|

19:00–20:00 Uhr, CET

Kleine Geschichte des Camp im queeren Kino

Vortrag|Die Rosa von Praunheim Edition

Petite histoire du camp | Rosa von Praunheim Edition Rosa von Praunheim

Rosa von Praunheim: Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt Rosa von Praunheim | Missing Films

VORTRAG

Kleine Geschichtedes Camp im queeren Kino: Die Rosa von Praunheim Edition
Eine kuratorische Einführung von ladestructiondesespacesvides
Altersbeschränkung: ab 16 Jahren

Rosa von Praunheim hat den schlechten Geschmack zu seiner schärfsten politischen Waffe gemacht. Entdeckt in acht Filmvorführungen und einem Vortrag sein Kino, in dem Camp – in Pappmaché, DIY, Obszönität, Drag oder Musical – einer radikalen queeren Emanzipation dient. 

Eng verbunden mit der Geschichte des Drag und davor mit der schwulen Subkulturim modernen England ist Camp eine parodistische Praxis, in der Übertreibung und schlechter Geschmack als Taktiken des queeren Widerstands verstanden werden. Camp verzerrt die ästhetischen und moralischen Konventionen der Mainstream-Kultur bis zum Äußersten. Es verspottet die christliche Ikonografie, entwertet die Porträts der Kernfamilie, verhöhnt den Kapitalismus und die Konsumgesellschaft. Es macht sich zum Reich der Ausgestoßenen und Verworfenen und hat eine Vorliebe für monströse, karnevaleske oder gotische Themen, wobei es manchmal in Formen der Exotisierungoder des Orientalismus abgleitet.

FILME IM GESPRÄCH

Anita
Die Bettwurst,
Berliner Bettwurst
Unsere Leichen leben noch
Stadt der verlorenen Seelen
Horror Vacui: Die Angst vor der Leere
Ein Virus kennt keine Moral
Überleben in New York