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18:30 Uhr
Filmvorführung "Über-Ich und Du"
Filmreihe|Filmvorführung im Rahmen der Reihe "Neues Kino aus Deutschland"
-
Veranstaltungssaal des Goethe-Instituts Taschkent, Taschkent
- Sprache Deutsch
- Preis Eintritt frei
Benjamin Heisenberg, Deutschland, 2014, 94 Min.
Usbekistan-Premiere
Booklet
Genre: Komödie
Premiere: Berlinale 2014 (Panorama)
Herausragend: Hauptdarsteller André Wilms und Georg Friedrich
Die Unzertrennlichen
Kleinganove Nick muss untertauchen und landet auf einen Tipp hin in der unbewohnten Villa von Psychologie-Kapazität Kurt Ledig. Statt eines leeren Hauses trifft er jedoch auf Ledigs Tochter, die ihn für den angeforderten Hauswart hält. Nick spielt kaltschnäuzig mit und wird, als der leicht altersschwache Ledig sich in letzter Minute entscheidet, doch nicht auszuziehen, kurzerhand als sein Betreuer engagiert.
Während Nick den alten Mann zunächst wie ein lästiges Haustier behandelt, fügt sich Ledig in sein Schicksal und beginnt, Nick, anfangs heimlich, auf höchst eigentümliche Art zu therapieren...
Nach zwei Dramen, von denen das erste, SCHLÄFER, 2015 bei „Neues Kino aus Deutschland“ in Taschkent zu sehen war, spielt Benjamin Heisenberg in ÜBER-ICH UND DU leichthändig mit dem Genre der Verwechslungskomödie und zeichnet die missmutige Annäherung seiner beiden Protagonisten mit viel Liebe zum Detail und in köstlichen Dialogen.
Interview mit Regisseur Benjamin Heisenberg
Erstmal herzliche Grüße an alle Zuschauer in Taschkent - es ist mir eine grosse Ehre, dass der Film in Usbekistan gezeigt wird und ich freue mich über alle Formen der Reaktionen, ob via Stefan, oder via Facebook etc.
Welche Erlebnisse hattest Du mit ÜBER-ICH UND DU auf internationalen Festivals?
Es heißt ja, Humor reist nicht, gibt es Konstanten in den Publikumsreaktionen oder sind Dir kulturelle Barrieren aufgefallen?
ÜBER-ICH UND DU ist mittlerweile weltweit auf Festivals gewesen. Er wird als untypische "Deutsche Komödie" gesehen und funktioniert ziemlich gut in sehr unterschiedlichen Humor-Regionen. Das ist wohl so, weil er relativ verschiedene Formen von Humor vereint und eher leise, bzw. auch immer wieder hintergründig daher kommt. Auch wird der Umgang mit dem Nazi-Thema und mit Psychologie als angenehm entspannt empfunden.
Was bedeutet Dir ÜBER-ICH UND DU im Nachhinein, was sind die wichtigsten Erfahrungen, die Du aus Deiner Arbeit an dem Film gewonnen hast?
ÜBER-ICH UND DU war für mich ein ganz wichtiger Film, der mir ganz neue Aufgaben gestellt hat. Ich wusste von den sehr unterhaltsamen Erlebnissen meines Freundes und Co-Autoren Josef Lechner mit einem alten, gebildeten Herren, und es reizte mich schon lange, darüber eine Komödie zu machen, ich hatte aber keine Erfahrung mit dem Inszenieren von komischen Situationen. Andererseits habe ich vieles sehr viel spielerischer angegangen als bei den Filmen vorher, und das war eine sehr spannende und auch beglückende Erfahrung.
Auch die Drehbucharbeit mit meinem Co-Autor war sehr inspirierend. Es kam eine Art assoziatives Schreiben zustande, die ganz anders funktionierte als bei meinen früheren Filmen.
Während des Drehs war die Arbeit mit den Schauspielern für mich das grösste Erlebnis, weil ich erst richtig begriffen habe, wie stark die Komödie vom Ausdruck des einzelnen Schauspielers, der Schauspielerin lebt und was für ein Geschenk meine Schauspieler waren, die ein Talent dazu haben, vor der Kamera in dieser Hinsicht kreativ zu werden. Zuletzt war es auch eine wirkliche Bereicherung, den sehr zeitintensiven Schnitt mitzuerleben. Dabei wurde mir auch klar, dass ein guter Cutter die Komik massgeblich mitbestimmen kann, wirklich als Erzähler denken muss und ein ganz genaues Verständnis für Timing und den Charakter des Humors haben muss, die ein Film ansteuert. Vor allem Andreas Wodraschke, der den Film fertig geschnitten hat, war in dieser Hinsicht wirklich phantastisch und ich habe viel von ihm über Schnitt an Komödien gelernt.
Bio-Filmografie Benjamin Heisenberg
1974 geb. in Tübingen 1993-2000 Studium der freien Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste 1998-2005 Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München 1998 gründet er zusammen mit Christoph Hochhäusler und Sebastian Kutzli die Filmzeitschrift „Revolver“, die sich zu einer der cineastisch bedeutsamsten Publikationen Deutschlands entwickelt hat. In deren Umfeld ensteht ein Netzwerk von Filmemachern, das später als „Berliner Schule“ („Nouvelle Vague Allemande“) bezeichnet wird 2003 Drehbuch MILCHWALD (zusammen mit Christoph Hochhäusler) 2005 Langfilmdebüt SCHLÄFER (Cannes, Un Certain Regard) 2010 DER RÄUBER (Berlinale, Wettbewerb) 2014 ÜBER-ICH UND DU (Berlinale, Panorama)
Usbekistan-Premiere
Genre: Komödie
Premiere: Berlinale 2014 (Panorama)
Herausragend: Hauptdarsteller André Wilms und Georg Friedrich
Die Unzertrennlichen
Kleinganove Nick muss untertauchen und landet auf einen Tipp hin in der unbewohnten Villa von Psychologie-Kapazität Kurt Ledig. Statt eines leeren Hauses trifft er jedoch auf Ledigs Tochter, die ihn für den angeforderten Hauswart hält. Nick spielt kaltschnäuzig mit und wird, als der leicht altersschwache Ledig sich in letzter Minute entscheidet, doch nicht auszuziehen, kurzerhand als sein Betreuer engagiert.
Während Nick den alten Mann zunächst wie ein lästiges Haustier behandelt, fügt sich Ledig in sein Schicksal und beginnt, Nick, anfangs heimlich, auf höchst eigentümliche Art zu therapieren...
Nach zwei Dramen, von denen das erste, SCHLÄFER, 2015 bei „Neues Kino aus Deutschland“ in Taschkent zu sehen war, spielt Benjamin Heisenberg in ÜBER-ICH UND DU leichthändig mit dem Genre der Verwechslungskomödie und zeichnet die missmutige Annäherung seiner beiden Protagonisten mit viel Liebe zum Detail und in köstlichen Dialogen.
Interview mit Regisseur Benjamin Heisenberg
Erstmal herzliche Grüße an alle Zuschauer in Taschkent - es ist mir eine grosse Ehre, dass der Film in Usbekistan gezeigt wird und ich freue mich über alle Formen der Reaktionen, ob via Stefan, oder via Facebook etc.
Welche Erlebnisse hattest Du mit ÜBER-ICH UND DU auf internationalen Festivals?
Es heißt ja, Humor reist nicht, gibt es Konstanten in den Publikumsreaktionen oder sind Dir kulturelle Barrieren aufgefallen?
ÜBER-ICH UND DU ist mittlerweile weltweit auf Festivals gewesen. Er wird als untypische "Deutsche Komödie" gesehen und funktioniert ziemlich gut in sehr unterschiedlichen Humor-Regionen. Das ist wohl so, weil er relativ verschiedene Formen von Humor vereint und eher leise, bzw. auch immer wieder hintergründig daher kommt. Auch wird der Umgang mit dem Nazi-Thema und mit Psychologie als angenehm entspannt empfunden.
Was bedeutet Dir ÜBER-ICH UND DU im Nachhinein, was sind die wichtigsten Erfahrungen, die Du aus Deiner Arbeit an dem Film gewonnen hast?
ÜBER-ICH UND DU war für mich ein ganz wichtiger Film, der mir ganz neue Aufgaben gestellt hat. Ich wusste von den sehr unterhaltsamen Erlebnissen meines Freundes und Co-Autoren Josef Lechner mit einem alten, gebildeten Herren, und es reizte mich schon lange, darüber eine Komödie zu machen, ich hatte aber keine Erfahrung mit dem Inszenieren von komischen Situationen. Andererseits habe ich vieles sehr viel spielerischer angegangen als bei den Filmen vorher, und das war eine sehr spannende und auch beglückende Erfahrung.
Auch die Drehbucharbeit mit meinem Co-Autor war sehr inspirierend. Es kam eine Art assoziatives Schreiben zustande, die ganz anders funktionierte als bei meinen früheren Filmen.
Während des Drehs war die Arbeit mit den Schauspielern für mich das grösste Erlebnis, weil ich erst richtig begriffen habe, wie stark die Komödie vom Ausdruck des einzelnen Schauspielers, der Schauspielerin lebt und was für ein Geschenk meine Schauspieler waren, die ein Talent dazu haben, vor der Kamera in dieser Hinsicht kreativ zu werden. Zuletzt war es auch eine wirkliche Bereicherung, den sehr zeitintensiven Schnitt mitzuerleben. Dabei wurde mir auch klar, dass ein guter Cutter die Komik massgeblich mitbestimmen kann, wirklich als Erzähler denken muss und ein ganz genaues Verständnis für Timing und den Charakter des Humors haben muss, die ein Film ansteuert. Vor allem Andreas Wodraschke, der den Film fertig geschnitten hat, war in dieser Hinsicht wirklich phantastisch und ich habe viel von ihm über Schnitt an Komödien gelernt.
Bio-Filmografie Benjamin Heisenberg
1974 geb. in Tübingen 1993-2000 Studium der freien Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste 1998-2005 Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München 1998 gründet er zusammen mit Christoph Hochhäusler und Sebastian Kutzli die Filmzeitschrift „Revolver“, die sich zu einer der cineastisch bedeutsamsten Publikationen Deutschlands entwickelt hat. In deren Umfeld ensteht ein Netzwerk von Filmemachern, das später als „Berliner Schule“ („Nouvelle Vague Allemande“) bezeichnet wird 2003 Drehbuch MILCHWALD (zusammen mit Christoph Hochhäusler) 2005 Langfilmdebüt SCHLÄFER (Cannes, Un Certain Regard) 2010 DER RÄUBER (Berlinale, Wettbewerb) 2014 ÜBER-ICH UND DU (Berlinale, Panorama)
Ort
Veranstaltungssaal des Goethe-Instituts Taschkent
Goethe-Institut Usbekistan
Amir Temur Str 42
100000, Taschkent
Usbekistan
Goethe-Institut Usbekistan
Amir Temur Str 42
100000, Taschkent
Usbekistan