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21:00 Uhr
FEM TRIP – Episode 3
Filmvorführungen|History Projected 2025: Archaeologies of Movement. In Zusammenarbeit mit Ethnofest
-
Goethe-Institut Athen, Athen
- Preis Eintritt frei
- Teil der Reihe: History Projected 2025
HISTORY PROJECTED
Geschichte, aber als Projektion
Archaeologies of Movement
Filmvorführungen in Zusammenarbeit mit Ethnofest
Kuratiert von Geli Mademli
Wie spiegelt die Kunst des bewegten Bildes die Facetten heutiger globaler Mobilität und Immobilität wider? Welche Pfade beschreiten Dokumentarfilmer*innen, um durch Raum und Zeit zu reisen und dabei Mikrogeschichten und große Erzählungen einzufangen? Wie viele Grenzen überwindet eine Kamera, wenn sie Dystopien erkundet oder uns von Utopien träumen lässt? Der zweite Teil der Filmreihe History Projected vereint verschiedene Ansätze der „Archäologie der Bewegung“: von Flüchtlingsströmen und den vielfältigen Formen von Vertreibung über gewaltsame Gefangenschaft bis hin zu Übertourismus und modernem Nomadentum. Die Filme zeichnen die geopolitischen und emotionalen Folgen jeder Reise nach – in die gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Planeten.
Episode 3: FEM TRIP
Nach dem dritten Newtonschen Gesetz wirken Kräfte immer wechselseitig: Übt ein Objekt A eine Kraft auf ein Objekt B aus, so übt B eine gleich große, entgegengesetzt gerichtete Kraft auf A aus. In Anlehnung an eine übliche Praxis beim Filmdreh – „FAM-Trip“ steht für Familiarization Trip, eine Informationsreise vor dem eigentlichen Dreh, um das Filmteam mit dem möglichen Drehort vertraut zu machen – reflektieren die Filme dieses Programms, was passiert, wenn Weiblichkeit und Landschaften interagieren, und schauen auf einen ausbeuterischen Blick zurück.
09.07.2025, 21:00 Uhr
Making a Film in Solitude and in Conversation with Others [Einen Film schaffen – Zwischen Einsamkeit und Dialog], Eleni Bagaki
Griechenland, 2020, 28 Min.
In Anwesenheit der Filmmacherin
Terra Femme, Courtney Stevens
USA, 2021, 62 Min.
Mit griechischen und englischen Untertiteln
21:00
Making a Film in Solitude and in Conversation with Others
[Einen Film schaffen – Zwischen Einsamkeit und Dialog]
Eleni Bagaki, Making a Film in Solitude and in Conversation with Others [Einen Film schaffen – Zwischen Einsamkeit und Dialog], 2020, Griechenland, 28 Min.
Alleine durchquert die Künstlerin im Auto die Landschaft der Insel – isoliert – und schweift in Gedanken an Themen wie Zugehörigkeit, Einsamkeit, Unabhängigkeit und Kreativität. Auf der Suche nach Antworten auf ihre Fragen, zitiert sie Ideen und Meinungen von Frauen aus der Filmlandschaft und Literaturkreisen, wie zum Beispiel, Claudia Rankine, Zadie Smith, Sally Rooney, Chantal Akerman, Agnès Vard und Trinh T. Minh-ha und weitere. Am Ende ihrer Autofahrt entfaltet sich ein neues Gespräch – diesmal in einem Haus, wo Diane, eine Inselbewohnerin, über ihre Passion für Eisberge spricht. Während sich das Gespräch zwischen den beiden Frauen weiterentwickelt, schreitet auch die Sinnsuche auf der kargen Insel voran.
In Anwesenheit der Filmmacherin
21:30
Terra Femme
Courtney Stevens, Terra Femme, 2021, USA, 62 Min.
Terra Femme ist ein Film im essayistischen Stil, der aus Amateur-Reisefilmen besteht, die von Frauen in den 1920er- bis 1950er-Jahren gedreht wurden. Bewegt mit der Filmmusik von Sarah Davachi reist das Werk zwischen geografischem Essay, persönlicher Spurensuche und historischer Spekulation. Die Aufnahmen werden sowohl als private Dokumente als auch als unbeabsichtigte Ethnografien betrachtet. Die Filme zeigen eine neue Art von Reisenden: nicht länger den männlichen Eroberer, sondern etwa eine geschiedene Frau auf Tour durch biblische Gärten oder eine Witwe auf einer Kreuzfahrt zum Nordpol. Aus weiblicher Perspektive auf die Welt blickend, werfen diese Filme Fragen zur Repräsentation von Frauen im Archiv, zur Rolle des Amateurfilms im frühen dokumentarischen Kino und zur politischen Dimension des ‚Western gaze‘ auf. Durch das Medium des Films wird die Sehnsucht nach vergangenen Welten erschlossen – ein Fluss, der in beide Richtungen strömt: während Frauen der Vergangenheit durch das Filmen nach einem eigenen Selbstverständnis suchten.
DIE FILMMACHERINNEN
Eleni Bagaki (geb. 1979 auf Kreta) schloss ihr Masterstudium der Bildenden Kunst am Central Saint Martins College in London ab. Sie präsentierte Einzelausstellungen u. a. im EMST – Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst (Athen), bei Radio Athènes (Athen), Signal (Malmö), in der Eleni Koroneou Galerie (Athen), der Chauffeur Gallery (Sydney), bei Palette Terre (Paris), im New Studio (London) sowie im Rahmen von ReMap (Athen). Zudem war sie an internationalen Gruppenausstellungen beteiligt, darunter bei Rongwrong (Amsterdam), Zeller van Almsick (Wien), L’Inconnue Gallery (Montreal), im Benaki-Museum in Zusammenarbeit mit der DESTE Foundation und im New Museum (New York) sowie bei Family Business (New York). Bagaki nahm an zahlreichen internationalen Residency-Programmen teil, etwa der Luma Foundation (Arles, 2024), Hordaland Kunstsenter (Bergen, 2020), Fogo Island Arts (Fogo Island, 2019), Iaspis (Stockholm, 2018), Pivô (São Paulo, 2018) und der Kantor Foundation (Krakau, 2017). 2020 war sie Stipendiatin des Artworks Artist Fellowship Program der Stavros Niarchos Foundation.
Courtney Stephens ist eine in Los Angeles lebende Autorin und Regisseurin. Ihr Dokumentarfilm The American Sector (gemeinsam mit Pacho Velez), befasst sich mit Fragmenten der Berliner Mauer, die in den USA aufgestellt wurden, wurde vom New Yorker zu einem der besten Filme des Jahres 2021 gekürt. Ihr Essayfilm Terra Femme, der auf Amateur-Reisefilmmaterial basiert, das von Frauen im frühen 20. Jahrhundert aufgenommen wurde, feierte Premiere im Museum of Modern Art und wurde anschließend vielfach als Live-Performance gezeigt. Stephens erhielt ein Guggenheim-Stipendium (2022) sowie ein Fulbright-Stipendium für einen Aufenthalt in Indien. Ihr erster Spielfilm Invention wurde 2024 beim Locarno Film Festival uraufgeführt.
Visual Identity: Typical Organization
Geschichte, aber als Projektion
Archaeologies of Movement
Filmvorführungen in Zusammenarbeit mit Ethnofest
Kuratiert von Geli Mademli
Wie spiegelt die Kunst des bewegten Bildes die Facetten heutiger globaler Mobilität und Immobilität wider? Welche Pfade beschreiten Dokumentarfilmer*innen, um durch Raum und Zeit zu reisen und dabei Mikrogeschichten und große Erzählungen einzufangen? Wie viele Grenzen überwindet eine Kamera, wenn sie Dystopien erkundet oder uns von Utopien träumen lässt? Der zweite Teil der Filmreihe History Projected vereint verschiedene Ansätze der „Archäologie der Bewegung“: von Flüchtlingsströmen und den vielfältigen Formen von Vertreibung über gewaltsame Gefangenschaft bis hin zu Übertourismus und modernem Nomadentum. Die Filme zeichnen die geopolitischen und emotionalen Folgen jeder Reise nach – in die gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Planeten.
Episode 3: FEM TRIP
Nach dem dritten Newtonschen Gesetz wirken Kräfte immer wechselseitig: Übt ein Objekt A eine Kraft auf ein Objekt B aus, so übt B eine gleich große, entgegengesetzt gerichtete Kraft auf A aus. In Anlehnung an eine übliche Praxis beim Filmdreh – „FAM-Trip“ steht für Familiarization Trip, eine Informationsreise vor dem eigentlichen Dreh, um das Filmteam mit dem möglichen Drehort vertraut zu machen – reflektieren die Filme dieses Programms, was passiert, wenn Weiblichkeit und Landschaften interagieren, und schauen auf einen ausbeuterischen Blick zurück.
09.07.2025, 21:00 Uhr
Making a Film in Solitude and in Conversation with Others [Einen Film schaffen – Zwischen Einsamkeit und Dialog], Eleni Bagaki
Griechenland, 2020, 28 Min.
In Anwesenheit der Filmmacherin
Terra Femme, Courtney Stevens
USA, 2021, 62 Min.
Mit griechischen und englischen Untertiteln
21:00
Making a Film in Solitude and in Conversation with Others
[Einen Film schaffen – Zwischen Einsamkeit und Dialog]
Alleine durchquert die Künstlerin im Auto die Landschaft der Insel – isoliert – und schweift in Gedanken an Themen wie Zugehörigkeit, Einsamkeit, Unabhängigkeit und Kreativität. Auf der Suche nach Antworten auf ihre Fragen, zitiert sie Ideen und Meinungen von Frauen aus der Filmlandschaft und Literaturkreisen, wie zum Beispiel, Claudia Rankine, Zadie Smith, Sally Rooney, Chantal Akerman, Agnès Vard und Trinh T. Minh-ha und weitere. Am Ende ihrer Autofahrt entfaltet sich ein neues Gespräch – diesmal in einem Haus, wo Diane, eine Inselbewohnerin, über ihre Passion für Eisberge spricht. Während sich das Gespräch zwischen den beiden Frauen weiterentwickelt, schreitet auch die Sinnsuche auf der kargen Insel voran.
In Anwesenheit der Filmmacherin
21:30
Terra Femme
Terra Femme ist ein Film im essayistischen Stil, der aus Amateur-Reisefilmen besteht, die von Frauen in den 1920er- bis 1950er-Jahren gedreht wurden. Bewegt mit der Filmmusik von Sarah Davachi reist das Werk zwischen geografischem Essay, persönlicher Spurensuche und historischer Spekulation. Die Aufnahmen werden sowohl als private Dokumente als auch als unbeabsichtigte Ethnografien betrachtet. Die Filme zeigen eine neue Art von Reisenden: nicht länger den männlichen Eroberer, sondern etwa eine geschiedene Frau auf Tour durch biblische Gärten oder eine Witwe auf einer Kreuzfahrt zum Nordpol. Aus weiblicher Perspektive auf die Welt blickend, werfen diese Filme Fragen zur Repräsentation von Frauen im Archiv, zur Rolle des Amateurfilms im frühen dokumentarischen Kino und zur politischen Dimension des ‚Western gaze‘ auf. Durch das Medium des Films wird die Sehnsucht nach vergangenen Welten erschlossen – ein Fluss, der in beide Richtungen strömt: während Frauen der Vergangenheit durch das Filmen nach einem eigenen Selbstverständnis suchten.
DIE FILMMACHERINNEN
Eleni Bagaki (geb. 1979 auf Kreta) schloss ihr Masterstudium der Bildenden Kunst am Central Saint Martins College in London ab. Sie präsentierte Einzelausstellungen u. a. im EMST – Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst (Athen), bei Radio Athènes (Athen), Signal (Malmö), in der Eleni Koroneou Galerie (Athen), der Chauffeur Gallery (Sydney), bei Palette Terre (Paris), im New Studio (London) sowie im Rahmen von ReMap (Athen). Zudem war sie an internationalen Gruppenausstellungen beteiligt, darunter bei Rongwrong (Amsterdam), Zeller van Almsick (Wien), L’Inconnue Gallery (Montreal), im Benaki-Museum in Zusammenarbeit mit der DESTE Foundation und im New Museum (New York) sowie bei Family Business (New York). Bagaki nahm an zahlreichen internationalen Residency-Programmen teil, etwa der Luma Foundation (Arles, 2024), Hordaland Kunstsenter (Bergen, 2020), Fogo Island Arts (Fogo Island, 2019), Iaspis (Stockholm, 2018), Pivô (São Paulo, 2018) und der Kantor Foundation (Krakau, 2017). 2020 war sie Stipendiatin des Artworks Artist Fellowship Program der Stavros Niarchos Foundation.
Courtney Stephens ist eine in Los Angeles lebende Autorin und Regisseurin. Ihr Dokumentarfilm The American Sector (gemeinsam mit Pacho Velez), befasst sich mit Fragmenten der Berliner Mauer, die in den USA aufgestellt wurden, wurde vom New Yorker zu einem der besten Filme des Jahres 2021 gekürt. Ihr Essayfilm Terra Femme, der auf Amateur-Reisefilmmaterial basiert, das von Frauen im frühen 20. Jahrhundert aufgenommen wurde, feierte Premiere im Museum of Modern Art und wurde anschließend vielfach als Live-Performance gezeigt. Stephens erhielt ein Guggenheim-Stipendium (2022) sowie ein Fulbright-Stipendium für einen Aufenthalt in Indien. Ihr erster Spielfilm Invention wurde 2024 beim Locarno Film Festival uraufgeführt.
Visual Identity: Typical Organization
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Omirou 14-16
10672 Athen
Griechenland
Omirou 14-16
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