Lissabon 87/88
Eine Ausstellung von Ute und
Werner Mahler

Lisboa 87/88 Qd Foto © Ute und Werner Mahler

In den Jahren 1987 und 1988 reisten die Fotografen Ute und Werner Mahler gemeinsam mit dem Journalisten Wolfgang Kil mit einem klaren Ziel nach Lissabon: Sie wollten ein Buch über diese Stadt am westlichen Rand Europas schaffen. Das Projekt war als Reisebuch für den Leipziger Verlag Brockhaus konzipiert und sollte in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) erscheinen.

Zum ersten Mal war es diesen drei Bürgern der DDR gestattet, ein westlich-demokratisches Land zu besuchen. Über mehrere Wochen erkundeten sie Lissabon auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen und dem Alltäglichen.

In jener Zeit begann Lissabon tiefgreifende Veränderungen zu erleben, die den Wandel in ganz Portugal widerspiegelten: Das Land war erst ein Jahr zuvor der Europäischen Union beigetreten, und zum ersten Mal seit der Nelkenrevolution vom 25. April 1974 war die Vorherrschaft der Sozialistischen Partei beendet. Der Wahlsieg von Cavaco Silva bei den Parlamentswahlen 1987 markierte den Beginn einer neuen sozialdemokratischen Ära.

Das von den Mahlers eingefangene Porträt Lissabons zeigt eine Gesellschaft im Wandel – eine Sichtweise, die heute neue Resonanz erhält. Ihre Schwarz-Weiß-Straßenfotografien entstanden im Dialog zweier Künstler mit einer ihnen unbekannten, aber inspirierenden Stadt.

Zwei Jahre später fiel die Berliner Mauer, die DDR wurde aufgelöst, und das Buch verschwand mit ihr. Die Fotografien und Kontaktabzüge dieses unvollendeten Projekts blieben in Kisten vergessen, bis sie im Jahr 2021 wiederentdeckt wurden.

Fast vier Jahrzehnte später lädt die Präsentation dieser bislang ungesehenen Bilder ein portugiesisches Publikum dazu ein, sich zu fragen: Wie haben sich Lissabon und seine Menschen verändert?

Diese Reflexion beginnt mit einem außergewöhnlichen visuellen Zeugnis, geschaffen von zwei der bedeutendsten deutschen Fotograf*innen des 20. Jahrhunderts.

Ute und Werner Mahler zählen zu den herausragenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen deutschen Fotografie. Nach dem Fall der Berliner Mauer gründeten sie 1990 in Berlin die Fotoagentur OSTKREUZ, die sich zu einem der führenden Zentren der deutschen Dokumentarfotografie entwickelte.

Veranstaltungen

  • 4.- 29. Mai | Praça dos Restauradores, Lissabon

    Ausstellung Lissabon '87/88

    Die Fotoausstellung zum Buch Lissabon ’87/88 von Ute Mahler und Werner Mahler ist vom 4. bis 29. Mai auf dem Praça dos Restauradores in Lissabon zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 4. Mai, um 18:00 Uhr in Anwesenheit der Autoren statt.

     Foto © Ute und Werner Mahler Foto © Ute und Werner Mahler

  • 5. Mai | 19 Uhr | Goethe-Institut in Lissabon

    Ein Gespräch mit Ute und Werner Mahler

    Am 5. Mai um 19 Uhr findet im Goethe-Institut Lissabon ein Gespräch mit den Fotografen Ute Mahler und Werner Mahler und Mário Cruz (NARRATIVA) statt. Im Mittelpunkt stehen das Werk, das der Ausstellung Lissabon 87/88 zugrunde liegt, und ihre Erfahrungen als Fotojournalisten in der ehemaligen DDR.
     

       Foto © Ute und Werner Mahler Foto © Ute und Werner Mahler

Logo Organisatoren Ausstellung Lissabon 87/88

Folgen Sie uns