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11:00 Uhr

Treffen mit den Sieger*innen des Essay-Wettbewerbs

Lesung|Das 30. Internationale Thomas-Mann-Festival „Die Zeit ist aus den Fugen. Die Hoffnung“

  • Museum der Geschichte der Kurischen Nehrung, Neringa

  • Sprache Litauisch

Essay-Wettbewerb © TMF

Essay-Wettbewerb © TMF

Die Autor*innen der drei besten Essays, Urtė Baltrušytė, Gabrielė Brazaitytė und Simonas Surdokas, werden im Rahmen des Festivals aus ihren Texten lesen und sich mit dem Publikum über deren Inhalte austauschen.
Die Veranstaltung wird von Laurynas Katkus moderiert.

Zum 10. Mal hat das Goethe-Institut Litauen und das Thomas-Mann-Kulturzentrum hat Studierende von Universitäten und Hochschulen eingeladen, Essays für den Wettbewerb des 30. Internationalen Thomas-Mann-Festivals einzureichen.

Das Festival findet vom 11. bis 18. Juli 2026 in Nida statt, und das diesjährige Thema lautet „Die Zeit ist aus den Fugen. Die Hoffnung“.

Die drei ausgewählten Essayautor*innen werden zum Festival eingeladen, stellen ihre Texte im Rahmen einer öffentlichen Lesung vor und können weitere Veranstaltungen des Festivals besuchen. Ihre Essays erscheinen auf der Webseite und in den sozialen Netzwerken des Thomas-Mann-Kulturzentrums und seiner Partner auf Litauisch und Deutsch. Die Reisekosten innerhalb Litauens nach Nida sowie drei Übernachtungen werden übernommen.

Das Thema des Festivals

Das Thomas-Mann-Festival wird jedes Jahr nach Themen gestaltet, die wichtige Fragen der Gegenwart widerspiegeln. Im dreijährigen Zyklus wurden die drei großen Tugenden als Leitmotive gewählt. Im vergangenen Jahr stand der Glaube im Mittelpunkt, in diesem Jahr richtet sich der Blick auf die Hoffnung. Wenn Shakespeares Hamlet über die ihn umgebende Welt spricht, sagt er, die Zeit sei „aus den Fugen“. Diese Beschreibung, so die Vorsitzende des Festival-Kuratoriums Irena Vaišvilaitė, fordere dazu auf, „Haltungen des Überlebens und des inneren Standhaltens in radikalen Umbrüchen zu erkennen, in denen die Konturen der vertrauten Welt zu verschwimmen oder einzustürzen beginnen“.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird Hoffnung oft psychologisch und emotional verstanden – als optimistische Erwartung, die auf das Beste hofft. Die Tugend der Hoffnung hingegen bedeutet nicht den Glauben, dass sich alles irgendwie fügen wird oder dass Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Sie ist vielmehr ein Blick in die Tiefe einer komplexen und oft feindlichen Wirklichkeit – durch das eigene Dasein in der Welt, durch die geistige Tiefe im Menschen. Hoffnung ist daher kein Gefühl, sondern eine willentliche und aktive Haltung der Geduld und der Standhaftigkeit. Veranstalter: Thomas-Mann-Kulturzentrum und das Goethe-Institut Litauen.