Filmvorführung
"Exil Shanghai" von Ulrike Ottinger

GOETHE FILMS: Ulrike Ottinger in Asien

TIFF Bell Lightbox

Exile Shanghai c Ulrike Ottinger
Reihe kopräsentiert von Inside Out, MUFF Society & Reel Asian Film Festival

Ulrike Ottinger, die große Dame des deutschen Avantgarde-Films und die "Nomadin des Filmemachens", hat während ihrer fünf Jahrzehnte langen Karriere vielfach in Asien gearbeitet. Ottingers Filme folgen ihrer abenteuerlichen Neugierde, kombinieren Fakt und Fiktion und kreieren so ein einzigartiges poetisches Bild. Die drei Filme JOHANNA D’ARC OF MONGOLIA (1989), EXIL SHANGHAI (1997) und UNTER SCHNEE (2011), die vom Goethe-Institut präsentiert werden, folgen Frauen in der Mongolei, im Exil Lebenden in Shanghai und Kabuki-Künstlern in Japan.
 
Exil Shanghai (Deutschland/Israel 1997, 275 Min), Dokumentarfilm, Drehbuch und Regie von Ulrike Ottinger
 
Premiere: Berlinale 1997 Internationales Forum des Jungen Films
 
Festivals 1997: München, New York, Toronto

Sechs Lebensläufe deutscher, österreichischer und russischer Juden, die sich im gemeinsamen Fluchtpunkt Shanghai kreuzen. Mit Erzählungen, Fotos, Dokumenten und neuen Bildern folgt der Dokumentarfilm ihrem Leben in der größten Metropole des Fernen Ostens. Die zum Film verschmelzenden dokumentarischen Episoden über die vielen widersprüchlichen und gegensätzlichen Geschichten und Bevölkerungen formen einen überraschend neuen Blickwinkel, in dem das historische Exil aktuelle Brisanz gewinnt.

“Fazinierend und mit viel trockenem Humor; EXIL SHANGHAI ist eine herausragende kulturelle Odyssey, die auf liebevolle Weise den Verlust der jüdischen Welt in Shanghai, die schönste Stadt des Fernen Ostens, darstellt." (Berlinale)
 
Ulrike Ottinger (geboren 1942 in Konstanz) studierte von 1959-1961 Kunst in München. Ab 1962 lebte sie in Paris und arbeitete als freie Künstlerin und Fotografin. Seit 1973 lebt sie in Berlin und ist dort Mitglied der Akademie der Künste und der Europäischen Filmakademie. Ottinger ist seit ihrem Debut in den frühen 1970er Jahren eine einzigartige und provaktive Stimme des Deutschen Kinos. Bis heute hat sie 24 Filme gedreht, darunter auch fiktionale Langfilmprojekte und experimentelle Dokumentarfilme. Ihre Filme stehen für Radikalität, nicht nur im Sinne der Handlung, sondern auch in Bezug auf den Umgang mit Sexualität und Geschlechtern. Ottinger schreibt ihre eigenen Drehbücher, ist vielfach selbst die Kamerafrau und entwirft zudem die häufig kunstvollen Kulissen und aufwendigen Kostüme, die in ihren Filmen zur Schau kommen. In ihrer Karriere als Künstlerin hat Ottinger ebenfalls als Fotografiin gearbeitet. "China. Die Künste - Der Alltag" (1985), “Taiga” (1991/1992), “Seoul Women Happiness” (2008) und “Die koreanische Hochzeitstruhe” (2008), sind weitere "Asien" Filme Ottingers. 2011 wurde Ottingers künstlerisches Schaffen in zwei großen Einzelausstellungen und Retrospektiven ihrer Filme gefeiert; zudem erhielt sie den Hannah-Höch-Preis und den Special Teddy Queer Film Award der Berlinale 2012. Sie arbeitet derzeit an dem nächsten Film "Paris Calligrammes", der 2018 erscheinen soll.

Film co-präsentiert von Toronto Jewish Film Society & Toronto Jewish Film Foundation

Toronto Jewish Film Society ©   Toronto Jewish Film Society

 



Toronto Jewish Film Foundation Logo

Alle GOETHE FILMS sind freigegeben ab 18 Jahren

Teil des Goethe-Institut Schwerpunkts Deutscher Film


03/01 | 18:30 Uhr | "Unter Schnee" von Ulrike Ottinger
03/01 | 21:30 Uhr | "Ulrike Ottinger - Die Nomadin vom See" von Brigitte Kramer
03/08 | 18:30 Uhr | "Johanna d’Arc of Mongolia"  von Ulrike Ottinger
 

Details

TIFF Bell Lightbox

350 King St. W.
Toronto

Sprache: mit englischen Untertiteln
Preis: $10, Verkauf persönlich oder per Telefon am Tag der Vorführung bei der TIFF Bell Lightbox oder online
+1 888 5998433
jutta.brendemuehl@goethe.de