DocTor: Horizonte des Alters

Sonja Maximenko | © Goethe-Institut Moskau Sonja Maximenko | © Goethe-Institut Moskau

Mobile Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen in den russischen Regionen




Über DocTor

Das Projekt „DocTor“ wurde vom Goethe-Institut Moskau in Zusammenarbeit mit „DOKer“, einem der größten Dokumentarfilmfestivals in Russland, entwickelt.

2020 waren die „Horizonte des Alters“ das Thema von DocTor. Das wachsende Interesse von Filmemacher*innen am Thema Alter und Altwerden geht mit einer immer älter werdenden Gesellschaft einher. Die Aspekte des Alters sind sehr vielseitig: altersbedingte Krankheiten, lange Pflegebedürftigkeit, neue Lebensentwürfe für die neue Lebensphase des „langen Alterns“, Rollenmodelle, die älteren Menschen von der Gesellschaft vorgeschlagen werden, Generationengerechtigkeit sowie Stärken und Schwächen der Rentenversicherungssysteme. Diese Aspekte, die für Russland ebenso relevant sind wie für Deutschland, werden in der Filmkunst anhand von Geschichten realer Personen dargestellt. Der Film ist daher ein sehr wirksames und geeignetes Mittel, um dieses Thema zu reflektieren und einen gesellschaftlichen Dialog anzustoßen.

Im Rahmen des Projekts „DocTor“ reisten deutsche und russische Filmemacher*innen gemeinsam in die russischen Regionen zu namhaften Dokumentarfilmfestivals: „Saratower Leiden“ (Saratow, 28.10 – 3.11.2020), „Rossija“ (Jekaterinburg, 23.11-28.11.2020), „Flahertiana“ (Perm, 11.12-17.12.2020). Dort wurden deutsche und russische Filme zum Thema Alter und Altwerden gezeigt. Im Anschluss an die Filmvorführungen wurden Publikumsgespräche und Paneldiskussionen geplant: Die eingeladenen Regisseur*innen haben die in den Filmen vermittelten Themen, Ideen und Werte gemeinsam mit Psycholog*innen, Gerontolog*innen, Soziolog*innen und anderen Expert*innen vor Ort erläutert und vertieft.

Die Filmvorführungen des Projekts „DocTor“ wurden zudem durch weitere auf den Festivals gezeigten Filme zum Thema ergänzt; des Weiteren wurden themengebundene öffentliche Diskussionen und Workshops mit lokalen Expert*innen vorbereitet – sowohl mit Forscher*innen, als auch mit praxisorientierten Sozialarbeiter*innen und Aktivist*innen. Diese Veranstaltungen wurden gefilmt und auf der Webseite des Projekts online gestellt.

Zudem organisieren die Koordinator*innen vor Ort Filmvorführungen in einer oder zwei weiteren kleineren Städten in der Nähe des Festivals, in denen der Zugang zu hochwertigen Dokumentarfilmen oft erschwert ist. Auch dort stehen die Regisseur*innen für Diskussionsrunden mit dem lokalen Publikum zur Verfügung.
Das zentrale Anliegen von „DocTor“ ist, das aktuelle Thema Alter und Altwerden zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Reflexion zu machen, das Publikum für andere Lebensrealitäten zu sensibilisieren und einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Lebensentwürfen zu fördern. „DocTor“ strebt zudem internationale Vernetzung sowie einen Erfahrungsaustausch lokaler russischer Filmfestivals mit Filmfachleuten aus Deutschland an.

Auf der Website von „DocTor“ kann man sich über die Veranstaltungen im Rahmen des Projekts informieren; zudem wurden dort mit Hilfe von deutschen und russischen Experten vorbereitete Beiträge online gestellt, die das Thema Alter und Altwerden aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

„DocTor“ richtet sich an ein breites Publikum – Filmliebhaber*innen, Jugendliche, Journalist*innen, Studierende, Rentner*innen – und auf alle Film- und Kulturinteressenten.

Projektveranstalter

  • Goethe-Institut Moskau
  • Internationales Dokumentarfilmfestival „DOKer“, Moskau
  • Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes
  • Im Rahmen des Programms „Östliche Partnerschaften“
  • In Zusammenarbeit mit folgenden Festivals:
Internationales Festival der Dokumelodramas „Saratower Leiden“ (Saratow)
31. Offenes Dokumentarfilmfestival „Rossija“ (Jekaterinburg)
20. Internationales Dokumentarfilmfestival „Flahertiana“ (Perm)

Projektkuratorinnen

Tatiana Tschagina © Goethe-Institut Tatiana Tschagina

Geboren in Perm. 1992/1997 studierte sie Philologie (Deutsch) in Perm, 2000/2002 – Kulturmanagement in Moskau an der Akademie der sozialen und ökonomischen Wissenschaften und an der Manchester Universität (MA /Master of Arts). 1998 - 2001 Gründung und die Leitung der Kontaktstelle des Goethe-Instituts Moskau in Perm. 2008, 2012, 2014 Jurymitglied beim Kinder- und Jugendfilmfestival „Schlingel“ in Chemnitz. 2007 - 2012 nimmt an der Jury-Arbeit des Festivals der deutschen Filme in Moskau (St. Petersburg und Nowosibirsk) in Kooperation mit German Films teil. Seit 2002 bis heute - Arbeit als Kuratorin und Koordinatorin der Filmprojekte am Goethe-Institut Moskau (Festival „Blick“, das internationale Kinderfilmprojekt „CINEMOBIL“, "DOKMOBIL", "DOKTOR", "DOCTRAIN", Retrospektiven des Goethe-Instituts auf dem Moskauer Internationalen Film Festival und in der Tretjakow Galerie, deutsch-französisches Projekt „Treffen mit ARTE“, Tage und Festivals der deutschen Filme in den Städten RF und viele andere).

Irina Schatalowa © Foto privat IRINA SCHATALOWA

Produzentin und Kamerafrau. Geboren in Moskau. 2007 Absolventin der Fakultät für Kamera am Gerassimow-Institut für Kinematographie (Meisterklasse Wadim Jusow). Als verantwortliche Kamerafrau drehte sie mehr als 15 Dokumentarfilme. Trägerin mehrerer Preise für Kameraarbeit im Dokumentarfilm auf internationalen und nationalen Festivals. 2014 Absolventin eines Kurses für Produktion und Distribution an der New York Film Academy (NYFA) in New York und des Programms „Emerging Producers“ für junge europäische Produzent*innen in Jihlava, Tschechien. Produzentin der Dokumentar-Spielfilme „Linar“ (Preise auf internationalen Filmfestivals in Giffoni, Vancouver und San Francisco) und „Die Alchimie der Arktis“ (Zuschauerpreis für den besten Spielfilm auf dem XII. Internationalen Independent Filmfestival „SouthSide Film Festival“ in Pennsylvania). Gründerin des Dokumentarfilm-Projekts „DОKer“ (2011) und Direktorin des gleichnamigen internationalen Dokumentarfilmfestivals in Moskau.

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