Stipendien und Ausschreibungen

Service Stipendien Kulturmittler Foto: Goethe-Institut Sie haben Ideen und Talente, aber wissen nicht, wie und wo Sie diese fördern lassen können? Hier geben wir Ihnen einen Überblick über einige Stipendien und Ausschreibungen, sowohl vom Goethe-Institut als auch Förderungen Dritter, die einem die Möglichkeiten geben, sich und seine Ideen zu verwirklichen.

Stipendien und Ausschreibungen

Fabjan Hafner Preis 2019 (für die beste Übersetzung aus dem Deutschen ins Slowenische): Wiederholung und Erweiterung der Ausschreibung vom 15. August 2019.

Sehr geehrte Damen und Herren,

entgegen unseren Erwartungen sind neben den ursprünglich ausgeschriebenen Werken (Prosa, Essays, Lyrik, Kinder- und Jugendbuch), einige Werke aus dem Bereich Humanismus  und Dramatik eingegangen, die wir in dieser und in den folgenden Ausschreibungen den ursprünglichen Kategorien hinzufügen möchten. Auch hat sich kurzfristig ergeben, dass sich das Land Kärnten mit einer Erhöhung des Preisgeldes in Höhe von 2000 Euro beteiligt.

Wir halten es deshalb für fair, allen Übersetzer*innen diese neuen Rahmenbedingungen mitzuteilen und gleichzeitig die Werkkategorien auf Drama und Humanismus auszuweiten. Die Einsendezeit müssen wir allerdings auf zwei Wochen (Einsendungen spätestens bis 30. September 2019) begrenzen.
 
Das Goethe-Institut Ljubljana verleiht in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB) und dem Musil-Institut (Universität Klagenfurt) den „Fabjan Hafner Preis“, der die beste Übersetzung  aus dem Slowenischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Slowenische auszeichnet. Der erste deutsch-slowenische Übersetzerpreis wurde im November 2017 auf der Buchmesse in Ljubljana verliehen, der zweite slowenisch-deutsche auf der Leipziger Buchmesse 2018. In diesem Wechsel erfolgen die Preisverleihungen auch in den kommenden Jahren. Der Preis ist nach dem für Slowenien besonders wichtigen Übersetzer, Dichter und Literaturwissenschaftler Fabjan Hafner (1966–2016) benannt.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik Slowenien Borut Pahor, des Präsidenten des Goethe-Instituts e.V. Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann, des Landeshauptmanns für Kärnten, Dr. Peter Kaiser, und des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Slowenien Klaus Riedel.

DER PREIS

Der deutsch-slowenische Fabjan Hafner Preis für das Jahr 2019 wird im November im Rahmen der Slowenischen Buchmesse für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Übersetzens von Prosa, Essays, Lyrik, Dramatik und Humanismus, Kinder- und Jugendbuch aus dem Deutschen ins Slowenische verliehen. Er beinhaltet ein einmonatiges Stipendium am Literarischen Colloquium Berlin (Reisekosten, Unterkunft im LCB*), ein Preisgeld in Höhe von 4000 Euro sowie eine Lesung mit Gespräch im Musil-Institut.

*Sollte das LCB-Stipendium nicht wahrgenommen werden können, wird nur das Preisgeld ausgezahlt.

DIE JURY

Zwei Jurys wählen jeweils die beste Übersetzung aus. Eine slowenische Jury, bestehend aus slowenischen Jurorinnen und Juroren, wählt die Übersetzungen aus dem Deutschen ins Slowenische aus, die aus deutschen Jurorinnen und Juroren bestehende Jury die Übersetzungen aus dem Slowenischen ins Deutsche.

Die Jury für das Jahr 2019: Dr. Irena Samide, Dr. Tanja Žigon, Brane Čop. 

BEWERBUNGSVERFAHREN

Die Bewerbungsunterlagen sollten neben dem Lebenslauf und der Bibliographie der Übersetzerin oder des Übersetzers den Originaltext auf Deutsch und die in Buchform veröffentlichte slowenische Übersetzung (Erscheinungsjahre 2016–2019) umfassen und sich auf die Bereiche Humanismus, Dramatik, Prosa, Essays, Lyrik und Kinder– und Jugendbuch beziehen. In Frage kommen Werke aus dem ganzen deutschsprachigen Gebiet. Jede Übersetzerin oder jeder Übersetzer darf sich nur mit einem übersetzten Titel bewerben. Die Bewerbung kann von der Übersetzerin oder dem Übersetzer selbst oder vom Verlag, bei dem das Buch erschienen ist, eingereicht werden.

Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte per Einschreiben an das Goethe-Institut Ljubljana (Dr. Urban Šrimpf), Mirje 12, 1000 Ljubljana, wobei der Originaltext auf Deutsch entweder in  E- oder Buchform eingesendet werden kann, und an die E-Mail kultur-ljubljana@goethe.de.

Einsendeschluss: 30. September 2019.

Die Ergebnisse der Jury werden den Bewerberinnen und Bewerbern nach dem 10. November mitgeteilt. Die bereits eingegangenen Werke sind automatisch für die neue Ausschreibung registriert.

Die Kontaktperson bei weiteren Fragen ist Dr. Urban Šrimpf: +386 1 3000 314; urban.srimpf@goethe.de.
 
Shifting Baselines ist ein mehrjähriges prozessorientiertes und transdisziplinäres Projekt, das internationale wie lokale Perspektiven auf gegenwärtige Norm- und Wahrnehmungsverschiebungen in unserem Alltag eröffnet, indem es theoretische Überlegungen und Diskurse mit künstlerischer Praxis verbindet. Der Begriff „shifting baselines“ stammt ursprünglich aus der Naturwissenschaft (Meeresbiologie und Fischereiforschung), wurde im Besonderen vom soziologischen Diskurs rezipiert und in kulturwissenschaftliche Kontexte übertragen. Shifting baselines setzt sich mit transformativen Prozessen auseinander, die einerseits als Verhältnisse zwischen Wahrnehmungen, Werten und Handlungsmustern und andererseits als sich wandelnde Umwelt beschrieben werden können. Häufig geschieht es, dass Veränderungsprozesse, die gesellschaftliche Rahmenbedingungen umgestalten, von Menschen und Gesellschaften, in denen sie passieren, nicht erkannt werden, da sich zugleich – und ebenso unbewusst – auch deren Wahrnehmungen, Werte und Handlungsmuster verändern. Der Sozialpsychologe Harald Welzer erklärt dieses Verhältnis bildhaft mit zwei Zügen, die mit gleicher Geschwindigkeit auf parallel verlaufenden Schienen fahren, wodurch es den Anschein hat, als würden sie zueinander stillstehen. Infolgedessen erkennen wir häufig bedeutende historische Ereignisse oder Veränderungen zum Zeitpunkt ihres Geschehens nicht als solche.

Vom 16. bis 19. Oktober 2019 kommen beim Festival Borštnikovo srečanje im Puppentheater Maribor (Slowenien) Künstler*innen und Theoretiker*innen aus Slowenien, Deutschland und Österreich zusammen. Im Rahmen einer viertägigen künstlerisch-theoretischen Plattform werden verschiedene Aspekte und Auswirkungen des Phänomens shifting baselines beleuchtet und verschiedene öffentliche Veranstaltungen organisiert, durch die Besucher*Innen eine experimentelle Reise durch das Konzept von shifting baselines erleben, sowohl physisch, theoretisch, visuell als auch performativ.

Mit der Ausschreibung möchten wir, dass das Phänomen mithilfe von visueller Kommunikation und Design bewertet, gedacht und dargestellt wird. Wir möchten herausfinden, wie Kreative und Designer „Shifting Baselines“ durch visuelle Bilder und grafische oder typografische Darstellungen ausdrücken würden und wie Designlösungen das Phänomen kreativ adressieren und einem breiten, interessierten Publikum näherbringen können.

Die Teilnehmer werden von einer ausgewählten Jury aus Kuratoren und Mitgliedern des Projekts Shifting-Baselines-Lab bewertet und anschließend mit Preisgeldern ausgezeichnet. Die Sieger-Lösung wird auch Teil der visuellen Darstellung des Projekts.

Die Höhe der Preisgelder beträgt 200 Euro für den 3. Platz, 350 Euro für den 2. Platz und 500 Euro für den 1. Platz.

Alle Preisträger – aber auch Teilnehmer – bekommen die Möglichkeit, am Eröffnungs- sowie Abschlussevent des Projekts teilzunehmen, das Phänomen aktiv mitzuerleben und an der Gestaltung einer Publikation beziehungsweise eines offiziellen Dokuments weiterzuwirken, das einerseits eine Niederschrift beziehungsweise ein kreatives Projektarchiv, andererseits eine innovative Darstellung jener Veränderungen sein soll, denen wir unterworfen sind.

Bitte schicken Sie Ihre Vorschläge inklusive einer Erklärung der kreativen Lösung als PDF-Datei an die unten stehenden E-Mail-Adressen. Anmeldungen sind auch in Paaren oder Gruppen möglich.
 
kultur-ljubljana@goethe.de und info@nagib.si
 
Anmeldeschluss ist der 15. Oktober 2019 um 12.00 Uhr.

Produzenten und Partner: Verein Nagib, Goethe-Institut Ljubljana, Österreichisches Kulturforum Ljubljana und Festival Borštnikovo srečanje