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18:00–20:00 Uhr, PT

Rote Sterne überm Feld

Filmvorführung mit Q&A|In Anwesenheit von Regisseurin Laura Laabs

  • Goethe-Institut San Francisco, San Francisco, CA

  • Sprache Englisch
  • Preis Kostenfrei und offen für alle

Frau schaut aus dem Fenster © The Playmaker Munich

Frau guckt aus dem Fenster © The Playmaker Munich

Seien Sie bei der Vorführung des genreübergreifenden historischen Mysterienfilm Rote Sterne überm Feld dabei, sowie beim anschließenden Gespräch mit der Regisseurin Laura Laabs. Der Film wird auf Deutsch mit englischen Untertiteln gezeigt, das anschließende Q&A findet auf Englisch statt. Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle.

Über den Film

Nach einer gewagten politischen Theateraktion im Reichstag flieht die linke Aktivistin Tine aus Berlin in ihre Heimatstadt Bad Kleinen, ein verschlafenes Dorf im ostdeutschen Hinterland. Ein Forschungsteam der Universität stört die Ruhe, als es ein gut erhaltenes Skelett aus dem Sumpf ausgräbt, was Tines Nachbarn—alte kommunistische Genossen ebenso wie junge Rechtsextreme—dazu veranlasst, über dessen Herkunft zu spekulieren. War er der vermisste Bruder von Wehrmachtssoldaten? Oder der Vorarbeiter einer Kolchose? Vielleicht ein Ermittler auf der Jagd nach Militanten der Roten Armee Fraktion? Tines immer tiefere Verwicklung in die Ermittlungen schickt sie auf eine rasante Reise durch die letzten hundert Jahre deutscher Geschichte.

Ausgehend von vielfältigen filmischen und historischen Bezügen—unter anderem das öffentlich-rechtliche Fernsehen der 70er Jahre, sozialistische Volkslieder und Zitate von Walter Benjamin— präsentiert Rote Sterne überm Feld Deutschlands Vergangenheit und Gegenwart als ein einfallsreiches, energiegeladenes Patchwork aus persönlichen Ambitionen, lokalen Kontroversen, Massenbewegungen und den Geheimnissen, die all dem zugrunde liegen.

Über Laura Laabs

Laura Laabs wurde 1985 in Ostberlin geboren. Sie studierte Politik, Kulturwissenschaften und Journalismus in Berlin, Potsdam und Paris sowie Filmregie an der Filmhochschule Konrad Wolf in Babelsberg. Ihr erster Dokumentarfilm Spinach and Sugar porträtierte ihre jüdische Großmutter Sibylle Gerstner, die Malerin, Schriftstellerin und Gründerin des legendären ostdeutschen Modemagazins Sibylle war. Laabs’ zweiter Film Volksbühne wurde auf der Biennale des bewegten Bildes in Frankfurt mit dem Emerging Talent Award ausgezeichnet. Neben der Realisierung von Installationen, Musikvideos und Werbespots schreibt Laabs für wissenschaftliche und literarische Publikationen, wie beispielsweise die Anthologie Aufzeichnungen zu Frauen und Film (Schüren Verlag). Sie leitet Workshops an der Deutschen Kinemathek, der Komischen Oper Berlin und der Filmhochschule Konrad Wolf. Als Mitbegründerin des feministischen Filmkollektivs r.O.K.S. entwickelte sie die Reihe Herstory, die deutsche Literaturklassiker aus einer weiblichen Perspektive neu schreibt.