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19:00 Uhr

Stroszek

Film|Im Rahmen der Filmreihe “Werner Herzog“

  • Multicinema Modernissimo, Neapel

  • Sprache Originalversion mit italienischen Untertiteln
  • Preis 10 Euro (5 Euro mit Goethe-Card)
  • Teil der Reihe: Werner Herzog

Bruno S. (Stroszek) und Eva Mattes (Eva) in einer Szene des Films "Stroszek" von Werner Herzog © Werner Herzog Film / Deutsche Kinemathek

Bruno S. (Stroszek) und Eva Mattes (Eva) in einer Szene des Films "Stroszek" von Werner Herzog © Werner Herzog Film / Deutsche Kinemathek

Im Rahmen der Filmreihe „Werner Herzog“ anlässlich der Auszeichnung des Regisseurs mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2025 zeigt das Goethe-Institut Neapel in Zusammenarbeit mit der Cineteca di Bologna am Montag, den 26. Januar 2026 um 19 Uhr im Multicinema Modernissimo Neapel Werner Herzogs „Stroszek“.

Deutschland 1977, 108‘
Regie: Werner Herzog
Mit Bruno S., Eva Mattes, Clemens Scheitz
Produktion: Werner Herzog Filmproduktion (München), ZDF

Die Geschichte des Ausgestoßenen Stroszek, der zusammen mit zwei anderen Außenseitern sein Glück in Amerika sucht, ist von einem ausgeprägten sozialkritischen Ansatz geprägt. Dieser drückt sich im Versuch aus, alle Widersprüche des Kapitalismus durch den privilegierten Filter des „schrägen” Blicks eines Outsiders zu erfassen. So wird der Film zu einem einzigartigen Roadmovie und zu einer heftigen, gnadenlosen Streitschrift gegen die Hässlichkeiten der Macht. Gleichzeitig ist er eine schonungslose Analyse der Absurditäten der Sprache, die die Macht selbst benutzt, um Menschen in ihre unpersönlichen Mechanismen hineinzuziehen.

Mit fast ausschließlich nicht-professionellen Schauspieler:innen und einer hier mehr denn je brechtschen Sprache geht Herzog den Problemen auf den Grund und zwingt die Zuschauer:innen in das Raster schöner und trauriger Bilder, die das Ergebnis der eindrucksvollen Arbeit des Kameramanns Thomas Mauch sind.

Nach dem Erfolg von „Jeder für sich und Gott gegen alle” ist es erneut Bruno S., der einer außergewöhnlichen Figur Leben einhaucht. Seine groteske Präsenz konfrontiert uns mit einem „anderen” Blickwinkel auf eine Realität, von der wir nur sehr oberflächlich glauben können, sie wirklich zu kennen.