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Griechenland Athen

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19:00 Uhr

Episode 5: Longitudes of Longing

Filmvorführungen|History Projected 2025: Archaeologies of Movement

  • Goethe-Institut Athen, Athen

  • Sprache Mit griechischen und englischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei

Episode 5 Typical Organization

Episode 5 Typical Organization

HISTORY PROJECTED: GESCHICHTE ALS PROJEKTION 

Filmvorführungen in Zusammenarbeit mit Ethnofest 
Kuratiert von Geli Mademli

Wie spiegelt die Kunst des bewegten Bildes die Facetten heutiger globaler Mobilität und Immobilität wider? Welche Pfade beschreiten Dokumentarfilmer*innen, um durch Raum und Zeit zu reisen und dabei Mikrogeschichten und große Erzählungen einzufangen? Wie viele Grenzen überwindet eine Kamera, wenn sie Dystopien erkundet oder uns von Utopien träumen lässt? Der zweite Teil der Filmreihe History Projected vereint verschiedene Ansätze der „Archäologie der Bewegung“: von Flüchtlingsströmen und den vielfältigen Formen von Vertreibung über gewaltsame Gefangenschaft bis hin zu Übertourismus und modernem Nomadentum. Die Filme zeichnen die geopolitischen und emotionalen Folgen jeder Reise nach – in die gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Planeten.

Episode 5: Longitudes of Longing

In ihrem Debütroman Latitudes of Longing (2018) nutzt die indische Schriftstellerin Shubhangi Swarup die Topografie von Landschaften, um Geschichten zu erzählen, die alternative Routen und Pfade der Sehnsucht kartieren – eine Art Verlangen, das dem Universum auf halbem Weg begegnet und die Welt, wie wir sie kennen, infrage stellt. Wenn zeitgenössische Formen des Kolonialismus geografische Breiten nutzen, um die Erde in globalen Norden und Süden zu teilen, erinnern uns die Längengrade daran, wie sich gegensätzliche Pole verbinden lassen. Drei Kurzfilme streifen durch reale und imaginierte Umgebungen, führen Tagebuch und (be)denken das Ende des Weges.

21.10.2025, 19:00 Uhr

The Secret Garden, Nour Ouayda
2023, 27΄

Where Russia Ends, Oleksiy Radynski
2024, 25΄ 

Iota Period Omega, Alexis Alexiou
2022, 14΄



19:00 

The Secret Garden

The Secret Garden Nour Ouayda

Nour Ouayda, The Secret Garden, 2023, 27΄

Die Bewohner einer Stadt erwachen eines Morgens und stellen fest, dass nie zuvor gesehene Bäume, Pflanzen und Blumen plötzlich auf den Straßen und Plätzen aus dem Boden geschossen sind. Seltsame und geheimnisvolle Ereignisse beginnen sich zu ereignen, während Camelia und Nahla den Ursprung dieser neuen und ungewöhnlichen Kreaturen untersuchen.


Where Russia Ends

Where Russia Ends Oleksiy Radynski / Commissioned by Museum der bildenden Künste Leipzig

Oleksiy Radynski, Where Russia Ends, 2024, 25΄ 

Where Russia Ends ist ein essayistischer Roadmovie, der die übersehenen Geschichten des Siedlerkolonialismus und der Umweltzerstörung in von Russland besetzten indigenen Gebieten hinterfragt. Im Jahr 2022 wurden im Wissenschaftlichen Filmstudio in Kiew bislang unbekannte Filmmaterialien entdeckt, die mehrere filmische Expeditionen dokumentieren, die in den 1980er-Jahren von einer Gruppe ukrainischer Filmemacher*innen in verschiedenen Regionen Sibiriens und des Hohen Nordens unternommen wurden. Diese Aufnahmen bilden den Ausgangspunkt für die Rekonstruktion ausgelöschter Geschichten über zahlreiche imperiale Kriege, die der russische Staat gegen seine heutigen Kolonien geführt hat.


Iota Period Omega

Iota Period Omega Alexis Alexiou

Alexis Alexiou, Iota Period Omega, 2022, 14΄

Auf 8-mm-Film gedreht und lose inspiriert von der griechischen Sage der Io, ist Iota Punkt Omega ein „Science-Fiction-Dokumentarfilm“. I.O. ist ein Mädchen aus einer zukünftigen Gesellschaft nach dem Klimawandel, das bei der Luftwaffe arbeitet und ständig unter Überwachung steht. Während sie darauf wartet, auf einen fernen Planeten teleportiert zu werden, tritt sie über ihr visuelles Tagebuch – eine Sammlung aus Erinnerungs- und Gedankenfragmenten – in einen Dialog mit unserer Gegenwart. Dabei versucht sie, ihre Sinne zu bewahren und zugleich das Gedächtnis an Dinge zu retten, die es wert sind, erhalten zu bleiben.

DIE FILMMACHERINNEN

Nour Ouayda ist Filmemacherin und Filmkuratorin. Ihre Filme experimentieren mit verschiedenen Formen der Fiktion im Kino. Sie ist Mitglied des Camelia-Komitees zusammen mit Carine Doumit und Mira Adoumier und gehört dem Redaktionsteam der in Montreal ansässigen Online-Filmzeitschrift Hors Champ an. Zwischen 2018 und 2023 war sie zunächst Koordinatorin für Partnerschaften, später stellvertretende Direktorin der Metropolis Cinema Association in Beirut, wo sie das Projekt „Cinematheque Beirut“ leitete und weiterentwickelte. Sie unterrichtet außerdem Filmprogrammierung in Beirut.

Oleksiy Radynski ist ein Filmemacher und Autor mit Sitz in Kiew. Seine Filme experimentieren mit dokumentarischen Formen und Praktiken des politischen Films. Sie wurden weltweit auf renommierten Filmfestivals und in Ausstellungen gezeigt, darunter die Berlinale, das International Film Festival Rotterdam, die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, das Institute of Contemporary Arts (London), e-flux (New York), die Taipei Biennale, Docudays (Kiew), das Sheffield DocFest, das Krakauer Filmfestival und DOK Leipzig, unter anderem. Seine Filme wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Grand Prix der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen für Chornobyl 22.

Alexis Alexiou hat Physik und Film studiert. Seine Filme wurden auf verschiedenen Festivals gezeigt und ausgezeichnet (Rotterdam, Toronto, Tribeca, Karlovy Vary, Sitges, BFI London, Dok Leipzig u.a.).


Visual Identity: Typical Organization