Clip Battle Science Fiction zwischen Ideen und Träumen

Filmstill von „Art Girls“ © Robert Bramkamp

Sa, 30.03.2019

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Veranstalter: Goethe-Institut China
Partner: Future Affairs Administration
Zeit: 30.03.2019, 19:15 – 20:15
Ort: Goethe-Institut China
Gäste: Robert Bramkamp, Lin Pin, Georg Seeßlen, Susanne Weirich, Xun
Sprache: Deutsch und Chinesisch mit simultaner Übersetzung
Eintritt frei
 
Wie sehen Roboter aus und wozu sind sie fähig? Und wie ist es mit Aliens? Vor welche Probleme stellt uns die digitale Technologie? Wie wird unsere zukünftige Gesellschaftsstruktur sein? Wie und wo leben wir in Zukunft?
 
Dies sind einige der Fragen, die Sci-Fi-Filme stellen und exemplarisch beantworten. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Science Fiction zwischen Ideen und Träumen“ präsentieren deutsche und chinesische Filmemacher*innen und Kritiker*innen am 30. März 2019 dem Publikum vielfältige Antworten und persönliche Ansichten dazu in einem spannenden Format, dem „Clip Battle“. Als offener Dialog angelegt lädt unser „Clip Battle“ auch Sie herzlich ein, an dieser visuellen Präsentation teilzunehmen.
 
Das “Clip Battle” ist ein Dialog oder eine Diskussion von zwei oder auch mehr Teilnehmer*innen, die anstelle von bloßer Theorie kurze Clips, Bilder oder andere Beispiele aus Filmen vorstellen. Dieser bildhafte Dialog folgt einer motivischen Struktur, ist jedoch kein schriftlich ausgearbeiteter Vortrag. Die Präsentation der Clips erfolgt spontan und in einer Struktur von Frage-Antwort – sie kann auch in Vergleichen und Parallelführungen erfolgen, beispielsweise bei Bildern von künftigen Kontrollstrukturen oder der Frage nach dem post-humanen Menschen. Das „Clip Battle“ verbindet Filmtheorie und –geschichte mit persönlicher Perspektive – und ist zugleich ein unterhaltsames Format.
 
Teilnehmende

Robert Bramkamp studierte Germanistik und Kunst (Filmklasse) in Münster. Er dreht seit 35 Jahren erzählende Filme, in denen das Verhältnis von Fakt und Fiktion unkonventionelle Verbindungen ermöglicht, darunter „Der Himmel der Helden“ (1988), „Die Eroberung der Mitte“ (1995), „Prüfstand 7“ (2000) und „Art Girls“ (2014). Seine Filme liefen auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals. Er ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Kultur und Raumfahrt e.V. Bramkamp lehrte am Pasadena Art Center und von 1998 bis 2005 an der HFF Konrad Wolf Spielfilmregie. Seit 2008 ist er Professor für experimentellen Film an der HfbK-Hamburg. 2013 organisierte er den filmpolitischen Kongress „Offensiv Experimentell“. Seit 1988 kooperiert er mit der Künstlerin Susanne Weirich, mit der er 2009 die IFF-Hamburg (Institut Forschender Film GmbH) gründete, um den SciFi-Kinofilm „Art Girls“ zu produzieren – 2015 im Kino und auf DVD und im TV als Spin Off „Neue Natur“. 2017 hatte der von Bramkamp initiierte erzählerische HFBK-Kollektivfilm „Dazu den Satan zwingen“ Premiere in der Akademie der Künste, Berlin.
 
Lin Pin, Dozentin am Institut für Literaturwissenschaft der Capital Normal University, promovierte am Fachbereich für chinesische Literatur der Peking-Universität. Mehr als 30 ihrer Artikel erschienen in „Literature and Art Studies“, „Cultural Studies“, „Exploration and Contention“ sowie in „Intercultural Dialogue“. Zudem veröffentlichte sie das Buch „My Harry Potter: Harry and the 7 Big Guesses“ und leitet auf Douban den Kurs „Introduction to the Four Great Works of Fantasy Literature“.
 
Georg Seeßlen ist Autor, Feuilletonist, Cineast sowie Film- und Kulturkritiker. Seine Kritiken einzelner Filme sowie seine Bücher sind stets auch kritische Auseinandersetzungen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. In neueren Veröffentlichungen wie „Orgasmus und Alltag“ setzt sich Seeßlen auch mit dem Fernsehen auseinander, außerdem mit aktuellen politischen Ereignissen und Prozessen. Er war Dozent an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland und arbeitet als freier Autor u. a. für „epd Film“, „Frankfurter Rundschau“, „Der Tagesspiegel“, taz und „Die Zeit“. 
 
Susanne Weirich lebt und arbeitet in Berlin und Essen. Sie studierte in Münster Literaturwissenschaft und Freie Kunst, und lehrte an der HFBK Hamburg und dem Pasadena Art Center, LA. Seit 2011 hat sie die Professur für Dreidimensionales Gestalten und Medien am Institut für Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Duisburg-Essen inne. Für ihre Projekte erhielt sie verschiedene Auszeichnungen wie beispielsweise jeweils das Medienkunststipendium vom Edith Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg (2000) sowie des Landes NRW (2008). Das Kunsthaus Zürich richtete bereits 1999 eine Werkschau ihrer Arbeiten aus. Ihre Installationen waren international zudem in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen – dazu zählen unter anderem „Tokyo Rose“ (1999, Nationalgalerie Berlin), „Trostspender“ (2002, Haus der Kunst, München), „Angels in Chains“ (2006, Hamburger Kunsthalle), „Chinese Boxes“ (2014, Essen), und „La Riffa“ (2017, Museum Braunschweig) sowie auf der 10. Bienal Internacional de Arte SIART, Bolivien (2018). Im Jahr 2014 kam zudem der von ihr gemeinsam mit Robert Bramkamp produzierte Film „Art Girls“ mit einer Werkschau ihrer medialen Arbeiten bundesweit in die deutschen Kinos.

Xun, Science-Fiction-Designerin, Master of Graphics- and Mediadesign an der School of Communication der University of the Arts (London), Design-Director der Future Affairs Administration (FFA), Chefin für Visual Design der Asia-Pacific Science Fiction Conference (APSCcon) sowie Chefdesignerin und Illustratorin der Buchreihe Mook „time – non-exist“.

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