Krieg und Frieden nach Kant

Konferenz|Konferenz zum 300. Geburtstag Immanuel Kants

Krieg und Frieden nach Kant Design: Suzana Brborović

Das Goethe-Institut Ljubljana, die Philosophische Fakultät der Universität von Ljubljana und das Kultur- und Kongresszentrum Cankarjev dom laden zum 300. Geburtstag von Immanuel Kant zur internationalen philosophischen Konferenz „Krieg und Frieden nach Kant“, die zwischen dem 7.  und 9. November 2024 stattfinden wird, ein.

Die Konferenz wird die anhaltende Relevanz und Bedeutung von Kants Auffassung des ewigen Friedens untersuchen, sowohl im Kontext des kantischen und nachkantischen Denkens als auch im weiteren Rahmen des zeitgenössischen politischen und philosophischen Diskurses. In einer Zeit, in der Kriege sowohl in Europa als auch darüber hinaus toben, ist deutlich geworden, dass das Thema Krieg und Frieden in wissenschaftlichen und akademischen Kreisen zu wenig Beachtung gefunden hat. Diese Konferenz zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem die angemessene Rolle von Krieg und Frieden in Kants Essay „Zum ewigen Frieden“ und ihre Auswirkungen auf das zeitgenössische politische und philosophische Denken untersucht werden.

Laut Kant sollte ewiger Frieden nicht als statischer „Zustand“ verstanden werden, sondern vielmehr als eine Form von Aktivität, die sowohl konzeptionell als auch politisch ständig ausgeübt und verwirklicht werden muss. In diesem Zusammenhang wird die Konferenz die Frage zu beantworten suchen, ob ewiger Frieden eine politische und theoretische Utopie ist, wie Kants Idee oft charakterisiert wird, oder ein grundlegend realistischer theoretischer Vorschlag, der auch heute noch produktiv für das zeitgenössische Denken bleibt. Neben Diskussionen über Kants historische Vorgänger (Saint-Pierre, Rousseau) und Nachfolger (insbesondere Hegel, der Kants pazifistisches Ideal bekanntermaßen ablehnte und stattdessen die notwendige Möglichkeit des Krieges akzeptierte, ja sogar bejahte), wird die Konferenz auch verwandte Fragen behandeln, wie das Verhältnis zwischen Krieg und Politik (Schmitt), die Mechanismen der Ausbeutung (Spivak) und die Auswirkungen militärischer Technologie und Organisation auf die Gesamtstruktur der Gesellschaft. Die Konferenz wird es den Teilnehmenden ermöglichen, über die ersten Umrisse eines theoretischen Rahmens für das Verständnis von Krieg und Frieden in unserer Zeit nachzudenken und diesen weiterzuentwickeln. Donnerstag, 7.11.: Live-Stream #1

9.30-10.00 Eröffnung (Tobias Rosefeldt, Gazela Pudar Draško, Alix Landgrebe, Vertreter der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana)
10.00-10.50 Roberta Picardi (Universität Molise)
11.00-11.50 Hector Jimenez Garcia (Universität Barcelona)
12.00-12.50 Ognian Kassabov (Universität Sofia)
13.00-15.00 Mittagessen
15.00-15.50 Petar Bojanić (Universität Belgrad)
16.00-16.50 Attay Kremer (Universität Tel Aviv)
17.00-17.50 Corina Mieth (Ruhr-Universität Bochum)

Freitag, 8.11.: Live-Stream #2

10.00-10.50 Daniel Elon (Ruhr-Universität Bochum)
11.00-11.50 Bojana Jovićević (Universität Ljubljana)
12.00-12.50 Levi Haeck (Universität Gent)
13.00-15.00 Mittagessen
15.00-15.50 Caecile Varsllev Pedersen (Universität Southampton)
16.00-16.50 Martin Hergouth (Universität Ljubljana)

Samstag, 9.11.: Live-Stream #3

10.00-10.50 Anna Enstrom (Universität Södertörn)
11.00-11.50 Yuval Kremitzer (Humboldt-Universität zu Berlin)
12.00-12.50 Igor Cvejić (Universität Belgrad)
13.00-15.00 Mittagessen
15.00-15.50 Goran Vranešević (Universität Belgrad)
16.00-16.50 Aleksei Krouglov (Universität Moskau)

Programmkomitee der Konferenz: Tobias Rosefeld, Petar Bojanić, Zdravko Kobe, Alix Landgrebe und Giulia La Rocca

Organisationskomitee: Lea Kuhar, Bojana Jovićević, Martin Hergouth, Goran Vranešević, Urban Šrimpf und Zdravko Kobe

Wir freuen uns auf Sie!