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18:00 Uhr

Foreign Correspondent Unplugged: Über Demokratie berichten – Medien, Politik und öffentliche Meinung auf beiden Seiten des Atlantiks

Podiumsdiskussion|mit Nadine Lindner und Renée Loth|Moderator: Steven E. Sokol

Nadine Lindner und Renée Loth ©Deutschlandradio

Nadine Lindner und Renée Loth ©Deutschlandradio

Begleiten Sie den American Council on Germany und das Goethe-Institut zu einer weiteren Ausgabe unserer Reihe Foreign Correspondent Unplugged, die aktuelle politische Debatten auf beiden Seiten des Atlantiks beleuchtet.

Politische Debatten sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten werden zunehmend nicht nur durch Wahlen und politische Entscheidungen geprägt, sondern auch durch die Narrative und Deutungen, die in den Medien entstehen. Während die Polarisierung zunimmt und sich politische Bewegungen weiterentwickeln, spielen Journalist*innen und Meinungskolumnist*innen eine entscheidende Rolle dabei, der Öffentlichkeit zu helfen, schnelle politische Entwicklungen einzuordnen.

Treffen Sie zwei profilierte Stimmen aus ihren jeweiligen nationalen Medienlandschaften zu einem Gespräch über Politik, öffentlichen Diskurs und die sich wandelnde Rolle des Journalismus. Nadine Lindner, eine preisgekrönte Korrespondentin des Deutschlandradios, bekannt für ihre Berichterstattung über den Aufstieg der Alternative für Deutschland sowie politische Entwicklungen in Ostdeutschland, trifft auf Renée Loth, Kolumnistin beim Boston Globe und ehemalige Leiterin der Meinungsredaktion der Zeitung. Auf Grundlage jahrzehntelanger Berichterstattung und Kommentierung werden sie untersuchen, wie politischer Journalismus und meinungsbildende Texte das öffentliche Verständnis zentraler politischer Trends prägen – von der Entwicklung der Parteipolitik in Deutschland bis hin zu den Kräften, die die amerikanische Demokratie verändern – und was das Publikum auf beiden Seiten des Atlantiks häufig missversteht.

ÜBER DIE SPRECHER*INNEN

  • Nadine Lindner ist seit Anfang 2016 Korrespondentin im Berliner Studio von Deutschlandradio und dort unter anderem für die Berichterstattung über die AfD sowie die Verkehrspolitik zuständig. Zuvor war sie zweieinhalb Jahre lang Landeskorrespondentin im Freistaat Sachsen und verfolgte dort den Aufstieg von Pegida. Sie studierte Politikwissenschaft, Journalistik und Afrikastudien in Leipzig und entdeckte ihre Begeisterung für das Radio beim Ausbildungssender „mephisto 97.6“. Nach ihrem Universitätsabschluss arbeitete sie als freie Journalistin für „MDR Sputnik“, die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Deutschlandradio.

    Sie wurde 1980 in einer Kleinstadt nahe Frankfurt am Main geboren und studierte Politikwissenschaft in Leipzig/Sachsen. Anschließend absolvierte sie ihre journalistische Ausbildung beim Deutschlandradio, einem bundesweiten öffentlich-rechtlichen Radiosender. 2013 kehrte Frau Lindner als Landeskorrespondentin für Deutschlandradio nach Sachsen zurück, wo sie über die frühen Jahre der Alternative für Deutschland (AfD) sowie die Anti-Asyl-Bewegung Pegida berichtete. Seit 2016 arbeitet sie im Hauptstadtstudio des Deutschlandradios in Berlin, wo sie für die Berichterstattung über die AfD im Deutschen Bundestag verantwortlich ist. Für ihre Berichterstattung über die AfD und Ostdeutschland wurde Nadine Lindner 2024 mit dem Preis der Bundespressekonferenz, dem Verband der Hauptstadtjournalist*innen, ausgezeichnet.

  • Renée Loth ist Kolumnistin für die Meinungsseite des Boston Globe. In ihrer herausragenden journalistischen Laufbahn war Renée unter anderem Wahlkampfreporterin für Präsidentschaftskandidaturen, Politikredakteurin sowie Leiterin der Meinungsredaktion des Globe – eine Position, in der sie neun Jahre lang die ranghöchste Frau der Zeitung war. Bis 2018 war sie außerdem mehrere Jahre lang Chefredakteurin von ArchitectureBoston, dem vierteljährlich erscheinenden Ideenmagazin der Boston Society of Architects.

    Sie war Gastdozentin für Public Policy an der Kennedy School of Government der Harvard University und fungierte zweimal als Jurorin für die Pulitzer-Preise im Journalismus. Im Rahmen von Reisestipendien und Fellowships berichtete sie aus 14 Ländern. Sie ist mit dem Jazzpianisten Bert Seager verheiratet. Das Paar lebt in Brighton.

  • Steven E. Sokol ist seit 2015 Präsident und CEO des American Council on Germany. Zuvor war er Präsident und CEO des World Affairs Council of Pittsburgh und davor Vizepräsident und Programmdirektor des American Council on Germany. Davor war Dr. Sokol stellvertretender Direktor des Aspen Institute Berlin, Leiter der Projektmanagementabteilung der Bonn International Center for Conversion GmbH (BICC) und Programmbeauftragter im Berliner Büro des German Marshall Fund of the United States. Zu Beginn seiner Karriere war er außerdem Programmmanager bei der International City/County Management Association (ICMA) und Rechtsassistent bei Fulbright & Jaworski.
    Er hat einen Doktortitel in Recht und Politik von der Northeastern University sowie einen M.A. in Internationalen Beziehungen und Internationaler Wirtschaft von der Paul Nitze School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins University und einen B.A. von der Wesleyan University. Außerdem studierte er an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg und als Fulbright-Stipendiat an der Freien Universität in Berlin. Dr. Sokol ist Mitglied mehrerer gemeinnütziger Vorstände und Mitglied des Council on Foreign Relations. Für seine Verdienste um die Stärkung der deutsch-amerikanischen Beziehungen wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Partner

  • Amercian Council on Germany