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18:00 Uhr

Treffen mit dem Dichter Tomas Venclova

Gespräch und Poesie|Im Rahmen des Projekts „Aspekte der Anwesenheit“

Tomas Venclova Foto: Marlene Pfau

Tomas Venclova Foto: Marlene Pfau

Am Dienstag, dem 27. Januar, um 18 Uhr laden wir zu einem Treffen mit dem Dichter, Publizisten, Übersetzer, Literaturwissenschaftler und Intellektuellen Tomas Venclova ein, bei dem er aus seinen Gedichten lesen wird.

Im Mittelpunkt des Abends stehen Venclovas Texte, die unter den konfliktreichen Umständen seines Lebens entstanden sind: von seiner dissidentischen Tätigkeit in der Sowjetzeit und seinen Reisen durch die Sowjetunion bis zu seiner erzwungenen Emigration in die USA im achten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts.

Die Gedichtlesung wird von einem Gespräch zwischen Venclova und dem Kurator und Direktor des CAC, Valentinas Klimašauskas, begleitet.

  • Tomas Venclova

    Tomas Venclova ist Dichter, Essayist, Übersetzer, Wissenschaftler, einer der bedeutendsten Intellektuellen der baltischen Region und Dissident, einer der Gründer der litauischen Helsinki-Gruppe. 1977 musste er die Sowjetunion verlassen, später erhielt er die US-Staatsbürgerschaft. Von 1980 bis 2012 lehrte er slawische Sprachen und Literatur an der Yale University. Ab 1985 war er Professor, derzeit ist er Professor Emeritus der Yale University. Venclovas' Werke – Gedichte, Literaturkritik und kulturelle Essays – wurden in mehr als sechzig Büchern veröffentlicht und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

    Er ist auch bekannt für seine bedeutenden Übersetzungen ins Litauische und sein konsequentes Eintreten für Demokratie und Menschenrechte. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Litauische Nationalpreis für Kultur und Kunst, der Vilenica-Preis, der Petrarka-Preis, der Zbigniew-Herbert-Preis und mehrere Ehrendoktorwürden. Seit 2019 lebt er in Vilnius, wo ihm die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde

  • Valentinas Klimašauskas

    Valentinas Klimašauskas ist Direktor des Contemporary Art Centre (CAC), Kurator und Schriftsteller. Zu den größeren internationalen Projekten, die er kuratiert hat, gehören die 1. Klaipėda-Biennale „Saulėlydis kas dvejus metus“ (2025), der litauische Nationalpavillon auf der Biennale für zeitgenössische Kunst in Venedig (zusammen mit João Laia, Künstler: Pakui Hardware und Marija Teresė Rožanskaitė, Litauisches Nationalmuseum der Bildenden Künste, 2024), das Festival für zeitgenössische Kunst „Coast Contemporary“ auf den Lofoten in Norwegen (2023), die 14. Baltische Triennale „Endlose Kämpfe“ (zusammen mit João Laia, CAC, 2021), Alexandros Piricis‘ choreografisches Projekt (Kaunas IX Fort Monument zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, 2020) und der lettische Nationalpavillon auf der Biennale in Venedig (zusammen mit Inga Lāce, Daiga Grantinas Einzelausstellung „Saules Suns“, 2019).

    2024 veröffentlichte er das Buch „Telebodies. Bleeding Subtitles for Postrobotic Scenes“ („Telekūniai. Kraujuojantys postrobotinių peizažų subtitrai“, Mousse Publishing, Mailand) – einen Teil seiner Doktorarbeit in Kunst, die er an der Kunstakademie Vilnius verteidigt hat. Klimašauskas ist auch Autor der Belletristikbücher „Daugiakampis“ (Six Chairs Books, Kaunas, 2018), „Oh, my darling and other texts“ (The Baltic Notebooks of Anthony Blunt, Vilnius, 2018) und „Alfavilnius“ (Kitos knygos, Vilnius, 2008).

„Aspekte der Anwesenheit“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Litauen, des Contemporary Art Centre (CAC), Vilnius, und der Akademie der Künste, Berlin.