Konzert Heroines of Sound: Midori Hirano

Midori Hirano © Midori Hirano

Fr, 02.07.2021

Anfang Juli wird das elektroakustisches Stück von Midori Hirano, das im Rahmen des Residenzaufenthalts dieser Künstlerin im Elektronik-Studio Radio Belgrads entstanden ist, auf dem Festival Heroines of Sound in Berlin sowie über das Dritte Programm Radio Belgrads präsentiert.



Im Juni hat Midori Hirano eine Woche lang in diesem Studio, das ein äußerst seltenes Exemplar des Synthesizers EMS Synthi 100 besitzt, gearbeitet. Dieses Projekt, das genauso wie das oben genannte Festival die Arbeit von Künstlerinnen im Bereich elektronischer Musik unterstützt, stellt die letzte Etappe des Elektronischen Studios dar, das von 2016 bis 2021 von Svetlana Maraš als erster und bislang einziger Frau geleitet wurde. Der Gastaufenthalt von Midori Hirano ist ein Partnerprojekt des Elektronischen Studios und des Festivals Heroines of Sound, das vom Goethe-Institut Belgrad unterstützt wird.



Midori Hirano ist eine japanische Musikerin, Komponistin und Produzentin. Sie wurde in Kyoto geboren und lebt seit 2008 in Berlin. Schon als Kind begann sie mit dem Klavierunterricht, später studierte sie Klavier an der Musikhochschule. Daher sind bei ihren Produktionen stets akustische Instrumente wie Klavier, Streichinstrumente oder Gitarre präsent. Dabei bleibt dennoch ihr experimenteller Charakter erhalten, sodass sie eine eklektische Mischung aus modernen digitalen Sounds mit subtiler elektronischer Bearbeitung und Field Recordings darstellen.

Ihre ersten beiden Alben wurden bei noble records veröffentlicht. Mit ihrem zweiten Album „klo:yuri“ (2008) entwickelte sie ihren Sound weiter und wurde von verschiedenen Medien, u.a. vom TIME Magazin , BBC Radio und FACT Magazine äußerst positiv rezensiert. In den folgenden Jahren trat Midori an diversen Orten und auf zahlreichen Festivals wie Club Transmediale, Heroines of Sound Festival, Erased Tapes Sound Gallery, L.E.V. Festival, Boiler Room Berlin und Wonderfruit Festival auf. Zu den bisher neun Solo-Alben und zahlreichen Single-Track-Veröffentlichungen gehören auch die Werke, die sie unter ihrem anderen Spitznamen MimiCof geschaffen hat, in denen sie die Gefilde der experimentellen Musik und der detaillierten rhythmischen Muster erkundet, kombiniert mit der Idee, melodische Formen und Harmonien zu schaffen. Ihre jüngsten Arbeiten wurden von Labels wie Sonic Pieces, Daisart, Alien Transistor, raster-media, 7k! Music und Longform Editions veröffentlicht.

Neben der Produktion ihrer eigenen Werke komponiert sie Musik für Filme, Videoinstallationen und Tanzperformances. Die Filme, für die sie Auftragsmusik komponiert hat, wurden u.a. auf der Berlinale, dem SXSW-Filmfestival und dem International Documentary Film Festival Amsterdam gezeigt.

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