unwiederbringliche persönliche Verluste. Sie beschreibt, wie wir uns nach dem Tod unserer Eltern buchstäblich in einer anderen Welt wiederfinden. Mit dem Thema der Trauer als Leitmotiv ist In Another World ein Versuch, schmerzhafte Emotionen offenzulegen und zu analysieren. Nie zuvor hat sich Graw so direkt und offen an den Leser gewandt wie in diesen 159 Notizen.

Autorenfoto Isabelle Graw © Josephine Pryde © Josephine Pryde Isabelle Graw ist Herausgeberin der Zeitschrift Texte zur Kunst, die sie 1990 zusammen mit Stefan Germer gegründet hat, und Professorin für Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der Städelschule – Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt am Main. Zu ihren bisherigen Büchern gehören The Love of Painting: Genealogy of a Success Medium (2018), High Price: Art Between the Market and Celebrity Culture (2010) und Die bessere Hälfte: Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts (2003). Graw lebt in Berlin.