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16:15 Uhr

Rainer Maria Rilke und Paula Modersohn-Becker im Spiegel ihrer Briefe

Literatur | Buchvorstellung "Correspondance 1900-1907" durch den Übersetzer Alexandre Pateau

  • Université du Temps Libre, Marseille

  • Sprache französisch
  • Preis kostenlos

Paula_Modersohn-Becker, ca. 1904 und Rainer Maria Rilke, 1900 Gemeinfrei

Paula Modersohn-Becker: Porträt Rainer Maria Rilke, 1906, Paula-Modersohn-Becker-Stiftung und Selbstporträt mit Kamelienzweig, 1907, Essen, Museum Folkwang © Paula-Modersohn-Becker-Stiftung (Porträt Rainer Maria Rilke) und Essen, Museum Folkwang (Selbstporträt mit Kamelienzweig)

Gemeinsam mit der Université du Temps Libre empfangen wir Alexandre Pateau als Übersetzer des Briefwechsels zwischen Rainer Maria Rilke (1875–1926) und Paula Modersohn-Becker (1876–1907) - geplant Veröffnetlichung 2026 bei den Éditions Zoé. Anlässlich des 100. Todestages des Dichters und des 150. Geburtstages der Malerin Paula Modersohn-Becker, einer der frühesten Vertreterinnen des Expressionismus in Deutschland, gewährt uns Alexandre Pateau Einblicke in ihren freundschaftlichen und intellektuellen Austausch.

Sommer 1900: Nach seiner Rückkehr von einer Reise nach Russland reist der fünfundzwanzigjährige Rainer Maria Rilke nach Worpswede, einem Dorf bei Bremen, in dem sich eine Künstlergemeinschaft niedergelassen hat. Dort begegnet er der ein Jahr jüngeren Paula Becker, die gerade von einem prägenden Aufenthalt in Paris zurückgekehrt ist. Zwischen der Malerin und dem Dichter entwickelt sich eine tiefe, komplexe und wechselvolle Beziehung.
Von der deutschen Provinz nach Berlin und Paris, zwischen Hochzeiten, Geburten, Spannungen und Wiedersehen bis zum frühen Tod der jungen Malerin – die bislang unveröffentlichten Briefe lassen die Jahre lebendig werden, in denen sich die Wege zweier außergewöhnlicher Menschen kreuzten. Über Paula Modersohn-Beckers Tod hinaus setzt Rilke diesen Dialog fort: In seinem „Requiem für eine Freundin“ widmet er ihr ein bewegendes literarisches Denkmal.


Zu diesem Anlass möchten wir auch über den Prozess des Übersetzens sprechen, sowie über Rilkes Leben und Werk. Dabei werden Auszüge aus dem Briefwechsel und einige Gedichte gelesen, darunter  „Requiem für eine Freundin“, Rilkes Hommage an Paula Modersohn-Becker. 

Die Übersetzung der Korrespondenz erscheint zeitgleich mit einer Neuauflage des berühmten Prosagedichts "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets" von Christoph Rilke, ergänzt um mehrere bisher unveröffentlichte Briefe und Gedichte. Die beiden Bücher werden Gegenstand mehrerer musikalischer Lesungen in Frankreich und der Schweiz sein – die beiden Veranstaltungen am 9. Oktober in Marseille sind die ersten der Reihe!

Die Veranstaltung findet dank der Unterstützung von Pro Helvetia statt.

Zu Rilke : Les 150 ans de Rilke : un poète et son ambivalence
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