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19:00 Uhr
Kaspar Hauser
Film|Im Rahmen der Filmreihe “Werner Herzog“
-
Multicinema Modernissimo, Neapel
- Sprache Originalversion mit italienischen Untertiteln
- Preis 10 Euro (5 Euro mit Goethe-Card)
- Teil der Reihe: Werner Herzog
Im Rahmen der Filmreihe „Werner Herzog“ anlässlich der Auszeichnung des Regisseurs mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2025 zeigt das Goethe-Institut Neapel in Zusammenarbeit mit der Cineteca di Bologna am Montag, den 19. Januar 2026 um 19 Uhr im Multicinema Modernissimo Neapel Werner Herzogs „Jeder für sich und Gott gegen alle“.
Einführung: Armando Andria
Deutschland 1974, 109‘
Regie: Werner Herzog
Mit Bruno S., Walter Ladengast, Brigitte Mira, Hans Musäus, Willy Semmelrogge
Produktion: Werner Herzog Filmproduktion (München), ZDF
Anhand authentischer Dokumente aus dem 19. Jahrhundert erzählt Werner Herzog die Passionsgeschichte des Außenseiters Kaspar Hauser: 1829 in Nürnberg als sprach- und entwicklungsgestörtes Findelkind aufgefunden, wird der Junge zum Studienobjekt für Ärzte, Pädagogen und Theologen. Er erfährt die Erziehungs- und Eingliederungsversuche der Biedermeiergesellschaft, verharrt jedoch in skeptischer Distanz zu seiner neuen Umwelt, bis er 1833 einem ungeklärten Mord zum Opfer fällt.
Mit beeindruckender stilistischer Konsequenz und radikalem Erkenntniswillen beschreibt der Film den Prozess der Zivilisation als gefährliche Gratwanderung und die soziale Integration als Identitäts- und Phantasieverlust. Einerseits ist er ein unschuldiges Naturkind, andererseits ein apokalyptischer Visionär, der die Widersprüche seiner Umgebung sensibel wahrnimmt und schmerzvoll durchlebt. So wird der Held (herausragend verkörpert vom Laiendarsteller Bruno S.) zur tragischen Symbolfigur der Moderne im Spannungsfeld zwischen rationalem Nützlichkeitsdenken und abgründiger Existenzangst.
Wie der Vampirgraf Nosferatu oder viele andere „Außenseiter”, die Werner Herzog porträtiert hat, überschreitet Kaspar die Norm und konfrontiert die Gesellschaft mit ihrer Unfähigkeit, das, was als anders und abnormal empfunden wird, zu akzeptieren. Es ist sein Blick, dem die Kamera folgt, und es sind seine Augen, denen die ganze visionäre und philosophische Kraft des Films anvertraut ist.
Einführung: Armando Andria
Deutschland 1974, 109‘
Regie: Werner Herzog
Mit Bruno S., Walter Ladengast, Brigitte Mira, Hans Musäus, Willy Semmelrogge
Produktion: Werner Herzog Filmproduktion (München), ZDF
Anhand authentischer Dokumente aus dem 19. Jahrhundert erzählt Werner Herzog die Passionsgeschichte des Außenseiters Kaspar Hauser: 1829 in Nürnberg als sprach- und entwicklungsgestörtes Findelkind aufgefunden, wird der Junge zum Studienobjekt für Ärzte, Pädagogen und Theologen. Er erfährt die Erziehungs- und Eingliederungsversuche der Biedermeiergesellschaft, verharrt jedoch in skeptischer Distanz zu seiner neuen Umwelt, bis er 1833 einem ungeklärten Mord zum Opfer fällt.
Mit beeindruckender stilistischer Konsequenz und radikalem Erkenntniswillen beschreibt der Film den Prozess der Zivilisation als gefährliche Gratwanderung und die soziale Integration als Identitäts- und Phantasieverlust. Einerseits ist er ein unschuldiges Naturkind, andererseits ein apokalyptischer Visionär, der die Widersprüche seiner Umgebung sensibel wahrnimmt und schmerzvoll durchlebt. So wird der Held (herausragend verkörpert vom Laiendarsteller Bruno S.) zur tragischen Symbolfigur der Moderne im Spannungsfeld zwischen rationalem Nützlichkeitsdenken und abgründiger Existenzangst.
Wie der Vampirgraf Nosferatu oder viele andere „Außenseiter”, die Werner Herzog porträtiert hat, überschreitet Kaspar die Norm und konfrontiert die Gesellschaft mit ihrer Unfähigkeit, das, was als anders und abnormal empfunden wird, zu akzeptieren. Es ist sein Blick, dem die Kamera folgt, und es sind seine Augen, denen die ganze visionäre und philosophische Kraft des Films anvertraut ist.
Ort
Multicinema Modernissimo
Via Cisterna dell'Olio 49/59
80134 Neapel
Italien
Via Cisterna dell'Olio 49/59
80134 Neapel
Italien