Dienstag 5. April 2022, 18:30 Uhr

Liebe in Zeiten des Hasses. Chronik eines Gefühls 1929–1939

Literatur | Buchvorstellung im Beisein des Autors|von Florian Illies

  • Auditorium des Goethe-Instituts, Rom

  • Sprache Simultanübersetzung
  • Preis ausgebucht

Buchcover L’amore al tempo dell’odio. Una storia sentimentale degli anni trenta von Florian Illies Foto (Detail): © Marsilio Editori

Buchcover „L’amore al tempo dell’odio. Una storia sentimentale degli anni trenta“ von Florian Illies Foto (Detail): © Marsilio Editori

Florian Illies wird sich mit dem Journalisten Paolo Valentino unterhalten. 
 
Das Buch (S. Fischer Verlag, 2021) ist in Italien 2022 bei Marsilio Editore in der Übersetzung von Francesco Peri unter dem Titel L’amore al tempo dell’odio. Una storia sentimentale degli anni trenta erschienen. 
In einem virtuosen Epochengemälde erweckt Florian Illies die dreißiger Jahre, dieses Jahrzehnt berstender politischer und kultureller Spannungen, zum Leben.

Als Jean-Paul Sartre mit Simone de Beauvoir im Kranzler-Eck in Berlin Käsekuchen isst, Henry Miller und Anaïs Nin wilde Nächte in Paris und „Stille Tage in Clichy“ erleben, F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway sich in New York in leidenschaftliche Affären stürzen, fliehen Bertolt Brecht und Helene Weigel wie Katia und Thomas Mann ins Exil. Genau das ist die Zeit, in der die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland ergreifen, Bücher verbrennen und die Gewalt gegen Juden beginnt.

1933 enden die „Goldenen Zwanziger“ mit einer Vollbremsung. Florian Illies führt uns zurück in die Epoche einer singulären politischen Katastrophe, um von den größten Liebespaaren der Kulturgeschichte zu erzählen: In Berlin, Paris, im Tessin und an der Riviera stemmen sich die großen Helden der Zeit gegen den drohenden Untergang. Eine mitreißend erzählte Reise in die Vergangenheit, die sich wie ein Kommentar zu unserer verunsicherten Gegenwart liest: Liebe in Zeiten des Hasses. (S.Fischer Verlag)

Florian Illies Foto (Detail): © Patrick Bienert 2019 Florian Illies
Mit Eleganz und Leichtigkeit verwandelt Florian Illies vergangene Epochen in lebendige Gegenwart. Er zieht überraschende Querverbindungen zwischen den Protagonisten und verknüpft Szenen und Momentaufnahmen zu mitreißenden Panoramen. Sein Welterfolg 1913. Der Sommer des Jahrhunderts, mit dem Illies ein neues Genre begründete, führte monatelang die SPIEGEL-Bestsellerliste an. Illies, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn und Oxford. Er war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der ZEIT, Verleger des Rowohlt Verlages, leitete das Auktionshaus Grisebach und war Mitbegründer der Kunstzeitschrift Monopol. Heute ist Florian Illies Mitherausgeber der ZEIT und freier Schriftsteller. Er lebt in Berlin.


Paolo Valentino Foto (Detail): © Oliviero Toscani Paolo Valentino (Giardini-Naxos, 1956), war ab 1984 Korrespondent beim Corriere della Sera, in Brüssel, Moskau, Berlin, Washington, bevor er nach Deutschland zurückkehrte. Nach seinem Abschluss in Politikwissenschaften an der Cesare-Alfieri-Fakultät der Universität Florenz, einem Schüler von Ezio Tarantelli und Mario Draghi, erhielt er 1989 das Nieman-Stipendium der Harvard University, das renommierteste Stipendium für amerikanischen Journalismus. Im Laufe seiner Karriere hat er Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Barack Obama, Wladimir Putin und Hassan Rohani interviewt. Für Marsilio veröffentlichte er 2021 The Age of Merkel.


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