Sonntag, 3. September 2017, 21:00 Uhr

Electra Electro

Konzert - Performance|Multimediales Musiktheater mit Tanz und Video

  • Agrigent, Agrigent

  • Preis Eintritt € 10, € 8 ermäßigt mit Goethe-Card

Electra Electro © Studio Forward

Maren Kessler,  Stimme und Performance
David Schwarz, Klavier und Elektronik
Antonino Secchia, Vibrafon und Schlagzeug
Simone Frederick Scacchetti, Tanz
Manuela Hartel, Video

Eintrittskarten können im Vorverkauf bei Tourist Service, Via Imera 27, Agrigent sowie ab zwei Stunden vor Aufführungsbeginn und solange der Vorrat reicht an der Abendkasse des Junotempels erworben werden.
Weitere Informationen unter der Telefonnummer +39 0922 1839996

Eine deutsch-italienische Kooproduktion des Goethe-Instituts Palermo, CoopCulture und des Archäologischen Parks Tal der Tempel  Agrigent. Das Projekt ist Teil des umfassenden, von CoopCulture geförderten Kulturprogramms im Archäologischen Park Tal der Tempel.

Die Elektra aus Richard Strauss’ gleichnamiger Oper nach einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal sowie der Orest aus Karl Gustav Vollmoellers Antikenübersetzung werden in diesem zeitgenössischen Gesamtkunstwerk zu Electra und Electro. 

Des Mordes an der Mutter Klytämnestra und deren Geliebten Ägisthos schuldig, werden Electra (Elektra) und Electro (Orest) von der Göttin Athene freigesprochen. Aus Dankbarkeit beschließen sie, den Rest ihres Lebens keusch im Tempel zu verbringen. Die Götter allerdings wetten, dass sie es schaffen werden, das Gelübde der beiden zu brechen und sie aus dem Tempel zu vertreiben …  

Die Musiktheaterperformance Electra Electro wurde eigens für den Archäologischen Park Tal der Tempel in Agrigent geschaffen. In einer originellen und eindrucksvollen Collage verwebt sich die spätromantische Musik Richard Strauss‘ mit den Pop-Klängen der Sängerin und Performerin Maren Keßler, des Pianisten David Schwarz und des Vibrafonisten und Schlagzeugers Antonino Secchia. Die suggestive Tanzsprache Simone Frederick Scacchettis und die Videoprojektionen der deutschen Künstlerin und Performerin Manuela Hartel setzen das Musiktheaterstück visuell in Szene. 

Im Schatten des Junotempels wird Maren Keßler alias Maren Montauk der Figur Elektra ihre Stimme leihen, während Simone Frederick Scacchetti tänzerisch den Orest verkörpert. Stimme und Bewegung verschmelzen miteinander und treten mit der komplexen Klang- und Bildkulisse in Austausch.

Mitwirkende

Maren Keßler Maren Keßler | Foto: Robert Dyhringer Maren Keßler studierte Jazzgesang, Performance Art und Bildende Kunst in Weimar, Luzern und Köln. Sie erhielt Förderungen durch den Deutschen Musikrat (Popcamp, Bundesjugendjazzorchester), ein Stipendium der Neuen Liszt Stiftung Weimar, das Bundesstipendium der Schweiz und absolvierte Konzerttourneen mit dem Goethe-Institut in Italien und Indien.
In ihren Hörspielen und Performance-Theaterstücken kombiniert sie verschiedene Musikstile mit audiovisuellen Medien und sucht für ihre Stücke nach besonderen Aufführungsorten. Theatermusik schrieb sie für das Staatstheater Darmstadt, Schauspielhaus Graz, Schauspiel Köln und das Theater Magdeburg. Unter ihrem Künstlernamen Maren Montauk arbeitet die Berliner Künstlerin in unterschiedlichen Formaten zwischen Popmusik und Avantgarde.

David Schwarz David Schwarz | Foto: Maren Kessler David Schwarz studierte Filmmusik an der Filmuniversität Potsdam-Babelsberg und Jazz-Klavier bei Leonid Chizhik in München, Weimar und Jerusalem. Er lebt in Berlin und arbeitet als Multiinstrumentalist, Arrangeur und Komponist in verschiedenen Projekten und Bands (Oakband, Mr.Bugslow, Schwarz un Schmitz). Seine Filmmusiken, u.a. »Reise zum Mars« und »Über Druck« von Sebastian Binder, wurden mehrfach ausgezeichnet. Als Bühnenmusiker, Schauspieler und Komponist arbeitet er am Schauspiel Frankfurt, am Schauspielhaus Graz, am Theater Oberhausen, am Theater Münster, am Staatstheater Darmstadt, am Züricher Schauspielhaus sowie am Deutschen Theater in Berlin.

Antonino Secchia Antonino Secchia | Foto: Pavlos Iliopoulos Antonino Secchia studierte Schlagwerk und elektroakustische Komposition am Konservatorium Antonio Scontrino in Trapani. 2010 war er Gaststudent an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Als Stipendiat der Neuen Liszt Stiftung Weimar absolvierter er bei Markus Leoson und Gerhard Gläßer einen Master in Percussion. Im März 2013 erhielt er das Stipendium der Yamaha Music Foundation of Europe. Er war in verschiedenen Orchestern, darunter die Philharmonie Jena, das Göttinger Symphonieorchester und die Staatskapelle Weimar, tätig und trat bei verschiedenen renommierten Festivals wie den Tagen für zeitgenössische Musik Weimar, Isole in Musica, Live!Xem, Audiovisiva Mailand und Suonafrancese auf. Zur Zeit ist er Dozent für Schlaginstrumente an der  Sing- und Musikschule Regensburg. 

Simone Frederick Scacchetti Simone Frederick Scacchetti | Foto: Jochen Quast Simone Frederick Scacchetti begann seine Ausbildung an der Tanzschule IL GABBIANO, espressione in movimento (2000-2010) unter der Leitung von Franca Pagliassotto und Erika Tiso. 2010 zog er in die Schweiz, um dort an der École-Atelier Maurice Béjart klassischen, modernen, indischen und zeitgenössischen Tanz sowie Gesang, Schlagwerk und Kendo zu studieren. Während seiner Ausbildung wirkte er in Repertoireproduktionen des Béjart Ballet Lausanne unter der Leitung von Gil Roman mit. 2013 erhielt er sein erstes Engagement am Opernhaus Zürich und anschließend am Theater Regensburg. In den letzten Jahren trat Scacchetti auf zahlreichen internationalen Bühnen und bei überregional bekannten Festivals wie IMPULSTANZ Wien auf. Er arbeitet mit international renommierten Künstlern wie Ismael Ivo, Michele Merola, Larrio Ekson, Robert Hewitt, Stephan Toss, Paul Lightfoot, Marina Mascarell und Joeri Alexander Dubbe zusammen.

Manuela Hartel Manuela Hartel | Foto: Domniki Mitropoulou Manueal Hartel studierte Gesang und Szenische Künste am American Institute of Music in Wien, am Centro Professione Musica in Mailand und an der Kunstakademie München. In ihren audiovisuellen Arbeiten, in denen sie oft selbst als Performerin  auftritt, werden die jeweiligen Schauplätze durch raumgreifende Videoprojektionen erweitert und verwandelt. Hartels Installationen wurden unter anderem an der Bayerischen Staatsoper gezeigt. Ihre Performance „Set Fire to Flames“ war beim RODEO-Festival München 2016 eingeladen, das Projekt „No Weapon Formed Against Me Shall Prosper“ wurde im Rahmen des UNPAINTED art lab 3.0 in München gezeigt. Ihre jüngste Arbeit, die audiovisuelle Installation mit performativen Elementen „BELOVED!“, feierte im vergangenen Mai in Athen Premiere. Zur Zeit ist Hartels Videoarbeit „I LIVE IN HELL – LET ME LIVE“ im Rahmenprogramm der Biennale 2017 im Palazzo Pisani in Venedig zu sehen.