Literaturabend Kollektives Übersetzen II I Enis Maci in Medana

Kollektives Übersetzen © Goethe-Institut Ljubljana

Sa, 05.06.2021

20:00 - 22:00

Gedenkhaus von Alojz Gradnik und Ludvik Zorzut

Kollektives Übersetzen

Literaturabend im Rahmen des Projekts "Kollektives Übersetzen II" und Festivals Fabula 2021

Das Goethe-Institut Ljubljana lädt in Zusammenarbeit mit dem Verlag Beletrina, dem Humanistischen Verein Goriška, der Zeitschrift Razpotja und dem Festival "Stadt des Buches" im Rahmen des Festivals Fabula 2021 zum Literaturabend mit der deutschen Schriftstellerin, Regisseurin und Dramaturgin Enis Maci ein, der am Samstag, den 05.06.2021, um 20:00 Uhr im Gedenkhaus von Alojz Gradnik und Ludvik Zorzut in Medana stattfindet. Die Autorin wird ihre Essay-Sammlung "Eiscafé Europa" präsentieren.

Eiscafé Europa - slow. Übersetzung © Beletrina Wie könnte Widerstand heute aussehen? Auf der Suche nach einer Antwort zieht Enis Maci eine Linie von Jeanne D'Arc über Sophie Scholl zu den albanischen Schwurjungfrauen. Sie entlarvt die medialen Strategien der Identitären als Travestie, befragt Muttersprache und Herkunft, reist nach Walhalla und blickt dort auf die Büste der in Auschwitz ermordeten Nonne Edith Stein. Sie verweilt in den sozialen Randzonen und verwebt die losen Zipfel erzählens-notwendiger Dinge zu einem dichten Panorama europäischer Gegenwart. Das Außerordentliche überkreuzt sich in ihren Essays mit dem Alltäglichen, das Private mit dem Politischen.

Die Essays wurden von Urška Brodar, einer anerkannten Übersetzerin, Dramaturgin und Performerin, übersetzt, die mit Student*innen der Abteilung für Übersetzen der Philosophischen Fakultät der Universität von Ljubljana zusammenarbeitete: Barbara Krivec, Tajda Liplin Šerbetar, Živa Simonišek, Ilda Šećkanović, Luka Šintler Povše, Dominika Tomanović. Die Student*innen wurden von der Lektorin und Übersetzerin Irena Smodiš und Dr. Urban Šrimpf, Koordinator des Kulturprogramms des Goethe-Instituts Ljubljana, betreut.

Enis Maci © Max Zerrahn/Suhrkamp Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, hat Literarisches Schreiben in Leipzig und Kultursoziologie in London studiert. Ihr erstes Stück, "Lebendfallen", wurde 2018 am Schauspiel Leipzig uraufgeführt. 2018 und 2019 wurde sie in der Kritikerumfrage von Theater heute zur "Nachwuchsdramatikerin des Jahres" gewählt. 2018 erfolgte am Schauspielhaus Wien die Uraufführung des Stückes "Mitwisser", mit dem Enis Maci 2019 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert wurde. 2019 zeigte das Schauspielhaus Wien die Uraufführung von "AUTOS". In der Spielzeit 2018/19 war Enis Maci Stipendiatin der Villa Concordia und Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. Das dort entstandene Stück "Bataillon" wurde im Januar 2020 uraufgeführt.Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Literaturpreis "Text & Sprache" des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und dem Literaturpreis Ruhr. Im Jahr 2021 ist Enis Maci Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul und der Villa Aurora in Los Angeles.

Viel Freude am Lesen!

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