Filmvorführung und Gespräch Archiv der Flucht: Želimir Žilnik, Logbook_Serbistan

Želimir Žilnik, Logbook_Serbistan © Playground Production

Do, 02.12.2021 -
So, 05.12.2021

20:00

Online Goethe-Institut Belgrad, Bibliothek

YouTube-Prämiere (auf Serbisch):
02.12.2021 um 17:30 Uhr
YouTube-Prämiere (auf Englisch):
04.12.2021 um 17:30 Uhr
YouTube-Prämiere (auf Deutsch):
05.12.2021 um 17:30
Uhr

Das Gespräch mit dem Autor (auf Anmeldung): 02.12.2021 um 20:00 Uhr
Moderator: Janko Baljak


Im Rahmen des regionalen Projekts des Goethe-Instituts „Archiv der Flucht”, das in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt (HKW) aus Berlin durchgeführt und in Athen, Belgrad, Bukarest, Istanbul, Sarajevo, Tirana und Zagreb präsentiert wurde, veranstaltet das Goethe-Institut Belgrad ein Begleitprogramm, das dem Thema Flucht und Migration gewidmet ist.

Eines dieser Ereignisse ist die Vorführung des Films „Logbook_Serbistan“ von Želimir Žilnik sowie ein Gespräch mit dem Autor. Der Film in englischer, deutscher und serbischer Sprache wird auf dem YouTube-Kanal des Goethe-Instituts gestreamt, und das Gespräch mit Želimir Žilnik findet in der Bibliothek des Goethe-Instituts statt. Dieses Gespräch wird auch über die Social-Media-Kanäle des Goethe-Instituts gestreamt.

LOGBOOK_SERBISTAN
(94 min, Playground produkcija, 2015)

Regie und Drehbuch: Želimir Žilnik
Fotografie: Miodrag Milošević und Orfeas Skutelis
Schnitt: Vuk Vukmirović
Sounddesign: Filip Vlatković
Musik: Meho Puzić, Gabriella Benak und Milan Nenin
Grafikdesign und Animation: Nikola Berbakov, Aleksandar Ilić
Produzentin: Sarita Matijević

Teilnehmer*innen: Stanley Akumbe | Mohamed Lee | Ibrahim Karabo | Duru Jelad | Brian Schwarz | Guy Maestracci | Stojan Sjekloća | Alharake Mohammad | Bojan Milivojević | Yusuf Mona | Ali Ahmed | Husein Ahmed | Munir Hadžić | Leon Šurbanović | Radmila Đurica | Anika Lehki | Andrej Lehki | Srđan Ajvaz | Novica Tasić | Slavica Janjić | Katarina Rakić | Anđa Đorđević 

Im Niemandsland kurz vor der ungarisch-serbischen Grenze sitzt ein Mann am Lagerfeuer. Er ist einer von vielen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus Syrien über die Türkei, Griechenland und Mazedonien hierhergekommen sind. Er hat seine Heimat verlassen, um in Europa eine neue zu finden. Seine Geschichte und eine Reihe anderer Schicksale bringt der Regie-Altmeister Želimir Žilnik in diesem Dokumentarfilm scheinbar nüchtern und neutral auf die Leinwand. Unabhängig davon, ob die Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea kommen, sie alle haben einen langen, mühsamen und gefährlichen Weg hinter und vielleicht noch vor sich. Sie sprechen weder die Sprache der Länder, die sie auf ihrem Weg ins Ungewisse durchqueren, noch kennen sie die Schlepper, denen sie sich anvertrauen müssen. Freilich haben sie allerlei zu erzählen. In Destination Serbistan stellen die Flüchtlinge selbst Szenen aus ihrem Leben und von ihrer Odyssee nach, was tiefe Einblicke in das Innere dieser vom Leben gebeutelten Menschen erlaubt und somit eines der brennendsten Themen der Gegenwart künstlerisch außergewöhnlich behandelt. Zwischen den Polen einer „Festung Europa“ und einem Europa der Menschenrechte gelingt es Žilnik dabei, den meist abstrakten Flüchtlingszahlen aus den Medien ein menschliches Gesicht zu geben.
 
Želimir Žilnik, Autor von mehr als 50 Spiel- und Dokumentarfilmen, ist einer der Wegbereiter des Filmgenres Dokudrama, der vielfach bei einheimischen und internationalen Filmfestivals ausgezeichnet wurde. Seit Beginn seiner professionellen Arbeit am Film beschäftigt er sich mit Themen, die eine gesellschaftliche, politische und ökonomische Kritik des Alltags erfordern. Der Zusammenbruch des Wertesystems in den Post-Transformationsländern Zentral- und Osteuropas, die Probleme der Flucht und Migration im neu entstandenen Kontext des erweiterten Europas – dies ist der Rahmen des 2010 begonnenen Themenzyklus: Festung Europa (2000), Kenedi Goes Back Home (2003), Kenedi Lost and Found (2005), Europa über den Zaun (2005), Die Donau-Seifenoper (2006), Kenedi Is Getting Married (2007), Die alte Schule des Kapitalismus (2009), Eine Frau –ein Geheimnis (2011), Pirika im Film (2013), Logbook_Serbistan (2015) i Das schönste Land auf der Welt (2018). Žilniks Filme werden in einer ganzen Reihe von Retrospektiven im Ausland gezeigt (2010 – 2021: USA, Argentinien, Portugal, Mexiko, Deutschland, Österreich, Schweiz, Griechenland, Türkei usw.).
 


Wichtige Anmerkung:
Aufgrund der derzeitigen Pandemie-Situation und gemäß den Gesetzesmaßnahmen, die nach Ausbruch der Pandemie festgelegt wurden, ist die Besucheranzahl eingeschränkt. Alle Interessenten, die am Gespräch mit Želimir Žilnik am 02.12.2021 ab 20:00 Uhr im Goethe-Institut teilnehmen wollen, können sich bis zum 30.11.2021 über den folgenden Link: zorica.milisavljevic@goethe.de anmelden. Alle, die nicht persönlich beim Gespräch dabei sein können, haben die Möglichkeit, dieses über das Streaming auf unseren Social-Media-Kanäsen zu verfolgen.

Archiv der Flucht, Projektseite

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