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22:00 Uhr

Irena / A Goodnight Kiss

Film|Kinonächte im Rahmen des 30. Internationalen Thomas Mann Festivals

  • Kultur- und Tourismuszentrum „Agila“, Nida

  • Sprache Litauisch mit englischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei

Szene aus dem Film „Irena“: Irena Veisaitė im Gespräch © Kino pavasaris Distribution

Szene aus dem Film „Irena“: Irena Veisaitė im Gespräch © Kino pavasaris Distribution

Dokumentarfilm, Litauen/ Estland/ Bulgarien, 90 Min.
Regie: Giedrė Žickytė
Produktion: Giedrė Žickytė, Ilma Nausėdaitė, Andrius Korvel, Atanas Georgiev
Ko-Produktion: Pille Rünk, Martichka Bozhilova


Filmeinführung: Ruth Leiserowitz
Moderation: Dmitrijus Gluščevskis

Der Dokumentarfilm der Regisseurin Giedrė Žickytė erzählt die bewegende Geschichte von Irena Veisaitė – einer herausragenden Persönlichkeit der litauischen Kultur. Das Goethe-Institut freut sich, zur Entstehung dieses Films beigetragen zu haben.
Žickytės filmische Erzählung ist eine einfühlsame Hommage an eine Frau, die trotz persönlicher Verluste und der Erfahrung des Holocausts den Weg der Versöhnung wählte. Statt Rache – Vergebung, statt Schweigen – Dialog, statt Hass – Liebe. Ihr Leben wurde für viele zum Vorbild.
Der Film ist nicht nur ein historisches Zeugnis, sondern auch ein Appell an unsere Gegenwart: Er erinnert daran, wie Haltung die Welt verändern kann, und lädt dazu ein, über Menschlichkeit und Dialog neu nachzudenken.

Über Irena Veisaitė
Irena Veisaitė (1928–2020) war litauisch-jüdische Literaturwissenschaftlerin, Theaterkritikerin, Germanistin, Menschenrechtsaktivistin. Während des Zweiten Weltkriegs überlebte sie das Ghetto in Kaunas. Über viele Jahre lehrte sie westeuropäische Literatur, Germanistik und Theatergeschichte am damaligen Pädagogischen Institut in Vilnius. Sie war Mitbegründerin der Open Society Foundation Lithuania (Soros-Stiftung) und leitete deren Vorstand von 1993 bis 2000. Ihr Engagement galt dem Aufbau einer offenen Zivilgesellschaft sowie der Förderung von Menschenrechten und demokratischen Werten. Sie war langjähriges Mitglied des Kuratoriums des Thomas-Mann-Kulturzentrums und pflegte enge Beziehungen zur deutschen Kultur- und Wissenschaftsszene.
Für ihr Lebenswerk wurde Irena Veisaitė 2012 mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet – der höchsten Auszeichnung der deutschen auswärtigen Kulturpolitik. 2020 wurde ihr das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 

Diese Filmvorführung ist Teil der Filmreihe „Kinonächte“ im Rahmen des 30. Internationalen Thomas-Mann-Festivals, das vom 11. bis 18. Juli 2026 in Nida unter dem Motto „Die Zeit ist aus den Fugen. Die Hoffnung“ stattfindet.
Das diesjährige Filmprogramm präsentiert an fünf Abenden aktuelle Spiel‑ und Dokumentarfilme aus Litauen, Deutschland und der Ukraine.
Die Reihe entsteht in Zusammenarbeit mit dem Goethe‑Institut und wird von Dmitrij Gluščevskij moderiert.
Alle Vorführungen beginnen um 22.00 Uhr im Kulturzentrum Agila (Taikos g. 4, Nida). 

Das Programm der Kinonächte: 

Montag, 13. Juli 2026: „Das Häuschen der Hungerstreikenden“ (Regie: Karolis Kaupinis, 85 Min., Litauen/Tschechien/Lettland, 2025)

Dienstag, 14. Juli 2026: „Irena“ (Regie: Giedrė Žičkytė, Dokumentarfilm, 90 Min., Litauen/Estland/Bulgarien, 2025). Filmvorstellung: Ruth Leiserowitz

Mittwoch, 15. Juli 2026: „In die Sonne schauen“ (Regie: Mascha Schilinski, Deutschland, 2025, 149 Min.)
Donnerstag,

Donnerstag, 16. Juli 2026: „Timestamp / Стрічка часу“ (Regie: Kateryna Gornostai, Ukraine, 2025, 125 Min.).
Freitag,

Freitag, 17. Juli 2026: „Good Bye, Lenin!“ (Regie: Wolfgang Becker, Deutschland, 2003, 121 Min.) Das Festival wird vom Thomas-Mann-Kulturzentrum in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut organisiert.