28.01., 11.00 – 17.00 Uhr
29.01., 14.00 – 19.00 Uhr
30.01.2022, 14.00 – 19.00 Uhr

Nayamullah, Gema, and the Allies… (Nayamullah, Gema, und die Verbündeten...)

Workshop und Konzert|mit Julian Abraham „Togar”, Saleh Husein und Gema Swarayagita

Para Sekutu - Nayamullah © Cecil Mariani

Nayamullah ist eine Gruppe von Wissenschaftlern, die das Interesse an Danartos Werken verbindet. Nayamullah produziert Radioprogramme und komponiert Stücke auf der Grundlage von Danartos Geschichten und Werken. Ziel ist, Danartos Geist, seine Gedanken und seinen Sinn für Ästhetik lebendig zu halten. In diesem Workshop vertreten die Künstler und Musiker Julian Abraham „Togar“ und Saleh Husein die Gruppe Nayamullah.

Togars Klangarbeit mit dem Titel A Gesture (2016) bildet den Ausgangspunkt des Workshops. Die Arbeit ist eine Leihgabe des Singapore Art Museums und wurde in der Ausstellung „Para Sekutu yang Tidak Bisa Berkata Tidak“ (engl. The Acquiescent Allies, dt. Die Verbündeten, die nicht Nein sagen können) als auditives Werk, das visuell nicht erfahrbar ist, präsentiert. Togar zufolge geht seine Arbeit der Frage nach, wie man die Laute „ehm“ und „shh“ als Gesten ausspricht, die die visuellen Arbeiten im Ausstellungsraum begleiten.

Ausgerüstet mit den Erfahrungen, die sie mit der Gruppe Nayamullah bei der intensiven Beschäftigung mit Danartos Werken gesammelt haben, wollen Togar und Ale nun ihren gemeinsamen Einsatz im Hinblick auf Hörsensibilität und Hörverständnis erweitern. Das Konzept von Danartos Theater ohne Publikum - im Kunstdiskurs gleichzusetzen mit partizipativer, dialogischer oder zwischenmenschlicher Forschung  - wird mit acht Workshop-Teilnehmenden im Ausstellungsraum in Form eines von Mentor*innen und Workshop-Teilnehmenden gemeinsam gestalteten Konzerts erprobt.

Der Workshop selbst soll die Möglichkeit bieten, auszuprobieren, wie sich der Körper bei Lärm bewegt und mit ihm interagiert. Wünschenswert ist eine einander ergänzende Harmonisierung für ein besseres Verständnis zwischen Lärmquelle und Empfänger. Lärm besteht in diesem Zusammenhang aus Geräuschen, deren Herkunft unbekannt ist und sich fremd anfühlt. Der in diesem Workshop stattfindende Prozess eröffnet einen Raum, in dem Geschichten und Stimmen als eine Form der Suche nach kleinen Hoffnungsschimmern auf eine bessere Zukunft ausgetauscht werden können.

Die Teilnehmenden werden durch eine zwar offene, aber begrenzte Ausschreibung ausgewählt. Jede*r Mentor*in wird gebeten, drei bis fünf Namen möglicher Kandidat*innen einzureichen. Aus diesem Kreis werden dann die Teilnehmenden von allen Mentor*innen gemeinsam und auf der Grundlage von Vielfalt und Ausgewogenheit zwischen den Disziplinen ausgewählt. Insgesamt werden an diesem Workshop acht Personen teilnehmen, zusammen mit den Mentor*innen sind es dann elf Personen, wie in einer Fußballmannschaft. Die Workshop- und Konzertteilnehmenden sind:

Halida Bunga Fisandra
Harsya Wahono
Kartika Solapung
Kelvin Djunaidi
Nissal Berlindung
Rachel Surijata
Ruth Priscilla
Zelda

Zeitplan

Tag eins - Einführung
  • Kennenlernen der Mentor*innen und Teilnehmenden, Einführung des Workshop-Themas und des Ausstellungskontextes, der den Anstoß zum Workshop gegeben hat. Die Teilnehmenden sind eingeladen, über ihre Aktivitäten und Interessen in Bezug auf ihre praktische und theoretische Auseinandersetzung mit der Welt der bildenden Kunst, der darstellenden Kunst und der Klangkunst zu berichten.
  • Präsentation der Ausstellung durch die Kuratorin Grace Samboh und Diskussion des Präsentationsmaterials.

Tag zwei - Probe
  • Sammeln von Ideen, Hilfsmitteln und Lektüre zu ausgewählten Werken, die dann in einer Reihe von Konzerten oder Performances verarbeitet werden können.
  • Beginn der Probe für die Organisation eines Konzerts oder einer Performance basierend auf den ausgewählten Werken.

Tag drei - Generalprobe
  • Transport der Hilfsmittel in den Ausstellungsraum
  • Organisation eines Konzerts im Aufführungsraum um 18 - 19 Uhr. Das Konzert ist für Ausstellungsbesucher geöffnet. Buchen Sie Ihr Zeitfenster über galnas-id.com.

 

Julian Abraham

Seit 2020 verbringt Julian Abraham „Togar“ eine Residenz an der Rijksakademie. Seine beiden jüngsten Einzelausstellungen sind „Metangan Bunyi“ im RUBANAH Underground Hub (2019) und „Ulah Tanah“ im RUCI Art Space (2019). Er nahm außerdem teil an „Love Songs For The Savages“ in De Appel, Amsterdam (2021), „It's Done?!” in der Mizuma Gallery, Singapur (2020), „Superposition: Equilibrium & Engagement“ 21. Sydney Biennale (2018) und Biennale Jogja 2017 - Äquator #4.

Saleh Husein

Der Künstler Saleh Husein, besser bekannt als Ale, nahm unter anderem teil an „Stories Across Rising Lands“ im Museum MACAN (2021), „Power and Other Things“ im BOZAR - Centre for Fine Arts, Brüssel (2017), „Time of Others“ im Tokyo Museum of Contemporary Art, Singapore Art Museum, der Queensland Gallery of Modern Art (2015 - 2016) und der Jakarta Biennale 2013 „Siasat“. Ale ist auch als Gitarrist der Bands White Shoes & The Couples Company und The Adams bekannt.

Gema Swaratyagita

Gema Swaratyagita ist Komponistin, Performerin und Musiklehrerin. Ihre Kompositionen wurden unter anderem beim Holland Festival, dem Yogyakarta Contemporary Music Festival, der Indonesian Composers Week, dem Solo International Gamelan Festival, der Djakarta Theatre Platform und der Salihara Art Season aufgeführt. Die Leiterin des Music Meeting ist auch eine der Initiatorinnen des Women's Composers Forum and Lab und Collective Laring mit einem Schwerpunkt auf Klangkunst und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Über ,Para Sekutu yang Tidak Bisa Berkata Tidak’ (engl. The Acquiescent Allies, dt. Die Verbündeten, die nicht Nein sagen können)

Die Ausstellung zeigt ähnlich einer Zusammenstellung von zeitlosen Lieblingsmusikstücken eine Auswahl von Werken aus unterschiedlichen Sammlungen in einem neuen Licht. Die Werke stammen aus der Galeri Nasional Indonesia, dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin, dem MAIIAM Contemporary Art Museum und dem Singapore Art Museum. Die Ausstellung wurde kuratiert von Grace Samboh zusammen mit Anna-Catharina Gebbers, Gridthiya Gaweewong und June Yap und ist Teil des Langzeitprojekts Collecting Entanglements and Embodied Histories. Die Ausstellung läuft vom 28. Januar bis 27. Februar 2022 in der Galeri Nasional Indonesia.

Galeri Nasional - Zur Buchung eines Besuchs

Collecting Entanglements And Embodied Histories

ist ein vom Goethe-Institut initiierter Dialog zwischen der Galeri Nasional Indonesia, dem MAIIAM Contemporary Art Museum, der Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin und dem Singapore Art Museum. Das Projekt besteht aus vier Ausstellungen mit jeweils eigener kurativer Handschrift, die in den teilnehmenden Instituten gezeigt werden. Dazu kommen regelmäßig stattfindende öffentliche Angebote, die als Livestream auf Facebook und YouTube verfügbar sind, eine Reihe von Video-Essays von Kunstschaffenden zu ausgewählten Künstler*Innen und vieles mehr.

Kuratiert wird die Ausstellung von einem vierköpfigen Team: Anna-Catharina Gebbers, Grace Samboh, Gridthiya Gaweewong und June Yap.
 

Organisiert von:

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Medien- und Community-Partner:

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