Literatur / Übersetzung Übersetzen als Neu-Dichtung

Pedro Vicuña Foto: Pedro Vicuña

27.09.2018

Bibliothek des Goethe-Instituts

Avenida Corrientes 319
C 1043 AAD Buenos Aires

Jorge Fondebrider im Gespräch mit Pedro Ignacio Vicuña.

27. September, 19 Uhr. Eintritt frei.

Wenn man übersetzt, überträgt man in die eigene Sprache, was jemand anderes zuvor in einer anderen Sprache ausgedrückt hat. Dabei stellen Übersetzungen je nach Art des Textes durchaus unterschiedliche Herausforderungen dar. Im Falle von Theaterstücken geht es um Personen, die sprechen, und die Übersetzerin oder der Übersetzer muss dies berücksichtigen. Bei der Poesie dagegen sind die Texte sehr dicht und bedeutungsstark – hier kommen bei der Übersetzung zahlreiche weitere Faktoren hinzu und dies erfordert einen eigenständigen kreativen Prozess.
 
Pedro Ignacio Vicuña (geboren 1965 in Santiago de Chile ) ist Schauspieler, Dichter und Übersetzer. Zwischen 1974 und 1979 lebte er in Griechenland und anschließend auf Zypern. Nach einem Aufenthalt in Venedig kehrte er 1986 nach Chile zurück. Er studierte am griechischen Nationaltheater in Athen, führte bei diversen Theaterstücken Regie und veröffentlichte zahlreiche Lyrik-Bände: Fataj, Athen 1979; Estatuto del Amor, Zypern 1980; Perix ton Teikhon (griechische Gedichte), Zypern 1981; Notas de Viaje, Chile 1988; Fragmenta Memoriae, Chile 1995; Famagusta, Chile 1999, ausgezeichnet mit dem “Premio Alerce de la Sociedad de Escritores de Chile”; Bitácora del Otro Mar, Chile 2011.

Seine Übersetzungen umfassen griechische Poesie (Werke von Giorgos Seferis sowie Odysseas Elytis) und weitere Lyrik-Übersetzungen, die er u.a. im Auftrag der UNESCO anfertigte und die meist bei chilenischen Verlagen publiziert wurden. Zudem übersetzte er Las Suplicantes von Eurípides (Chile 2013).
Darüber hinaus schrieb er die Theaterstücke Los Jerarcas, Que me Vengan a Buscar und María versus Callas – letzteres wurde auch in Griechische übersetzt.

Pedro Ignacio Vicuña ist zudem Dozent für Theatergeschichte und -philosophie. In diesem Kontext übersetzte er Auszüge aus Werken der klassischen griechischen Dichter Sappho, Archilochos und Alkaios (bisher noch nicht veröffentlicht) und bereitet derzeit eine Serie von Gedichtbänden griechischer Lyriker der “ersten griechischen Nachkriegsgeneration”.
 

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