Übersetzungsförderung

Übersetzungsförderung Foto: Goethe-Institut/Marija Piroški

Das Förderprogramm des Goethe-Instituts „Übersetzungen deutscher Bücher in eine Fremdsprache“ unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur. Damit sollen einem nicht-deutschsprachigen Leserkreis aktuelle Werke der Gegenwartsliteratur, Bücher für Kinder und Jugendliche, wichtige wissenschaftliche Titel und Sachbücher zugänglich gemacht werden.

Das Programm dient kulturpolitischen Zielen und ist ein wichtiges Steuerungsinstrument der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

In den fast 40 Jahren seines Bestehens wurde die Veröffentlichung von rund 6.000 Büchern in 45 Sprachen finanziell unterstützt.

Das Goethe-Institut Ihres Landes gibt eine Stellungnahme zu Ihrer Bewerbung ab. Wenn es die Förderung Ihres Projekts befürwortet, sendet es seine Empfehlung an die Zentrale des Goethe-Instituts in München. Dort legt ein Ausschuss die Höhe der Fördersumme fest. Der Ausschuss tritt viermal jährlich zu folgenden Terminen zusammen:


Der Ausschuss tritt viermal jährlich zu folgenden Terminen zusammen:
  • Anfang Februar: Bewerbungsschluss 1. Dezember
  • Ende April: Bewerbungsschluss 1. März
  • Ende Juli: Bewerbungsschluss 1. Juni
  • Anfang November: Bewerbungsschluss 15. September
Über Bewerbungen zu Sachbüchern und geisteswissenschaftlichen Werken entscheidet der Ausschuss nur in seinen Sitzungen im Februar und im Juli.
  1. Verlage als Bewerber: Berechtigt zur Bewerbung sind ausschließlich die ausländischen Verlage. 
     
  2. Publizierte Werke: Gefördert werden Übersetzungen von Werken deutscher Autorinnen und Autoren, die in gedruckter Form bei einem Verlag im deutschen Sprachraum publiziert sind. 
     
  3. Übersetzung aus dem Original: Die Übersetzung muss aus dem deutschen Originaltext vorgenommen werden. 
     
  4. Erscheinungstermin der Übersetzung: Es können nur solche Projekte berücksichtigt werden, die sich zum Zeitpunkt des Abschlusses des Fördervertrags noch nicht im Stadium der Drucklegung befinden.
     
  5. Zuschuss zu den Übersetzungskosten: Im Falle einer Förderung erstattet das Goethe-Institut dem ausländischen Verlag nach Erscheinen der Fremdsprachenausgabe einen Anteil der Übersetzungskosten. Eine vollständige Übernahme der Übersetzungskosten sowie die Finanzierung von Lizenz-, Druck- oder Redaktionskosten sind nicht vorgesehen. 
     
  6. Nennung des Goethe-Instituts und Abdruck des Logo: Der ausländische Verlag ist verpflichtet, im Impressum das Goethe-Institut als Förderer zu nennen und das Logo des Goethe-Instituts abzudrucken. Sollte er dies versäumen, wird die Fördersumme nicht ausgezahlt. 
     
  7. Übersetzerhonorar: Im Falle einer Förderung können für die Festlegung der Fördersumme nur solche Honorare herangezogen werden, die der Übersetzer spätestens bei Erscheinen der Übersetzung ausgezahlt bekommt. 
     
  8. Übersetzung als E-Book in Onleihe: Übersetzungen, die auch als E-Book erscheinen, möchte das Goethe-Institut in seiner Onleihe für angemeldete Nutzer zur Ausleihe zur Verfügung stellen. Der ausländische Verlag verpflichtet sich, dem Goethe-Institut die Übersetzung im epub-Format zur Verfügung zu stellen.
Bitte finden Sie hier das Logo des Goethe-Instituts zum Abdruck in geförderten Übersetzungen:
 

 

In den letzten Jahren haben wir folgende Übersetzungen in Serbien und Montenegro gefördert:

Kant, Immanuel 
Metafizika prirode / übers. von Goran Rujević, Damir Smiljanić, Milan Soklić. – Novi Sad : Akademska knjiga, 2016. – 346. S.
(Biblioteka Physis)
ISBN 978-86-6263-106-0
Originalsacht.: Ausgewählte Schriften <serb.>

Kant, Immanuel 
Metafizika morala / übers. von Dušica Guteša. - Sremski Karlovci ; Novi Sad : Izdavačka knjižarnica Zorana Stojanovića, 1993. - 300 S. 
(Biblioteka Nomos) 
ISBN 86-7543-036-1 
Originalsacht.: Metaphysik der Sitten <serb.> 

Nietzsche, Friedrich 
O budućnosti naših obrazovnih ustanova / übers. von Dušan Janić. - Sremski Karlovci ; Novi Sad : Izdavačka knjižarnica Zorana Stojanovića, 1997. - 131 S. 
(Biblioteka Elementi ; 36) 
Originalsacht.: Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten <serb.> 

Nietzsche, Friedrich 
Spisi o grčkoj knjževnosti i filozofiji / übers. von Tomislav Bekić - Sremski Karlovci ; Novi Sad : Izdavačka knjižarnica Zorana Stojanovića, 1998. - 249 S. 
(Biblioteka Evropski klasici : nemački pisci) 
Originalsacht.: Schriften zu Literatur und Philosophie der Griechen <serb.> 

Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph 
Forma i princip filozofije : rani spisi / übers. von Danilo N. Basta. - Beograd : Nolit, 1988. - 236 S. 
(Filozosfska biblioteka) 
[Form und Prinzip der Philosophie (Auswahl aus den Jugendschriften) <serb.>] 
ISBN 86-19-01581-8

Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph 
Spisi iz filozofije umetnosti / übers. von Olga Kostrešević. - Sremski Karlovci ; Novi Sad : Izdavačka knjižarnica Zorana Stojanovića, 1991. - 289 S. 
(Bibliotheka Theoria ; 17) 
ISBN 86-7543-022-1 
Originalsacht.: Zur Philosophie der Kunst <serb.> 

Schiller, Friedrich
O LEPOM / übers. von Strahinja Kostić. – Beograd : Book & Marso, 2007. – 291 S.
ISBN 978-86-7748-073-8
Originalsacht.: Ästhetische Schriften <ser.>

Winckelmann, Johann Joachim 
Istorija drevne umetnosti / übers. von Drinka Gojković. - Sremski Karlovci ; Novi Sad : Izdavačka knjižarnica Zorana Stojanovića, 1996. - 251 S. 
(Biblioteka Elementi ; 35) 
Originalsacht.: Anmerkungen über die Baukunst der Alten. Geschichte der Kunst des Altertums <serb.> 

Die Liste der geförderten Übersetzungen der Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert befindet sich auf der Webseite vom Netzwerk Traduki: 
www.traduki.eu

Wichtiger Hinweis

Anträge zur Übersetzungsförderung für Werke des 20. und 21. Jahrhunderts aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendliteratur reichen Sie bitte bei Traduki ein. Anträge für Werke, die nicht von Traduki abgedeckt werden, also Werke, die vor 1900 erschienen sind, sowie wissenschaftliche Werke, reichen Sie beim Goethe-Institut Belgrad im Rahmen des Förderprogramms „Übersetzungen deutscher Bücher in eine Fremdsprache“ ein.

Die Liste der geförderten Übersetzungen der Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert befindet sich auf der Webseite vom Netzwerk Traduki:

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