Kollektives Übersetzen © Goethe-Institut

Kollektives Übersetzen

Im Rahmen des Projektes Kollektives Übersetzen werden sechs Studentinnen und Studenten unter der Betreuung der jungen Übersetzer Irena Smodiš und Urban Šrimpf und mit lektorischer Unterstützung der anerkannten Übersetzerin aus dem Deutschen ins Slowenische Amalija Maček den Roman „nichts, was uns passiert“ (Verbrecher Verlag, 2018) der jungen deutschen Schriftstellerin Bettina Wilpert ins Slowenische übersetzen. Ziel des Projektes ist, die künftigen Übersetzerinnen und Übersetzer mit der Funktionsweise des literarischen Übersetzungsmarkts zu konfrontieren und ihnen den Weg zu ihm zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.

Als Resultat des Projektes entsteht eine kollektiv ausgearbeitete Übersetzung. Die Übersetzer helfen sich dabei mit der digitalen Plattform Lectory, die den Austausch von Meinungen und Ideen fördert, die Kommunikation bei Übersetzungsproblemen erleichtert und einen Raum für Diskussionen über das Gelesene bietet.

Der Roman „nichts, was uns passiert“ behandelt ein komplexes und gesellschaftlich sehr wichtiges Thema – sexuelle Gewalt. Anna behauptet, dass sie vergewaltigt wurde, Jonas ist überzeugt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Die Autorin beleuchtet das Thema von unterschiedlichen Seiten und vermeidet dabei erfolgreich eine Stellungnahme und stellt vor allem die Folgen der sexuellen Gewalt für das Opfer, den Täter und ihre Umgebung in den Mittelpunkt.

Bettina Wilpert © linonono Bettina Wilpert, geboren 1989, wohnt in Leipzig, wo sie Deutsch unterrichtet. In Potsdam, Berlin und Leipzig studierte sie Kulturwissenschaften, Anglistik und Literarisches Schreiben. Unter Anderem war sie Finalistin des 23. internationalen Wettbewerbs junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik Open Mike, Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa 2017 des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) und Artist in Residence auf dem Festival für junge Literatur PROSANOVA 2017. Ihr Debütroman „nichts, was uns passiert“ landete auf der Hotlist 2018, der Liste der zehn besten Bücher unabhängiger Verlage im deutschsprachigen Raum. Er wurde auch mit dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen und dem ZDF-„aspekte”-Literaturpreis für das beste literarische Debüt des Jahres 2018 ausgezeichnet.

Der Roman wurde u. A. im Rahmen der Projekte des Goethe-Instituts Bücher, über die man spricht und Books First (ab S. 208) vorgestellt.


Zeitplan:

28.6.: Workshop I
15.7.: Workshop II
12.8.: Workshop III
15.10.: Workshop IV
28.10.: Workshop V
28.11.: Workshop VI
09.12.: Workshop VII
16.12.: Workshop mir Amalija Maček
17. und 18.12.: Workshops mit Bettina Wilpert

8.3.2020: Publikation und Präsentation des Buches mit Bettina Wilpert im Rahmen des Festivals Fabula 2020

Mentoren: Amalija Maček, Irena Smodiš, Urban Šrimpf (Koordinator)

Studierende (BA-Student*innen der Abteilung für Übersetzen der Philosophischen Fakulät in Ljubljana): Alenka Činč, Barbara Krivec, Dominika Tomanovič, Luka Šintler Povše, Martin Lah, Tajda Liplin Šerbetar

Partner:
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