Bekanntschaft mit der deutschen Sprache und Kultur durch Filmvorführungen und Gespräche bietet das Festival des deutschsprachigen Films in Xanthi, das vom Filmclub der Kulturvereinigung Xanthi (FEX) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem lokalen Deutschlehrerverband veranstaltet wird.
8/12/2022, 21:00
Angst essen Seele auf
Rainer Werner Fassbinder, Deutschland, 1974, 93´
Emmi, eine ältere Putzfrau, liebt und heiratet Ali, einen weit jüngeren Gastarbeiter aus Marokko. Emmis Verwandte und die Nachbarschaft reagieren mit Unverständnis, bis sie die Verwertbarkeit des Paars entdecken. Doch der Druck, der auf den beiden lastet, ist zu groß. Ein "Film über die Liebe, die eigentlich unmöglich ist, aber eben doch eine Möglichkeit". (Rainer Werner Fassbinder)
9/12/2022, 21:00
Der junge Törless
Volker Schlöndorff , Deutschland, Frankreich, 1966, 87´
Der junge Törless verabschiedet sich auf einer einsamen Bahnstation von seinen Eltern. Er soll künftig im Internat erzogen werden, in einem großen, festungsähnlichen Gebäude, in dem die Zöglinge in dunkle Uniformen gekleidet leben und zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden sollen. Diese Erziehung beginnt bald. Im Internat lernt Törless drei Kameraden kennen: Beineberg, der intelligent, kalt und zynisch ist; Reiting, der intellektuell auf niedriger Stufe steht, aber Lust am Quälen von Schwächeren hat; Basini, der aus einer nicht sehr wohlhabenden Familie stammt; er ist weich, gerät immer wieder in die Rolle des Opfers. Als Reiting von Basini geliehenes Geld zurückhaben möchte, entwendet es Basini nachts von einem Kameraden. Der Diebstahl wird entdeckt, und die drei Schüler haben Basini in der Hand. Nachts wird er verhört.
Ein Kindermörder bedroht das friedliche Dasein in Berlin, beunruhigt die Bevölkerung, und die Ermittlungen der Polizei hindern die Gauner beträchtlich bei ihren einträglichen Geschäften. Daher macht sich die organisierte Verbrecherwelt parallel zu den Ordnungshütern auf die Suche nach dem pathologischen Täter. Den Ganoven gelingt es tatsächlich, ihn zu fassen, und er kommt vor ein Unterweltgericht, das ihn zum Tode verurteilt. Bevor der Mörder hingerichtet wird, erscheint jedoch die Polizei und nimmt ihn "im Namen des Gesetzes" fest.
Western
Valeska Grisebach, Deutschland, Österreich, Bulgarien, Monaco, 2017, 121´
Ein Trupp deutscher Bauarbeiter beginnt in einer entlegenen Gegend Bulgariens mit der Errichtung eines Wasserkraftwerks. Auch wenn die Beziehungen zu den Bewohnern eines nahen Dorfs schwierig sind – nicht zuletzt wegen der vorerst kaum überwindbaren Sprachbarrieren gelingt es Meinhard, mit den Einheimischen Freundschaft zu schließen; sein Kollege Vincent verfolgt die Annäherungen mit eifersüchtigem Misstrauen. Mit WESTERN erzählt Valeska Grisebach von Gastarbeitern in der Fremde mit umgekehrten Voraussetzungen: Hier sind die Deutschen die Ausländer, und die Überwindung der Grenzen fällt ihnen nicht leichter als ihren Kollegen, die als Fremde nach Deutschland kommen.
WILD erzählt von der Liebe zwischen einer Frau und einem Wolf - und erforscht unerschrocken die Grenzen zwischen menschlicher und tierischer Natur.
"WILD ist ein stiller Thriller, der (…) die beruhigenden Abgrenzungskategorien zwischen Spiel und Leben auflöst." (Tagesspiegel)