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20:00 Uhr

We Are At War. Treffen mit Medienkünstler Bjørn Melhus

Künstlergespräch und Filmvorführung|Im Rahmen des Projekts „Aspekte der Anwesenheit“

 Ausstellungsansicht mit Videoarbeit „Im not the enemy“ von Bjørn Melhus Foto: Andrej Vasilenko

 Ausstellungsansicht mit Videoarbeit „Im not the enemy“ von Bjørn Melhus Foto: Andrej Vasilenko

Unter dem Titel We Are At War. Zeiten zwischen post-traumatischer und prä-traumatischer Belastungsstörung laden wir gemeinsam mit Rupert ein zu einem Abend mit dem Medienkünstler Bjørn Melhus.

Das Programm spannt einen Bogen von der deutschen Wiedervereinigung 1990 bis zur Gegenwart und umfasst Videoarbeiten aus drei Jahrzehnten, in denen Bjørn Melhus die Darstellung bewaffneter Konflikte in den Medien auf sehr unterschiedliche Weise untersucht. Zeitachsen, Projektionen von Feindbildern, Kriegsverherrlichung und kollektive Traumata, die im Mainstream-Kino verhandelt werden, überschneiden sich. Der Krieg bleibt präsent, und wir befinden uns irgendwo zwischen posttraumatischer und prätraumatischer Belastungsstörung.

Das Filmprogramm wird begleitet durch ein Gespräch mit Rupert-Kurator Liam Murtaugh und der Kuratorin Aiste Liuka Jonynaite, die Bjørn Melhus im Rahmen seiner Recherchen in Litauen für das Projekt „Aspekte der Anwesenheit“ begleitet hat. Bjørn Melhus‘ Videoarbeit „I’m Not the Enemy *Lithuania*“ (2011/2025) ist in der Ausstellung „Glocken und Kanonen. Zeitgenössische Kunst in Zeiten von Militarisierung“ im Contemporary Art Centre zu sehen.

Bjørn Melhus

Bjørn Melhus ist ein deutsch-norwegischer Medienkünstler. In seinem Werk hat er eine einzigartige Position entwickelt, die die Möglichkeiten einer kritischen Rezeption von Kino und Fernsehen erweitert. Seine Praxis der Fragmentierung, Zerstörung und Rekonstruktion bekannter Figuren, Themen und Strategien der Massenmedien eröffnet ein Netzwerk neuer Interpretationen und kritischer Kommentare. Ursprünglich im Kontext des Experimentalfilms verwurzelt, wurden Bjørn Melhus' Arbeiten auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Er hat unter anderem Vorführungen in der Tate Modern und im LUX in London, im Museum of Modern Art (MediaScope) in New York und im Centre Pompidou in Paris veranstaltet. Seine Arbeiten wurden in Ausstellungen wie The American Effect im Whitney Museum New York, der 8. Internationalen Istanbul Biennale, Einzel- und Gruppenausstellungen im FACT Liverpool, der Serpentine Gallery London, dem Sprengel Museum Hannover, dem Museum Ludwig Köln, dem ZKM Karlsruhe und dem Denver Art Museum gezeigt. Melhus lebt und arbeitet in Berlin und lehrt an der Kunsthochschule Kassel.

„Aspekte der Anwesenheit“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Litauen, des Contemporary Art Centre (CAC), Vilnius, und der Akademie der Künste, Berlin.
Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit Rupert Art Centre organisiert.