Donnerstag 25. Januar 2024, 19:30 Uhr
Die rote Kapelle
Film|Tag der Erinnerung an die Shoah
-
Auditorium des Goethe-Instituts, Rom
- Sprache Originalversion mit itl. UTs
- Preis kostenlos
Regie: Stefan Roloff
Deutschland 2004, 80 Min., Originalversion mit itl. UTs
Der Dokumentarfilm über eine der größten deutschen Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime lässt erstmals Überlebende zu Wort kommen und korrigiert althergebrachte Mythen mit neuen, überraschenden Erkenntnissen.
Am Beginn des Films steht das Interview des Regisseurs Stefan Roloff mit seinem Vater, wenige Jahre vor dessen Tod im Jahr 2001. Nach über 60 Jahren war Helmut Roloff zum ersten Mal bereit darüber zu erzählen, wie bei ihm die Gestapo eines der Funkgeräte der Widerstandsgruppe gefunden hatte. Nach dem Auffliegen der Gruppe wurden allein von dem Berliner Widerstandskreis 37 Mitglieder in Plötzensee hingerichtet. Die Todesurteile gründeten sich auf zahlreiche Flugblattaktionen und den Vorwurf der Spionage.
Dank neuer Erkenntnisse gelingt es dem Film zu belegen, dass die Gruppe nicht nur zur Sowjetunion, sondern auch zu den Briten und den Amerikanern Kontakte unterhielt. Damit brach er mit der diskreditierenden Legende der Nazis, die „Rote Kapelle“ habe als „kommunistisches Spionagenetz“ agiert. Dieser Vorwurf wurde ungebrochen von den westlichen Mächten übernommen. So standen die Überlebenden noch bis in die 70er Jahre unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.
Der Film lässt die Geschichte der Widerstandsgruppe, der über 100 mutige Frauen und Männer angehörten, durch die Stimmen noch lebender Mitglieder wieder lebendig werden. Mittels einer ästhetisch kreativen Computeranimation werden die geschilderten Alltagsszenen aus der Widerstandsarbeit, wie das Verteilen der Flugblätter, die zum Widerstand aufriefen ("Krieg, Hunger, Lüge, Gestapo - wie lange noch?"), ins Bild gesetzt. Interviews mit Töchtern und Söhnen der einstigen Aktivisten schlagen die Brücke zur Gegenwart. Sie sprechen darüber, was für sie heute das historische Erbe des Widerstandes bedeutet.
Foto © Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Der Regisseur Stefan Roloff ist auch Kurator einer Ausstellung, die durch die Kunst der Videoinstallation die Geschichte von elf Aktivisten der Roten Kapelle erzählt, die den Nationalsozialismus überlebt haben.
An die ersten 10 Personen, die an eventi-roma@goethe.de schreiben, verschenken wir den deutschen Katalog zur Ausstellung Zeitzeugnisse – Überlebende der Roten Kapelle sprechen.
Deutschland 2004, 80 Min., Originalversion mit itl. UTs
Der Dokumentarfilm über eine der größten deutschen Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime lässt erstmals Überlebende zu Wort kommen und korrigiert althergebrachte Mythen mit neuen, überraschenden Erkenntnissen.
Am Beginn des Films steht das Interview des Regisseurs Stefan Roloff mit seinem Vater, wenige Jahre vor dessen Tod im Jahr 2001. Nach über 60 Jahren war Helmut Roloff zum ersten Mal bereit darüber zu erzählen, wie bei ihm die Gestapo eines der Funkgeräte der Widerstandsgruppe gefunden hatte. Nach dem Auffliegen der Gruppe wurden allein von dem Berliner Widerstandskreis 37 Mitglieder in Plötzensee hingerichtet. Die Todesurteile gründeten sich auf zahlreiche Flugblattaktionen und den Vorwurf der Spionage.
Dank neuer Erkenntnisse gelingt es dem Film zu belegen, dass die Gruppe nicht nur zur Sowjetunion, sondern auch zu den Briten und den Amerikanern Kontakte unterhielt. Damit brach er mit der diskreditierenden Legende der Nazis, die „Rote Kapelle“ habe als „kommunistisches Spionagenetz“ agiert. Dieser Vorwurf wurde ungebrochen von den westlichen Mächten übernommen. So standen die Überlebenden noch bis in die 70er Jahre unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.
Der Film lässt die Geschichte der Widerstandsgruppe, der über 100 mutige Frauen und Männer angehörten, durch die Stimmen noch lebender Mitglieder wieder lebendig werden. Mittels einer ästhetisch kreativen Computeranimation werden die geschilderten Alltagsszenen aus der Widerstandsarbeit, wie das Verteilen der Flugblätter, die zum Widerstand aufriefen ("Krieg, Hunger, Lüge, Gestapo - wie lange noch?"), ins Bild gesetzt. Interviews mit Töchtern und Söhnen der einstigen Aktivisten schlagen die Brücke zur Gegenwart. Sie sprechen darüber, was für sie heute das historische Erbe des Widerstandes bedeutet.
Foto © Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Der Regisseur Stefan Roloff ist auch Kurator einer Ausstellung, die durch die Kunst der Videoinstallation die Geschichte von elf Aktivisten der Roten Kapelle erzählt, die den Nationalsozialismus überlebt haben.An die ersten 10 Personen, die an eventi-roma@goethe.de schreiben, verschenken wir den deutschen Katalog zur Ausstellung Zeitzeugnisse – Überlebende der Roten Kapelle sprechen.
Ort
Auditorium des Goethe-Instituts
Via Savoia, 15
00198 Rom
Italien
Via Savoia, 15
00198 Rom
Italien