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18:00 Uhr
Die Rückkehr der faschistischen Bedrohung
Filmvorführung und Podiumsdiskussion|Rechtsextreme und rassistische Gewalt in Griechenland und Deutschland
-
Goethe-Institut Thessaloniki, Thessaloniki
- Sprache Deutsch mit griechischen Untertiteln
- Preis Eintritt frei
Die Terrororganisation NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) hat im Zeitraum zwischen 2000 und 2007 eine Reihe von 10 rassitisch motivierten Morden in Deutschland begangen. Ab 2013 bis Juli 2018 fand das Gerichtsverfahren gegen überlebende Mitglieder der Organisation und einige ihrer Mittäter statt. Antifaschistische Organisationen, Familienangehörige der Opfer aber auch Medien und die öffentliche Meinung in Deutschland haben die Gerichtsurteile als enttäuschend kritisiert.
In Griechenland steht seit 2015 die Goldene Morgenröte vor Gericht in einem Mammutprozess, in dem nicht nur die Schuldigen aufgrund ihrer Straftaten verurteilt werden sollen, sondern auch -und das ist das wichtigste- untersucht werden soll, ob die Goldene Morgenröte als kriminelle Organisation agiert, besonders da sie seit 2010 ihre Schlägertrupps benutzt, um Migrant*innen, Flüchtlinge, Linke und LQBTQI Personen zu schlagen, zu töten und zu terrorisieren.
In einem politischen Kontext, in dem der kontinuierliche Aufstieg der extremen Rechte sich auch an ihrer Beteiligung an mehreren Regierungen in Europa zeigt und die rechtsextreme Rhetorik die politische Auseinandersetzung immer mehr nach rechts rückt, stellt die strafrechtliche Verfolgung von extremrechten Organisationen ein Mittel ihrer Bekämpfung dar. Wie steht es aber mit ihrem zunehmenden Einfluss auf die Gesellschaft? Wie können wir der Wiederbelebung der faschistischen Bedrohung entgegenwirken und weitere Mordattacken, wie die der NSU, der Goldenen Morgenröte aber auch die von Utoya, von Charlottesville oder neulich von Christchurch und viele anderen vermeiden?
Die Veranstaltung (Filmvorführung und Podiumsdiskussion) ist eine Kooperation des Goethe-Instituts Thessaloniki mit dem griechischen Büro der Rosa Luxemburg Stiftung und der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie der Aristoteles Universität Thessaloniki.
Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr mit der Vorführung des Films „Mitten in Deutschland: Die Täter“, mit griechischen Untertiteln des KinoKlubs der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie, Aristoteles Universität Thessaloniki.
Um 20.00 Uhr folgt die Podiumsdiskussion mit:
Ulli Jentsch, NSU Watch
Ayşe Güleç, Die Gesellschaft der Freund_innen von Halit
Stavroula Poulimeni, Journalistin
Loukianos Chasiotis, Assist. Professor für zeitgenössische Geschichte, Abteilung für Geschichte und Archäologie, Aristoteles Universität Thessaloniki
Die Diskussion wird von Anthi Wiedenmayer moderiert, Assist. Professor für Translationswissenschaft, Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie, Aristoteles Universität Thessaloniki.
Die Diskussion wird simultan gedolmetscht (griechisch-deutsch)
Ein paar Worte zum Film:
„Mitten in Deutschland: Die Täter“
Jena 1990. Seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es keine ähnliche Situation in Deutschland, in der in so kurzer Zeit so viele Menschen gleichzeitig ihre Arbeit verlieren. Die Jugendliche haben kaum Perspektiven. Auch nicht Beate Zschäpe, die in den Bann junger Rechtsradikaler gerät, wie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Aus den dreien wird eine verschworene Gemeinschaft – mit mörderischen Plänen. Ihr Gefühl der Ohnmacht und Unsicherheit ist das grundlegende Erfahrungsmuster, das sie mit tausenden jungen Menschen in Ostdeutschland teilen. Bei den dreien aber setzt eine eigene Entwicklung ein: Wut und Rebellion werden in Hass und Gewalt verkehrt.
Die mehrfach preisgekrönte Spielfilmtrilogie der ARD behandelt die rassistische Mordserie der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Zwischen 2000 und 2007 erschoss der NSU in verschiedenen deutschen Städten acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine deutsche Polizistin. In 'Die Täter – Heute ist nicht alle Tage' erleben wir beklemmend nah, wie aus drei entwurzelten Kindern Ost-Deutschlands rebellierende, lärmende Jugendliche werden, wie sie verrohen, sich schließlich in drei gewaltbereite, menschenverachtende Neonazis verwandeln, mutmaßlich verantwortlich für die bedrückendste, unfassbares Leid verursachende Mordserie der deutschen Nachkriegszeit.
Regie: Christian Schwochow
Drehbuch: Thomas Wendrich
Besetzung: Anna Maria Mühe, Albrecht Schuch, Sebastian Urzendowsky, Nina Gummich, Jonas Friedrich Leonhardi
Filmproduktion: Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.
Dauer: 95‘
Sprache: Deutsch
In Griechenland steht seit 2015 die Goldene Morgenröte vor Gericht in einem Mammutprozess, in dem nicht nur die Schuldigen aufgrund ihrer Straftaten verurteilt werden sollen, sondern auch -und das ist das wichtigste- untersucht werden soll, ob die Goldene Morgenröte als kriminelle Organisation agiert, besonders da sie seit 2010 ihre Schlägertrupps benutzt, um Migrant*innen, Flüchtlinge, Linke und LQBTQI Personen zu schlagen, zu töten und zu terrorisieren.
In einem politischen Kontext, in dem der kontinuierliche Aufstieg der extremen Rechte sich auch an ihrer Beteiligung an mehreren Regierungen in Europa zeigt und die rechtsextreme Rhetorik die politische Auseinandersetzung immer mehr nach rechts rückt, stellt die strafrechtliche Verfolgung von extremrechten Organisationen ein Mittel ihrer Bekämpfung dar. Wie steht es aber mit ihrem zunehmenden Einfluss auf die Gesellschaft? Wie können wir der Wiederbelebung der faschistischen Bedrohung entgegenwirken und weitere Mordattacken, wie die der NSU, der Goldenen Morgenröte aber auch die von Utoya, von Charlottesville oder neulich von Christchurch und viele anderen vermeiden?
Die Veranstaltung (Filmvorführung und Podiumsdiskussion) ist eine Kooperation des Goethe-Instituts Thessaloniki mit dem griechischen Büro der Rosa Luxemburg Stiftung und der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie der Aristoteles Universität Thessaloniki.
Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr mit der Vorführung des Films „Mitten in Deutschland: Die Täter“, mit griechischen Untertiteln des KinoKlubs der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie, Aristoteles Universität Thessaloniki.
Um 20.00 Uhr folgt die Podiumsdiskussion mit:
Ulli Jentsch, NSU Watch
Ayşe Güleç, Die Gesellschaft der Freund_innen von Halit
Stavroula Poulimeni, Journalistin
Loukianos Chasiotis, Assist. Professor für zeitgenössische Geschichte, Abteilung für Geschichte und Archäologie, Aristoteles Universität Thessaloniki
Die Diskussion wird von Anthi Wiedenmayer moderiert, Assist. Professor für Translationswissenschaft, Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie, Aristoteles Universität Thessaloniki.
Die Diskussion wird simultan gedolmetscht (griechisch-deutsch)
Ein paar Worte zum Film:
„Mitten in Deutschland: Die Täter“
Jena 1990. Seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es keine ähnliche Situation in Deutschland, in der in so kurzer Zeit so viele Menschen gleichzeitig ihre Arbeit verlieren. Die Jugendliche haben kaum Perspektiven. Auch nicht Beate Zschäpe, die in den Bann junger Rechtsradikaler gerät, wie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Aus den dreien wird eine verschworene Gemeinschaft – mit mörderischen Plänen. Ihr Gefühl der Ohnmacht und Unsicherheit ist das grundlegende Erfahrungsmuster, das sie mit tausenden jungen Menschen in Ostdeutschland teilen. Bei den dreien aber setzt eine eigene Entwicklung ein: Wut und Rebellion werden in Hass und Gewalt verkehrt.
Die mehrfach preisgekrönte Spielfilmtrilogie der ARD behandelt die rassistische Mordserie der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Zwischen 2000 und 2007 erschoss der NSU in verschiedenen deutschen Städten acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine deutsche Polizistin. In 'Die Täter – Heute ist nicht alle Tage' erleben wir beklemmend nah, wie aus drei entwurzelten Kindern Ost-Deutschlands rebellierende, lärmende Jugendliche werden, wie sie verrohen, sich schließlich in drei gewaltbereite, menschenverachtende Neonazis verwandeln, mutmaßlich verantwortlich für die bedrückendste, unfassbares Leid verursachende Mordserie der deutschen Nachkriegszeit.
Regie: Christian Schwochow
Drehbuch: Thomas Wendrich
Besetzung: Anna Maria Mühe, Albrecht Schuch, Sebastian Urzendowsky, Nina Gummich, Jonas Friedrich Leonhardi
Filmproduktion: Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.
Dauer: 95‘
Sprache: Deutsch
Ort
Goethe-Institut Thessaloniki
Vas. Olgas 66
54642 Thessaloniki
Griechenland
Vas. Olgas 66
54642 Thessaloniki
Griechenland
Veranstaltungssaal