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19:00 Uhr

Aguirre, der Zorn Gottes

Film|Im Rahmen der Filmreihe “Werner Herzog“

  • Multicinema Modernissimo, Neapel

  • Sprache Originalversion mit italienischen Untertiteln
  • Preis 10 Euro (5 Euro mit Goethe-Card)
  • Teil der Reihe: Werner Herzog

Klaus Kinski (Don Lope de Aguirre), Cecilia Rivera (Flores) in einer Szene des Films "Aguirre, der Zorn Gottes" von Werner Herzog © Werner Herzog Film / Deutsche Kinemathek

Klaus Kinski (Don Lope de Aguirre), Cecilia Rivera (Flores) in einer Szene des Films "Aguirre, der Zorn Gottes" von Werner Herzog © Werner Herzog Film / Deutsche Kinemathek

Zum Auftakt der Filmreihe „Werner Herzog“, anlässlich der Auszeichnung des Regisseurs mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2025, zeigt das Goethe-Institut Neapel in Zusammenarbeit mit der Cineteca di Bologna am Montag, den 12. Januar 2026 um 19 Uhr im Multicinema Modernissimo Neapel Werner Herzogs „Aguirre, der Zorn Gottes“.

Grußwort: Gerardo De Vivo, Maria Carmen Morese

Deutschland 1972, 93‘
Regie: Werner Herzog
Mit Klaus Kinski, Helena Rojo, Del Negro, Ruy Guerra, Peter Berling
Produktion: Werner Herzog Filmproduktion (München)

16. Jahrhundert, in den peruanischen Anden: Eine Expedition spanischer Conquistadores ist auf der Suche nach El Dorado, dem sagenhaften Goldland der Inkas. Der machtbesessene Unterführer Aguirre reißt das Kommando über einen Voraustrupp an sich, der auf Flößen den Amazonas herabfahren und die Gegend erkunden soll. Aguirre erklärt den spanischen König für abgesetzt und einen mitreisenden Adligen zum "Kaiser von El Dorado". Dann stößt er mit den Flößen weiter ins Land vor, inmitten einer feindlichen Umwelt, bedroht durch die Giftpfeile der Indigenen, Hunger, Erschöpfung, Krankheit und Meuterei. Die Gruppe wird immer weiter dezimiert. Am Ende sehen wir Aguirre dem Wahnsinn verfallen, auf einem von Leichen bedeckten Floß, das den Amazonas hinabtreibt.

Aguirres Traum von El Dorado, von Macht und Größe, ist der Traum, Geschichte zu machen, um sich dem Schicksal zu widersetzen. Es ist ein bildgewaltiges Abenteuer, das dem Neuen Deutschen Film auch international große Anerkennung verschaffte. Gleichzeitig ist "Aguirre, der Zorn Gottes" auch die erste Zusammenarbeit von Werner Herzog und dem exzentrischen Klaus Kinski. Ihr enges Verhältnis ist stets von einer großen Ambivalenz geprägt gewesen und brachte weitere Filme, wie "Nosferatu" (1979) und "Fitzcarraldo" (1982) hervor.