Carmel, Indiana und Seiffen
Die Kugeltour
Die Kugeltour ist eine permanente, groß angelegte interaktive Kugelbahn, die das „immaterielle Kulturerbe“ des deutschen Erzgebirges in Carmel, Indiana in eine funktionale Realität umsetzen soll.
Diese öffentliche Kunstinitiative nutzt jahrhundertealtes handwerkliches Können, um öffentliche Räume an verschiedenen Orten zu beleben, und schafft so einen begehbaren, familienfreundlichen Parcours, der transatlantische Gemeinschaften vereint. Durch die Einrichtung von Strecken in lokalen Museen, sowie in drei Geschäften und in Parks, verwandelt die Kugeltour Straßen in eine lebendige Spielgalerie. Dieses wechselseitige Erbe, das sich in einer Schwesterstrecke in Seiffen widerspiegelt, verbindet meisterhafte Holzbearbeitung mit der Gastfreundschaft Indianas.
Die Kugeltour ist zudem eine sich ständig weiterentwickelnde Geschichte, bei der jede neue Bahn das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Carmel und den Meistertischlern in Seiffen ist. Darüber hinaus lassen sich die Holzkugeln für Sondereditionen und Gemeinschaftsveranstaltungen individuell gestalten und bieten eine fantastische Plattform für transatlantische Designwettbewerbe, bei denen künftige Sammlerkugeln bestimmt werden. Außerdem würdigt die Kugeltour das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Handwerk von Seiffen und fördert durch ein hybrides Produktionsmodell die amerikanische STEAM-Bildung.
Neben lokalen Herstellern, Ingenieur*inneen und Künstler*innen richten wir uns mit der Kugeltour auch an unseren Schulbezirk der 16.000 Schüler*innen umfasst. Durch eine Integration in den Lehrplan sollen Designkooperationen ermöglicht werden, die die Schüler*innen eine aktive Rolle in der transatlantischen Produktion einnehmen lassen.
Deutsche Ingenieurskunst: Die wichtigsten kinetischen Komponenten werden in Deutschland von DESIGNSYSTEM entwickelt, um höchste handwerkliche Standards zu gewährleisten.
Amerikanische Integration: Modulare Gehäuse und Kulissen werden in Indiana unter Mitwirkung der Moden Agency gefertigt, wodurch sichergestellt wird, dass die Schienen den US-Sicherheits- und ADA-Standards entsprechen.
Durch die Übertragung eines bewährten deutschen Modells auf das städtische Umfeld des amerikanischen Mittleren Westens erfüllt dieses Projekt die Mission des Goethe-Instituts „Connecting Places“, internationale Beziehungen durch zukunftsorientierte, gemeinsam geschaffene Kunst neu zu beleben.